RE: Wenn alles in Scherben fällt | 25.01.2019 | 18:51

Zitat Achtermann

„In Art. 14 Abs. 2 GG steht: „Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.“ Kaum jemand regt sich darüber auf, dass dieser Artikel mit Füßen getreten wird. Dazu gehört auch die große Mehrheit gewählten Volksvertreter. Wer käme auf die Idee, einen "demokratischen Faschismus" zu diagnostizieren, wenn die Banken den herrschenden Kapitalismus praktizierend mit höchst riskanten Spekulationsgeschäften mehrere Staaten in den Ruin getrieben hätten. Und das ohne jegliche Rücksicht auf den Artikel 14 GG. Entgegen dem Geist dieses Artikels wurden sie sogar belohnt, indem sie mit Steuergeldern in Milliardenhöhe "gerettet" wurden, da sie inzwischen mit Hilfe der Exekutive und Legislative so mächtig geworden sind, dass ohne ihr Fortbestehen das System, das auf dem GG beruht, zusammenstürzen würde.“

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RE: Wenn alles in Scherben fällt | 25.01.2019 | 18:49

//Stiller @ Columbus

«Bla,bla.,bla.....wer Sie zum 24/7 Senior bestellt hat»

Unterste Kategorie, Herr Leusch. Flegels Wut und Empörung kann ich gut verstehen, Ihre ständigen Relativierungsversuche/Schönfärbereien dagen nicht.//

Liebe(r) Stiller,

ich schließe mich Ihnen an. Die Ausführungen von Flegel in Richtung Columbus sind substanziiert und offensichtlich um Sachlichkeit bemüht. Dass Columbus mit einen "Bla,bla.,bla....." antwortet zeigt, dass Flegels Argumente getroffen haben und lässt einmal mehr den von Columbus hier oft gepflegten Sozialrassismus aufblitzen.

Schade! So viel Talent.

RE: Die Erde – Ein Wintermärchen (1) | 13.01.2019 | 22:29

Lieber Herr Jeschke,

vielen Dank für den fesselnden Beitrag.

Eine interessante Idee, diese Probleme von externen Standpunkten aus zu betrachten und sie mit amüsanten Details zu schmücken! Ich freue mich schon auf die Fortsetzung.

Herzliche Grüße AndyC

RE: Raider heißt jetzt Twix | 12.12.2018 | 20:31

@ Gunnar Jeschke

Zitat/: Ein Politiker auf dieser Ebene sollte wissen, dass man den Tango corrupti nicht öffentlich tanzt und schon gar nicht während der Kandidatur um ein Amt. Da so viel Inkompetenz schwer zu erklären ist, muss man wohl annehmen, dass Friedrich Merz während der Wochen seiner Kandidatur kalte Füße bekommen hat, als er den Zustand der CDU sah. Es würde für seine Intelligenz sprechen und nötig hat er das Amt ja nun wirklich nicht. // Zitat Ende

Dann wollen wir mal diese in diesem Artikel dem Herrn Merz unterstellte Intelligenz in natura (in natura = in seiner wirklichen, natürlichen Gestalt) messen:

In dem Stream von Phönix (https://www.youtube.com/watch?v=UH2ku4-P8w4) ist im Moment der Verkündigung des 1. Wahlgangs bei 1:05:33 das von schwerster Enttäuschung gezeichnete Gesicht des Herrn Merz zu sehen. So sieht kein Sieger aus! Ihm war hier bereits klar, dass seine Kanzlerträume gescheitert waren, da hinter den Kulissen die Absprache AKK mit Ziemiak offensichtlich bekannt war, die den Sieg von AKK in der Stichwahl nach diesem Ausgang des 1. Wahlgangs wahrscheinlich werden ließ.

Was treibt einen so klugen und gebildeten Menschen, wie Sie Herr Jeschke einer zu sein scheinen, dazu, hier an einer an der Realität vorbeigehende Hypothese zu stricken, Herr Merz habe sein Scheitern selbst herbeigeführt?

Abschließend: Nötig wird Herr Merz (entgegen ihrer diesbezüglichen Unterstellung) dieses Amt schon gehabt haben, sonst hätte er sich wohl nicht dieser Tortur unterzogen.

RE: Schrei einer Epoche | 11.12.2018 | 11:46

Ihr Heine-Zitat geistert mir seit zwei Tagen im Kopf herum. Vielmehr die Frage danach, warum Sie es hier einstellten und an mich adressierten?

