RE: Sie machen sich nicht ehrlich | 18.09.2018 | 16:35

Sehr gelungene Demaskierung manipulativer Schreiberei!

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RE: Gute Befreier, böse Befreier | 18.09.2018 | 15:47

Danke für die ausdrückliche Zustimmung

RE: Gute Befreier, böse Befreier | 16.09.2018 | 15:50

Lieber Herr Herden,

danke für Ihr geglücktes Bemühen, interessant und ausgewogen die Situation in Syrien zu beschreiben, die in der Überschrift mit "gute Befreier, böse Befreier" plakativ und meiner Meinung nach recht treffend zusammengefasst wurde!

In einem Punkt liegen mir jedoch Informationen vor, die den von Ihnen wie selbstverständlich gebrauchten und u.a. auch vom Deutschen Regime immer noch hochgehaltenen Propaganda-Begriff "Annexion der Krim" als ungerechtfertigt ausweisen:

Auszug aus einem Artikel von Reinhard Merkel in der FAZ vom 08.04.2014:

Hat Russland die Krim annektiert? Nein.

Waren das Referendum auf der Krim und deren Abspaltung von der Ukraine völkerrechtswidrig? Nein.

Waren sie also rechtens? Nein; sie verstießen gegen die ukrainische Verfassung (aber das ist keine Frage des Völkerrechts).

Hätte aber Russland wegen dieser Verfassungswidrigkeit den Beitritt der Krim nicht ablehnen müssen? Nein; die ukrainische Verfassung bindet Russland nicht.

War dessen Handeln also völkerrechtsgemäß? Nein; jedenfalls seine militärische Präsenz auf der Krim außerhalb seiner Pachtgebiete dort war völkerrechtswidrig.

Folgt daraus nicht, dass die von dieser Militärpräsenz erst möglich gemachte Abspaltung der Krim null und nichtig war und somit deren nachfolgender Beitritt zu Russland doch nichts anderes als eine maskierte Annexion? Nein.

(...)

„Annexion“ heißt im Völkerrecht die gewaltsame Aneignung von Land gegen den Willen des Staates, dem es zugehört, durch einen anderen Staat. Annexionen verletzen das zwischenstaatliche Gewaltverbot, die Grundnorm der rechtlichen Weltordnung. Regelmäßig geschehen sie im Modus eines „bewaffneten Angriffs“, der schwersten Form zwischenstaatlicher Rechtsverletzungen. Dann lösen sie nach Artikel 51 der UN-Charta Befugnisse zur militärischen Notwehr des Angegriffenen und zur Nothilfe seitens dritter Staaten aus - Erlaubnisse zum Krieg auch ohne Billigung durch den Weltsicherheitsrat.

Schon diese Überlegung sollte den freihändigen Umgang mit dem Prädikat „Annexion“ ein wenig disziplinieren.

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/die-krim-und-das-voelkerrecht-kuehle-ironie-der-geschichte-12884464.html

RE: Der Wut eine Luft | 11.09.2018 | 17:45

Der Trend zu Abkürzungen nimmt rapide zu!

Mit (m) Abkürzungen (Ak) erleichtert (erl) hier (h) Keiner (Kr) Keinem (Km) das (d) Lesen (L). Dieser (ds) Trend (Tr) soll (sl) vermutlich (vm) Zeit (T) gewinnen (gw).

m AK erl jedoch (jh) Kr Km d L. ds Tr erschwert (et) d L.

RE: Anregung zum Streit | 14.07.2018 | 16:03

>>... dann frage ich mich, aus welcher Ecke der Ahnungslosigkeit die Leserinnen und Leser eigentlich kommen ...<<

Schreiben Sie in diesem überheblichen Ton, um schon wieder mal zu versuchen, sich mit Ihrer zur Schau gestellten "geschliffenen" Bildung hervorzutun, oder aus dem anderen niederen Beweggrund heraus, schlicht zu beleidigen?

RE: Anregung zum Streit | 13.07.2018 | 20:00

>> Ich mag ja den Zbigniew - ein richtiger Superstratege finde ich.<<

Dieser schamlose Geselle Brzeziński wurde hier in einem Blog aus der Freitags-Community vor drei Jahren von Daniel Uxa sauber filetiert.

Wer sich einen spannenden Abend gönnen will, der sollte diese Arbeit lesen! Wirklich demaskierend und nachhaltig beeindruckend!

RE: Sich der Zersplitterung entgegen stellen | 13.07.2018 | 18:33

"Der Titel dieses Artikels ist angesichts der Rolle von Frau Gohlke in Bezug auf. die zunehmende Spaltung der Linken ziemlich infam."

Sehen wir mal, wie sich Nicole Gohlke dazu äußern wird. Oder lässt sie die in dem Bericht des Gewerkschafters aufgetauchten Vorwürfe unwidersprochen?

RE: Sich der Zersplitterung entgegen stellen | 13.07.2018 | 11:48

Wenn predigen und Handeln auseinanderfallen

Die von mir beobachtete, sich mehr und mehr vertiefende Spaltung der linken Kräfte zeigt sich auch in der Partei Die Linke.

