RE: Dank Merz wird Cum-Ex ein größeres Thema | 08.11.2018 | 18:10

Cum-Cum- und Cum-Ex-Geschäfte

Der größte Steuerraub in der deutschen Geschichte, bei dem über Jahrzehnte (!) Banker, Berater und Anwälte den deutschen Staat mit dem Wissen führender Politiker (kennen wir ja bereits vom Dieselbetrug) ausplünderten, ist in dieser Zusammenfassung flüssig beschrieben (nicht kurz, aber spannend).

"Niemand verhinderte den Raubzug. Doch dann kam ihnen eine Frau auf die Spur..."

Ich wünsche mit dieser Lektüre einen unterhaltsamen Abend .

RE: Es ist ja gleich vorbei | 06.11.2018 | 18:17

„Was ist davon geblieben? Genau das hier. Der hoffnungsvolle Beginn der Grünen? Ich schrieb es an anderer Stelle schon mal, der beste Treppenwitz aller Zeiten: Schilly SPD- Innenminister, Fischer Außenminister, hartzIV und Afghanistankrieg mit grüner Zustimmung.“

Verehrter Lethe,

Ihre Sicht auf die Dinge sind sehr präzise und ich kann in keinem Punkt widersprechen. Es wäre niederschmetternd, wenn da (wie bereits weiter oben beim Thema Macht) nicht noch mehr wäre. Die Einstellung der Menschen hat sich gegenüber der Herrschenden in den letzten dreißig Jahren radikal geändert.

Vor dreißig Jahren machte ich mir des Öfteren den Spaß, beim Antreffen langer Schlangen von Menschen - wie etwa vor Postschaltern oder Supermarktkassen - laut anzumerken, es sei ja hier wie in der DDR. (Wie Sie sich sicher noch erinnern können wurde das Bild von langen Warteschlangen vor Lebensmittelläden in der DDR hier gerne verbreitet). Die Reaktion auf meine Agitation war seinerzeit mehr oder weniger gleich. Ein Mutiger aus der Schlange gab mir Kontra, indem er mich aufforderte, ich solle doch in die DDR gehen, wenn es mir hier nicht passen würde. Der Rest der anwesenden Menschen grummelte verstohlen Zustimmung.

Mit dieser Szene versuche ich die politische Stimmung des damaligen Alltags wiederzugeben.

Heute hat sich diese Stimmung radikal geändert! Die Menschen mit einfachen Berufen und geringem Einkommen tragen eine unglaubliche Wut über die ungerechten lebenserschwerenden Umständen mit sich herum und sind „auf die da oben“ nicht gut zu sprechen. Und sie artikulieren diese Wut weitestgehend offen, so gut sie eben können.

Dies zeigt sich auch in den letzten Wahlergebnissen.

Wobei ich den Verdacht habe, dass die Grünen in den meisten Köpfen dieser Menschen faktenwidrig eine linke Partei ist. Die langanhaltende Propaganda aus der Anfangszeit („Das sind doch linke Spinner“) scheint sich festgesetzt zu haben. Dies kann auch der Grund gewesen sein, warum eine Koalition mit den Grünen bei der CSU-Basis noch nicht durchgeht. Wie auch immer - die Wähler suchen Hilfe.

Zum Schluss:

Sie schreiben, dass nur ein geringer Teil bereit ist, militant vorzugehen. Ich bin überzeugt davon, dass das Gewaltmonopol in den Händen des Staates verteidigt werden muss. Wo soll denn militante Gewalt hinführen? Zur Zerstörung dieses Landes wie in Syrien? Die Verlierer einer solchen Katastrophe wären doch auf jeden Fall wir hier unten.

Herzliche Grüße Ihr

AndyC

PS Danke für Ihren zum Teil erfrischenden Sarkasmus

RE: Es ist ja gleich vorbei | 06.11.2018 | 01:10

Mitte der 80-ger Jahre fragte ich in privater Runde einen amerikanischen General, was er zu einer Vereinigung von BRD und DDR meint.

Seine Antwort:

Amerika hat im 2. Weltkrieg zur Niederringung der Nazis 500.000 Soldaten in Europa geopfert. Es wäre dem amerikanischen Volk nicht zu vermitteln, wenn die beiden deutschen Staaten wieder zusammen kämen.

Dann fuhr er in einem sarkastischen Ton fort, der mich an den Ihren erinnert: Hast Du darüber denn schon mit Andropow und Honecker gesprochen? (Ich war ein unbedeutender Graphik-Designer :)

Und wie lief das dann am 9. November 1989 mit Günter Schabowski?

