RE: Warum ich nicht mehr wählen gehe | 19.05.2019 | 22:01

Lieber Flegel,

wie Sie wissen, schätze ich Ihre Beiträge und Ihre umfangreiche treffende Zusammenfassung über das Europäische Parlament bestätigt mir diese Einschätzung einmal mehr!

Die Diskussion hier über wählen gehen oder nicht spiegelt genau meine eigene Zerrissenheit in dieser Frage wider. Obwohl ich nach wie vor Dr. Sahra Wagenknecht unterstütze wo ich kann, ist die Linke für mich im Moment nicht wählbar. Aber einfach wegbleiben ist, wie ich denke, zu wenig!

Eine ungültige Stimme abgeben erscheint mir eine Möglichkeit und kostet immerhin keine Steuergelder, die pro Stimme an die Parteien erfolgen.

Letztendlich jedoch scheint mir der Gedanke von Gelse der produktivste: „Man kann aber Parteien, die aufgrund ihrer Programmatik nicht Gefahr laufen von der Kapitallobby eingekauft zu werden, für eine oppositionelle Meinungsäusserung benützen.“

Beispielsweise waren und sind eine der wirklich wichtigen Arbeiten der Linken die Parlamentarischen Anfragen, die so manche Maske breitenwirksam von der Fratze unserer marktkonformen Scheindemokratie rissen.

Zusammenfassend: Ich werde über die Empfehlung iDogs nachdenken und vielleicht DIE PARTEI wählen. iDog: „Ein bisschen mehr Satire in der "Politik" ist da ein sehr anspruchsvolles Programm, wo schon die Realsatire herrscht.“ So ist es! Und ein bisschen mehr Spaß können wir alle gut gebrauchen!

Herzliche Grüße IhrAndyC

RE: Zarte Pflänzchen gießen | 14.05.2019 | 00:02

<< Enteignung aber ist die Kernkompetenz des Kapitalismus. Ohne die Enteigung unserer Lebenskraft, unserer Fähigkeiten, unserer Kreativität, unserer Daten könnte dieses System nicht existieren. Wenn alles einigermaßen gut läuft (aber auch nur dann), kriegen wir zwar die Reproduktionskosten für diese unsere Fähigkeiten in Form von Lohn ersetzt, aber über das, was wir über die Kosten dieser Reproduktion hinaus geschaffen haben, haben wir keinerlei Verfügungsgewalt. Ob die Ergebnisse des Wirkens unserer Lebenskräfte zum Kriegführen, zum Umweltversauen usw. eingesetzt werden, geht uns nichts an, fällt nicht in unsere Kompetenz. Sagen die Profis der Enteignung und suggerieren uns „wirklich Angst“ vor einer besonderen Enteignung, nämlich der ihrigen.>>

Lieber goedzak,

einfach und klar auf den Punkt gebracht. Schon lange nicht mehr so Treffliches so kompakt so ungeschnörkelt vor´s Gehirn bekommen.

Danke!

*****

RE: Warum der Sieg der Armee so wichtig ist | 30.04.2019 | 20:42

Liebe Frau Gutsche,

danke für den informativen Artikel. Bitte mehr davon. Hilfreich war für mich auch der mir als Kompass dienende Vorspann.

Herzliche GrüßeAndyC

RE: Du kannst nichts dafür | 21.04.2019 | 16:45

Liebe Moorleiche,

danke für Ihre interessanten und - wie ich finde - für uns Menschen wichtigen Ausführungen.

Insbesondere hier spitzt sich die Sache zu:

<< Willensfreiheit (…) besteht schlicht darin, dass man psychologisch ausgedrückt Impulskontrollen lernen kann, philosophisch ist sie dadurch definiert, dass man innehalten, abwägen und rational entscheiden kann. Laut Freud die Minimalforderung aller Kultur, sich beherrschen zu können, wenigstens die ersten Impulse. >>

In meinem Leben war folgender Satz für mich immer Mahnung zur Bescheidenheit und Ansporn zu Größerem:

„Selbstbeherrschung ist die höchste Form der Machtausübung“.

