Arbeitsamt vs. junge Leipziger Familie

Leipziger Arbeitsamt Leider keine Satire
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Dies ist ein Hilferuf. Der Hilferuf von - nun, nennen wir sie doch Herr X, seiner Freundin Frau Y und dem kleinen Sohn Z. Herr X und Frau Y sind beide arbeitslos. Eine sogenannte Bedarfsgemeinschaft. Also sollte alles klar geregelt sein.

Aber seit 3 Jahren kämpft die junge Familie gegen Windmühlen.

Seit 2011 gibt es immer neue Probleme von Seiten des Arbeitsamtes. Immer bei neuen Bewilligungszeiträumen, Umzug etc. wurden ihnen Knüppel zwischen die Beine geworfen,
oft mit fadenscheinigen Begründungen. Die Berechnungen waren fehlerhaft, so zB als das Jahresgehalt von Herrn X´s Minijob als Monatsgehalt in die Berechnung einfloß. Für 2011
fehlen noch 4 Monate Hartz IV-Gelder und 6 Monate Mietzahlungen. Gelder, die jetzt endlich vor dem Sozialgericht in Leipzig zur Verhandlung kommen.

Im August 2012 die nächste "Panne". Das Arbeitsamt wurde verteilt auf 4 Stellen. Im Zuge dessen verschwanden die Unterlagen der Familie. Ein Teil der Unterlagen tauchte nach Monaten in anderen Stellen wieder auf, ein Teil der Handakte ist bis heute weg. Der Weiterbewilligungsbescheid ist ordnungsgemäß eingereicht worden, aber da die kompletten Anlagen immer noch verschwunden sind (was erst vor ca. 8 Wochen zugegeben wurde), werden seit dem 01.11.2012 keinerlei Gelder ausgezahlt.

Mit den verschiedensten Begründungen wird Zeit geschunden, selbst gegenüber dem Anwalt.

Die Familie wandte sich mit ihren Hilferuf auch an die PDS Leipzig - bisher ohne Erfolg.

Nun ist der finale Punkit erreicht.

Alle Freunde und Familienmitglieder, denen es möglich war, haben mittels Darlehen geholfen (sonst säße die Familie samt dem kleinen Kind schon längst auf der Straße), aber jetzt ist auch das nicht mehr möglich.

Meine Bitte :


Hat jemand ähnlich Erfahrungen gemacht ? Weiß jemand Rat ? Was könne wir noch tun ?

PS. Das ist leider pure Realität. Es geht um eine Familie aus meinem Freundeskreis !

00:23 17.05.2013
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Geschrieben von

Anchesa

In meiner Gedankenwelt ist kein Platz für Rassismus. - Dieter Hallervorden -
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