Die Geschichte hat sicher einige Überraschungen für uns, die heute undenkbar sind! Dieses Regime hier mitsamt dem ganzen System ist durch und durch verrottet und befindet sich bereits mitten im Zusammenbruch!

RE: Es ist ja gleich vorbei | 05.11.2018 | 15:52

Verehrter Lethe,

Ihr Verständnis von Macht ist mir nach wie vor zu beschränkt.

Macht benötigt eine Basis. Unbestreitbar gibt es Macht, die auf der Basis von Gewalt wirkt, wie Sie sie beschreiben. Macht kann jedoch auch auf Respekt basieren, auf Zuneigung usw. Dies ist gleichfalls Realität - auch wenn Sie diese Wirksamkeit bestreiten, ja sogar verspotten.

Außerdem kann Macht nur wirken, wenn der Beeinflusste sich der Macht unterordnet. Wird diese Unterordnung verweigert, ist keine Macht vorhanden. Daran ändert auch Gewalt nichts!

Was mir an dem von Ihnen vertretenen Machtverständnis Unbehagen bereitet, ist der daraus leicht zu ziehende - aber nicht zutreffende - Schluss, dass an den Machtverhältnissen von uns hier unten sowieso nichts zu ändern sei.

Damit komme ich auf das eigentliche Thema dieses Threads zurück:

Die Basis auf der die Macht "unseres" Regimes (Regime = nicht demokratische Herrschaftsform) basierte, war die Verfassung, war das Recht. Diese Basis wurde von den Knechten der Oligarchen - und hierzu zähle ich auch die nicht nur von Magda gelobte Dr. Merkel - in den letzte Jahrzehnten Zug um Zug verlassen.

- Ein Drittel der Bevölkerung wurde auch mit Hilfe der Aganda 2010 in sklavenähnlichen Arbeitsverhältnisse und Armut getrieben!

- Als Erpressungsinstrumente wurde verfassungswidrig eingeführt, dass bei Widerstand gegen diese Unterjochung sogar das Existenzminimum (Nahrung Kleidung und Wohnung) verweigert werden kann!

- Sozialwohnungen wurden an Heuschrecken verscherbelt und die Wohnungsnot und die dadurch stark steigenden Mieten sehenden Auges in Kauf genommen!

- Die Konkurrenz auf dem Arbeits- und Wohnungsmarkt wurde (und wird immer noch) hauptsächlich für das unter Drittel der Bevölkerung dadurch erhöht, dass man fremde Länder wirtschaftlich bzw. militärisch zerstörte und weiterhin zerstört und die dortigen Menschen hierher lockte und lockt!

- Krankenhäuser und Altenheime wurden massenweise privatisiert und der Gewinnmaximierung mit dem Ergebnis unterworfen, dass Pflegekräfte dem Druck nicht mehr standhielten und diese Arbeit hinwarfen und dadurch eine ordentlich Pflege nicht mehr gegeben ist!

- Schulgebäude verlotterten bundesweit, Lehrermangel wurde und wird in Kauf genommen und Klassengrößen genehmigt, die einen geordneten Unterricht nicht mehr gewährleisten!

- Der Mangel an Ausbildung wird dadurch versucht zu kompensieren, indem man in unterlegenen Ländern die dort mühsam und unter Entbehrungen ausgebildeten Fachkräfte abwirbt.

- Für die Erhaltung der Infrastruktur wie Straßen, Bahn usw. fehlte angeblich das Geld!

- Unsere Rentenkassen wurden durch Sachfremde Entnahmen geplündert!

- Gleichzeitig müssen sich arme Rentner bei den Tafeln in die Warteschlangen einreihen, weil die Höhe ihre Renten zum Leben nicht mehr reicht!

- Gleichzeitig wurden Milliarden über Milliarden bei verfassungswidrigen Kriegseinsätzen im nahen (Yugoslawien) und fernen Ausland (Afghanistan, Naher Osten) vergeudet!

- Den Oligarchen und ihren Helfern wurden die letzten Jahre über 400.000.000.000 Euro hinterhergeworfen.

- Jahrelang wurde der bandenmäßig organisierte milliardenschwere Betrug der Wirtschaft (Dieselbetrug) an weiten Teilen der Bevölkerung von der Exekutive und Judikative geduldet. Auf einer den Gesetzen entsprechenden strafrechtlichen Aufarbeitung unter Einbeziehung alle mitwirkenden aus Wirtschaft, Politik und Medien warten wir!

usw. und so fort...