RE: Lass uns über Kohle sprechen | 16.04.2019 | 20:16

<<Wenn man sich die Kommentare hierzu durchliest dann könnte man meinen, links sei pro AfD.>>

Die Kommentare hier gefallen mir sehr gut in ihrem Bemühen, auch einem Herrn Reil gegenüber Verständnis und Gerechtigkeit aufzubringen (insbesondere miauxx **** und Zietz ***). Man beachte im Gegensatz die gehirngewaschenen Reaktionen des Publikums in der Sendung nach dem Motto: Hey, einer von der AFD - pfui - jetzt aber mal feste druff!

Rechts gegen links dient nur den Oligarchen und ihren Lakaien. Es geht schon lange nicht mehr rechts gegen links! Es geht unten gegen oben!

In diesem Sinne sollten wir unsere Proteste aus den Zentren der Städte in die Villengegenden verlegen. Demos in diesen Gegenden würden rasch etwas bewirken!

Dabei wäre es mir ziemlich egal, ob da Menschen mitmarschieren, die mit der AFD oder FDP oder sonst einer Truppe sympathisieren. Nur gemeinsam sind wir stark.

RE: EIN OLIGARCH MACHT SICH VOM ACKER | 31.03.2019 | 19:12

@ denkzone8

Soweit es meine „Langsamkeit“ betrifft:

Sie ist eine fällige Reaktion auf den anhaltenden Versuch, die Verantwortlichkeit Piëchs zu verstecken und will mit diesem Reinleuchten nur mal wieder daran erinnern.

RE: Ein Kerl wie ein Pfirsich | 08.03.2019 | 14:59

Zur Vorgeschichte:

Unseren Sohn zog ich nach der Trennung von meiner Lebensgefährtin vom 5 Lebensjahr an alleinerziehend groß, da seine Mutter wegen einer schweren Erkrankung dazu nicht in der Lage war.

Und heute:

Heute erfuhr ich, dass die Kindererziehungszeiten auf die Rente der Mutter angerechnet werden. Ich hätte seinerzeit einen Antrag auf Änderung dieser „automatischen“ Regelung stellen müssen. Versäumte ich, da ich davon nichts wusste.

Ich bitte um Entschuldigung, dass ich mich hier als Mann zu Wort melde. Als Mann sollte ich ja meine Klappe halten, wie oben „im Sinne einer geschlechtlichen Gleichberechtigung“ gefordert wird.

RE: „Wir brauchen Brüche“ | 03.03.2019 | 14:30

Liebe Charakterantenne,

es freut mich, mit welch klarer einfacher Sprache Sie schon wieder die auch in dieser Community verbreiteten Klischees verständlich und nachvollziehbar aufzeigen.

Danke!

Klischee = Rede- und Denkschemata, die ohne individuelle Überzeugung einfach unbedacht übernommen werden.

Herzliche GrüßeAndyC

RE: Die EU verteidigen | 28.02.2019 | 23:19

Liebe Charakterantenne,

Wort für Wort, Satz für Satz, Absatz für Absatz stimme ich Ihrem erfrischenden Beitrag zu. Sie erkennen und beschreiben die Lagen sehr treffend, ohne das sich hier immer mehr verbreitende Bildungsgeschwurbel nötig zu haben. Sie geben mir Hoffnung.

Danke!

Herzliche Grüße

AndyC

RE: Libyen auf der Münchner Sicherheitskonferenz | 17.02.2019 | 21:01

Liebe Frau Gutsche,

danke für das interessante Schlaglicht auf Libyen. Bitte mehr davon. Das verlinkte Lied von Lisa Fitz geht unter die Haut und ist ein Beispiel, welche Macht politische Lieder entfalten können. Die demokratischen Kräfte sollten in diesem Bereich Vollgas geben und hier auch weiter fleißig verlinken.

Hilfreich wäre, wenn Sie neben mehr eigenen Beiträgen zum Thema (funktionierende) Links mit Ihrer offensichtlichen Fachkenntnis einstellen würden.

Wobei ich bei dieser Gelegenheit wieder einmal darauf hinweisen möchte, dass Links hier sinnvollerweise ausgeschrieben (http://www.Thema … .html) sein sollten, um sie vor einer späteren Verstümmelung im Archiv durch den Freitag zu schützen. Aber auch hier ist ja bei Ihnen alles vorbildlich ;-)

Herzliche Grüße

AndyC