Andreas Kemper

Ich arbeite als Soziologe kritisch zu Klassismus, Organisiertem Antifeminismus und die AfD
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Andreas Kemper
RE: Brecht das ab | 01.12.2017 | 13:41

Eine Antwort zu dem Artikel: https://www.freitag.de/autoren/andreas-kemper/zps-und-hoecke-kunst-als-5-gewalt

RE: Kein Herz für Arbeiter | 26.12.2016 | 15:47

Danke für den Hinweis, THX1138. Mir ist klar, dass es nicht allein um Bildungspolitik geht. Wichtig ist sicherlich der von dir beschriebene Journalismus, wichtig ist auch die hier beschriebene Ausgrenzung. Dennoch ist auch die Bildungspolitik relevant - und um dort etwas zu ändern, bedarf es der politischen Selbstorganisierung der Working Class Academics.

RE: Kein Herz für Arbeiter | 26.12.2016 | 12:55

Ich denke auch, dass diese Vermittlung sehr wichtig ist. Zum einen muss dafür das entsprechende Bildungssystem geschaffen werden, zum anderen beißt sich da die Katze in den Schwanz: Wie soll das Bildungssystem geändert werden? Ich sehe hier vor allem die Notwendigkeit der politischen Selbstorganisierung der Arbeiterkinder von Didier Eribon über Christian Baron bis zu Julia Roßhart, die gerade ihr Dissertation zu "Klassenunterschiede im feministischen Bewegungsalltag" vorgelegt hat. Das staatliche Bildungssystem wird dominiert von Eltern aus dem Akademikermilieu, die die Privilegien ihrer Kinder sichern und ausbauen wollen. Die "Straddler*innen" (to straddle: spreizen), die mit einem Bein in der Arbeiter*innenkultur, mit dem anderen in der Akademiker*innenkultur stehen, müssen sich "kohärent arbeiten" und dies ist eine gesellschaftliche und individuelle Arbeit, die nur durch eine gesellschaftliche Organisierung dieser Working Class Academics zu machen ist. Vor dem Hintergrund der Faschisierungsprozesse sollte die vergessene "Direktive 54" aus den Entnazifizierungprozessen entstaubt werden. Dies geht nur solidarisch kritisch und nicht mit einem Ausspielen von Klassismus, Rassismus, Sexismus. https://www.facebook.com/Direktive54/?fref=ts

RE: Es ist falsch zu sagen, Höcke sei kein Nazi | 20.04.2016 | 08:57

Das ist nun nicht die Diskussion, die ich für relevant halte. Ich schreibe lieber "der Blog", weil mir "das Blog" schwer über die Lippen bzw. Tasten geht. Von der Herleitung wäre "das Blog" (das Web-Logbuch) richtiger, inzwischen geht aber beides. https://de.wikipedia.org/wiki/Blog Allerdings ist diese Diskussion hinsichtlich der Plausibiliät der Argumentation, dass Höcke sehr wahrscheinlich eine nationale Bewegung aufbauen möchte, die die Regierung stürzen soll, um die nationalsozialistische Ordnung zumindest in Telen wieder herzustellen, wenig relevant.

RE: Antisemitische NS-Verherrlichung durch Höcke? | 20.12.2015 | 11:13

Das Ganze würde dann in Richtung Franz Alt gehen... Wer weiß?

RE: Neue Rechte plant illegale Platzbesetzung | 09.10.2015 | 10:51

Danke. Es gibt inzwischen einige von diesen Verlautbarungen. Relevant wird vor allem die Compact-Veranstaltung am 24.10.. Dort wird sich zeigen, ob Höcke aktiv und öffentlich zusammen mit Kubitschek und Elsässer auftritt oder weiterhin halböffentlich.

RE: Warum mich der Adel anekelt | 02.09.2015 | 19:41

Sie meinen also, man dürfe die Verwendung von Begriffen dann nicht mehr hinterfragen, wenn diese im Duden stehen. Das sehe ich mit gutem Grund anders. Das Wort "unterprivilegiert" ist unsinnig und macht nur in seiner Funktion, etwas beschönigen zu wollen, also euphemistisch zu wirken, Sinn: Demnach wären nicht Privilegien, also unfaire Besserstellungen, das Problem, sondern dass nicht jeder gleich unfair bessergestellt sei. Das zu denken macht bereits ein Knoten im Gehirn. Und genau das ist das Problem: wer das Wort "unterprivilegiert" benutzt, der*die hat zumindest an dieser Stelle nicht nachgedacht - oder will den*die Leser*in bewusst in die Irre führen.

RE: Warum mich der Adel anekelt | 01.09.2015 | 23:37

Es gibt den Begriff "Unterprivilegierung" aber es gibt keine Unterprivilegierung. Der Begriff macht keinen Sinn. "Pri|vi|leg (Rechtssprache) einem Einzelnen, einer Gruppe vorbehaltenes Recht, Sonderrecht; Sonderregelung (bildungssprachlich) Vorrecht" Wenn alle privilegiert wären, wäre das kein Privileg mehr.