Zwischen Selbstblockade und Aufbegehren

SOZIALBILD Zu Oskar Lafontaines Buch "Das Herz schlägt links"
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Lafontaines Buch lässt sich durchaus als Abrechnung mit Gerhard Schröder lesen. Wer Gefallen an persönlichen Auseinandersetzungen hat, wird seine Freude an diesem Buch haben. Sozialdemokraten - sofern sie keine politischen Masochisten sind - werden sie nicht teilen können.

Mich interessiert diese Seite, mich interessieren diese Seiten des Buches nicht. Sie verstellen jedoch (und der Autor ist daran leider beteiligt) den Blick auf das, was meiner Meinung nach seine Wortmeldung wichtig macht, gewichtig sogar. Lafontaine setzt sich nämlich nicht primär mit Schröder, sondern mit dessen Politik auseinander. Das geht naturgemäß weit über Schröder selbst hinaus, schließt grundsätzliche Fragen der gegenwärtigen Gesellschaft ein,