risse und –––––––

fluchtverse keine silbe kann die tat abbilden und dennoch bleibt uns nichts als das
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risse und ––––––––

schon die frage stellung
wie viele noch kommen werden –
ist teil des problems,
weil ein leben auf der flucht keines ist

BOOM, schon fehlt die schule und BOOM die straße, die davor verlief – BOOM, dort eine moschee und BOOM, hier der laden, der DIR gehörte und BOOM ist DEINE Existenz geplatzt ins abgrundtief der zukunftsleere
– schon ist FLUCHT alles was dir bleibt.

wegrennen wie die anderen wolltest du nie, aber ungebremst angst haben, vom schicksal der welt verspuckt, auch nicht, also hast du dich gegen jeden anstand gegen jede sitte gegen jede hautfarbenlehre aufgemacht, hast dich über zäune gequält, unter büschen versteckt, in zelten geschlafen und die mühlen der verzweiflung ertragen: wohin? wie lange? warum ich?

um über`m kopf ein dach zu haben
um den kopf vom kampfumsallernötigste frei zu haben
um sonntags irgendwas und nichts zu tun
vielleicht sogar ein bisschen mehr als das

12:28 07.11.2015
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Geschrieben von

Wiesengrund

"Die Möglichkeit, dass die Welt zu schön werde, ist für mich so arg schrecklich nicht." (Adorno)
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Wiesengrund

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