Auf mich wirkt es wie die Mahnung eines Lakaien der Oligarchen, der mich mit den darin enthaltenen Warnungen (Zitat/"Teurer Freund, du bist verloren! Willst du Geld und Ehre haben, mußt du dich gehörig ducken"//Zitat Ende)zu bremsen versucht, den in Frankreich aufgetauchten Forderungskatalog zur Änderung der Republik weiterhin zu verbreiten.

Mich würden Ihre Beweggründe interessieren, solche Keulen hier zu zeigen.

RE: Schrei einer Epoche | 09.12.2018 | 22:16

Danke für das eindringliche Heine-Zitat.

Ich meine hierzu:

Macht wirkt nur, wenn der Beeinflusste sich der Macht unterordnet. Wird diese Unterordnung verweigert, ist keine Macht vorhanden. Daran ändert auch Gewalt nichts!

Angst vor Repressionen kenne ich nicht, da ich als ehemaliger Funktionär der Linken seit Jahren diesen ausgesetzt bin und mich daran gewöhnt habe. Zur Zeit hält sich die Angst vermutlich bei ganz anderen Menschen auf ;-)

RE: Schrei einer Epoche | 09.12.2018 | 17:46

Soeben versandte Frau Dr. Wagenknecht eine Forderungsliste der Gelbwesten. Zu finden ist diese Liste hier:

https://www.nachdenkseiten.de/upload/pdf/181206_Forderungen-der-Gelbwesten.pdfutm_campaign=Team%20Sahra&utm_medium=email&utm_source=Revue%20newsletter

Diese Liste im Wortlaut (Die Ziffern wurden von mir zur Vereinfachung einer Kommunikation eingefügt):

Abgeordnete Frankreichs,

hiermit überbringen wir Ihnen die Anweisungen des Volkes, damit Sie diese in Gesetze fassen:

01

Schluss mit Obdachlosigkeit: DRINGEND.

02 Höhere Progression der Einkommenssteuer (mehr Stufen) Anhebung des Mindestlohnes auf 1.300 Euro netto.

03

Mehr Unterstützung für die kleinen Geschäfte in den Dörfern und Stadtzentren. Schluss mit dem Bau von großen Gewerbezonen rund um die Großstädte, die nur den Einzelhandel abwürgen. Für mehr kostenlose Parkplätze in den Stadtzentren.

04

Masterplan für die Isolation von Wohnungen. (Ökologie betreiben und zugleich den Haushalten Einsparungen zu ermöglichen)

05

Die GROSSEN (McDonald ́s, Google, Amazon, Carrefour ...) sollen viel zahlen und die Kleinen (Handwerker, Klein- und Mittelbetriebe) sollen wenig zahlen müssen.

06

Für ein gleiches System der Sozialversicherung für Alle (auch Handwerker und kleine Selbständige eingeschlossen). Abschaffung der gesonderten Sozialversicherung für Selbständige (RSI)

07

Das Rentensystem muss solidarisch und gesellschaftsfähig bleiben. Keine Rente nach Punkten. Schluss mit den Steuererhöhungen auf Kraftstoffe.

08 Keine Rente unter 1.200 Euro.

09

Jeder gewählte Abgeordnete hat nur Anrecht auf den Medianlohn. Seine Reisekosten werden überwacht und nur dann erstattet, wenn sie gerechtfertigt waren. Anrecht auf Restaurant- und Urlaubsgutscheine.

10

Die Löhne aller Franzosen sowie die Renten und andere Zuteilungen müssen an die Preisentwicklung angepasst werden.

11

Die französische Industrie schützen: Verbot von Betriebsverlagerungen. Schutz unserer Industrie heißt Schutz unseres Know-hows und unserer Arbeitsplätze.

12

Schluss mit der Entsendung von Arbeitnehmern. Es ist widersinnig, dass jemand, der in Frankreich arbeitet, nicht den gleichen Lohn bekommt und die gleichen Rechte hat wie ein Einheimischer. Jeder, der eine Arbeitserlaubnis auf französischem Gebiet hat, muss einem französischen Staatsbürger gleichgestellt werden und sein Arbeitgeber muss für ihn dieselben Abgaben entrichten wie ein französischer Arbeitgeber auch.