Hier ein Auszug eines Berichts eines Gewerkschafters aus Süddeutschland, der am 08.juni 2018 bei den Nachdenkseiten erschien, und auch dieses Spaltungsgeschehen beschreibt. Hierin findet auch Nicole Gohlke Erwähnung, die diesen Artikel verfasst hat und darin davon spricht, dass die Zersplitterung der Linken uns schwächt. Der Bericht beschreibt ihr Handeln jedoch - anders als ihre Worte hier - als nicht besonders um Verbindlichkeit bemüht.

Der Gewerkschfter empfindet, wie er darin mitteilt, seit geraumer Zeit die Lage in der Partei immer unangenehmer: Wegen der polarisierten Situation zwischen Parteispitze auf der einen und Fraktionsspitze auf der anderen Seite sowie der Unsachlichkeit und zum Teil Gehässigkeit der parteiinternen Debatten. Er meint: So kann es nicht weitergehen.

Weiter führt er u.a. darin aus:

"Ein letzter Punkt, der mir in den vergangenen Jahren an der Parteiführung und auch ihrem Umfeld nicht gefiel und der sicherlich dazu beigetragen hat, dass DIE LINKE für die Mehrheit der Menschen in diesem Land nicht attraktiver geworden ist, war die Art und Weise, wie sie sich öffentlich äußerten. Und damit auch die Stimmung in der Partei regelrecht vergifteten. Es beschädigt die Partei, wenn die Parteivorsitzende, die Schaden von der Partei abwenden sollte, die Fraktionsvorsitzende und einen Teil der Mitgliedschaft öffentlich indirekt als AfD-light bezeichnet. Wie soll nach solchen Vergleichen noch eine sachliche Diskussion stattfinden können? Ähnliches gilt für das Umfeld der Parteivorsitzenden: der ehemalige Bundestagsabgeordnete Jan van Aken, ein enger Vertrauter Kippings, sprach sich im Jahr vor der Bundestagswahl öffentlich für den Rücktritt von Wagenknecht aus und regte sich gekünstelt auf, um gegen Wagenknecht schießen zu können, als die Linksfraktion den einstigen General Harald Kujat zu einem Gespräch über Syrien einlud. Die bayerische Spitzenkandidatin der LINKEN, Nicole Gohlke vom Trotzkisten–Netzwerk marx 21, setzte mit Mitstreitern durch, dass man als Stadtverband München Sahra Wagenknecht im Wahlkampf auf keinen Fall einladen wolle. Daraufhin luden zwei Münchner Ortsverbände Wagenknecht ein, aber Gohlke wollte laut Genossen vor Ort noch nicht einmal zusammen mit Wagenknecht auf der gleichen Bühne stehen und nahm nicht an der Kundgebung teil. Dass es gewiss auch Wagenknechts Popularität zu verdanken ist, dass DIE LINKE erstmals sieben Bundestagsmandate in Bayern erringen konnte, scheint da offensichtlich nicht so wichtig zu sein. Es geht ja darum, Wagenknecht zu isolieren. Schließlich äußerte sich im Frühjahr der LINKEN-Politiker Niema Movassat – auch ein Anhänger der Parteivorsitzenden – anlässlich einer in der taz als gegen Wagenknecht beschriebenen Konferenz. Movassat suggerierte, dass Wagenknecht keine Positionen des linken Flügels mehr vertrete – in Gänze. Er schob dann noch dreist hinterher, man wolle „eine sachliche Streitkultur“. Aha. Nach den davor getätigten, gewiss nicht sehr sachlichen Aussagen dürfte das schwierig werden

Während Katja Kipping oder Bernd Riexinger nie müde wurden, in der Öffentlichkeit Sahra Wagenknecht zu kritisieren oder sich von ihr zu distanzieren, war stets wenig von ihnen zu hören, wenn Bodo Ramelow als Thüringer Ministerpräsident der LINKEN bei der PKW-Maut oder der Autobahnprivatisierung im Bundesrat zustimmte. Es drängt sich der Verdacht auf, dass in der Parteizentrale mit zweierlei Maß gemessen wird.

Ein derartiges öffentliches Auftreten, das massiv darauf abzielt, die beliebteste Politikerin der eigenen Partei zu beschädigen, wirkt auf die Wähler sicherlich nicht ansprechend. Sicherlich auch ein Grund für die Stagnation der LINKEN."

RE: Sich der Zersplitterung entgegen stellen | 13.07.2018 | 00:07

"Sieht für mich ziemlich unseriös aus, das Ganze."

Lieber Fro,

mit Staunen beobachte ich seit geraumer Zeit die sich mehr und mehr vertiefende Spaltung der linken Kräfte durch unterschiedliche Ansichten zur Migration, die sehr viel - zu viel - durch Gefühle gesteuert scheint.

Könnte für unsere Oligarchie nicht besser laufen!

Herzliche Grüße

AndyC