Spüren Sie meinen Zorn, verehrter Lethe?

Die Stimmung in der Bevölkerung hier unten ist am Kochen. In München werden bereits vermehrt Autos von Immobilienunternehmen angezündet, wie Die Linke zu berichten weiß, um nur ein Beispiel der brechenden Dämme aufzuzeigen.

Und ich lese hier Lobgesänge auf eine der Hauptverantwortlichen für all diese Schweinereien, nämlich Frau Dr. Angelika Merkel.

Nur zu!

RE: Es ist ja gleich vorbei | 04.11.2018 | 19:18

Verehrter Lethe,

Macht - ein sehr interessantes Thema

Christian Brecht schrieb in diesem Threat 29 Kommentare weiter oben u.a.:

„Und ja, Politik hat selbstverständlich etwas mit Moral zu tun.

MIT WAS DENN SONST?“

Daraufhin antworteten Sie zwei Beiträge weiter u.a.:

„Und Macht hat etwas zu tun mit der Fähigkeit und der Bereitschaft, Gewalt anzuwenden. (...) Politik ist der absolute Vorrang der Absichten der Mächtigen, nicht der Machtlosen. Und sie hat nichts, nicht das allergeringste mit Ethik zu tun.“

Ihren Beitrag empfinde ich etwas einseitig. Auch in einem Beitrag weiter unten zeigen Sie diese - entschuldigen Sie bitte - verengte Sicht.

Die Macht, wie Sie sie zu verstehen vorgeben, erinnert mich an machiavellistische Macht. Gibt es daneben nicht noch andere Formen der Macht, einer Macht ohne Willkür, ohne Unterdrückung?

Dachte nicht Aristoteles bereits an eine Herrschaft von Freien über Freie, die sich im Herrschen und Beherrscht werden ablösen? Postulierte Thomas von Aquin nicht eine Macht, die zum Guten führt?

Solche Beispiele geistvollerer Verständnisse von Macht, als die von Ihnen vertretene Macht des Rabauken, ließen sich fortsetzen.

Vielleicht sehen Sie selbst mal nach unter:

https://de.wikipedia.org/wiki/Macht

Grüße

AndyC

RE: Es ist ja gleich vorbei | 04.11.2018 | 14:14

@ Christian Brecht

Der wütende Hasskommentar (4 Threads oberhalb) von Magda zeigt Ihnen deutlich, dass Sie mal wieder in´s Schwarze getroffen haben!

RE: Es ist ja gleich vorbei | 04.11.2018 | 01:43

Lieber Herr Brecht,

vielen Dank für die klaren Worte. Diese setzen sich gegen so manches „Bildungs“-Geschwurbel hier wohltuend ab!

Herzliche Grüße

AndyC

RE: Es ist ja gleich vorbei | 03.11.2018 | 12:44

"unachahmlichen, daher eben idiosynkratischen Manier, mit einer Ekloge ausmalte.

WOW!

Sie sind aber sehr gebildet, Herr Columbus.

RE: Sommer, Winter? Flexi-Zeit! So bleibt es hell | 30.10.2018 | 20:35

Die EU-Bürger wollen Helligkeit.

Wie wäre es mit einem künstlichen Beleuchtungsmond?

China plant nach einer erfolgreichen, baldig beginnenden Testphase für 2022 (!) drei Beleuchtungssateliten (im Link die letzten drei Absätze).

Die technische Spezifikation: Diese Reflektoren sollen Sonnenlicht mit einem Durchmesser von 80 Kilometern zur Erde umleiten. Justiergenauigkeit auf das Beleuchtungsgebiet „ein paar dutzend Meter“. Der Radius wird sich auf 10 Kilometer verkleinern lassen. Die Helligkeit wird regulierbar sein - bis hin zur Abschaltung. Maximale Helligkeit: Achtfaches Mondlicht, was nach einem daran beteiligten Wissenschaftler als Dämmerungslicht wahrgenommen werden wird. Damit wird man Städte künstlich beleuchten und somit eine Menge Energie einsparen. Bei Stromausfällen und bei Katastrophen wird diese Beleuchtung sehr hilfreich sein.

Bei unserem hier diskutierten „Problem“ der Regelung einer Sommerzeit lässt sich mit dieser neuen technischen Möglichkeit sicher etwas anfangen. Der Streit zwischen Befürwortern und Gegnern könnte - entspannt Euch also - damit auf einem erhöhten Level weitergeführt werden!