13

Zur Sicherung der Beschäftigung: Befristete Arbeitsverträge in großen Unternehmen stärker begrenzen. Wir wollen mehr unbefristete Arbeitsverträge.

14

Abschaffung der CICE (Steuergutschrift für Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung), und Nutzung dieser Gelder zum Aufbau einer französischen Industrie für mit Wasserstoff betriebenen Fahrzeugen (was umweltfreundlicher ist als, Elektroautos).

15

Ende der Austeritätspolitik. Schluss mit der Zahlung von Zinsen auf Schulden, die als unrechtmäßig erklärt wurden und Beginn der Schuldentilgung – ohne auf das Geld dafür von den Armen und weniger Armen zu nehmen, sondern durch das Aufspüren von 80 Milliarden Steuern, die hinterzogen worden sind.

16

Die Ursachen für erzwungene Migration müssen offen gelegt werden Asylbewerber müssen anständig behandelt werden. Sie haben Recht auf Wohnung, Sicherheit, Ernährung sowie auf Bildung für die Minderjährigen. Zusammenarbeit mit der UNO, damit Aufnahmelager bis zum Abschluss des Asylantrages in zahlreichen Ländern eröffnet werden können.

17

Rückführung abgelehnter Asylbewerber in ihr Ursprungsland.

18

Umsetzung einer wirklichen Integrationspolitik. In Frankreich zu leben heißt, Franzose/Französin zu werden – Französisch-Kurse, Kurse in französischer Geschichte und in Bürgerkunde mit Abschlusszeugnis am Ende des Zyklus.

19

Festlegung eines Maximallohns von 15.000 Euro.

20

Schaffung von Arbeitsplätzen für Arbeitslose.

21

Erhöhung der Behindertenzulagen

22

Mietbegrenzungen. Schaffung von Sozialwohnungen – insbesondere für Studenten und prekär Beschäftigte.

23

Verbot des Verkaufs von französischem Volkseigentum (Staudämme, Flughäfen...)

24

Zurverfügungstellung von ausreichenden Mitteln für Justiz, Polizei, Gendarmerie und Armee. Die Überstunden der Ordnungskräfte müssen bezahlt oder abgefeiert werden.

25

Alle Mauteinnahmen müssen für den Unterhalt der Autobahnen und Landstraßen Frankreichs sowie für die Straßenverkehrssicherheit verwendet werden.

26

Die Gas – und Elektrizitätswerke, deren Preise im Zuge der Privatisierungen gestiegen sind müssen wieder öffentliche Werke werden und die Preise müssen wieder fallen.

27

Sofortiger Stopp der Einstellung öffentlicher kleiner Transportlinien, Stopp der Schließung von Postämtern, Schulen und Entbindungsstationen.

28

Besseres Wohlergehen für unsere älteren Mitbürger. Verbot der Gewinnerzielung auf ihre Kosten. Schluss mit den Zeiten des „Grauen Goldes“, die Zeiten des „Grauen Wohlergehens“ müssen beginnen .

29

Maximal 25 Schüler pro Klasse von der Vorschule bis zur Abschlussstufe.

30

Bereitstellung von Geldmitteln für die Psychiatrie.

31

Volksentscheide sollen in die Verfassung aufgenommen werden. Schaffung einer gut lesbaren und effizienten Website, überwacht durch ein unabhängiges Kontrollorgan auf der die Menschen Gesetzesvorschläge einbringen können. Wenn ein solcher Vorschlag 700.000 Unterschriften erhält, muss er von der Nationalversammlung diskutiert, ergänzt und gegebenenfalls mit Änderungsvorschlägen der Nationalversammlung vorgelegt werden, die verpflichtet ist, ihn genau ein Jahr nach dem Stichtag der Erlangung der 700.000 Unterschriften, der französischen Bevölkerung zur Abstimmung vorzulegen.

32

Rückkehr zu einem 7-Jahres-Mandat für den Präsidenten der Republik. Die Wahl der Abgeordneten zwei Jahre nach der Wahl des Präsidenten würde dem Präsidenten der Republik ein positives oder negatives Signal zu seiner Politik geben. Dies würde dazu beitragen, der Stimme des Volkes Gehör zu verschaffen.

33

Rente mit 60 Jahren. Recht auf Rente mit 55 Jahren für alle Personen, die körperlich schwer arbeiten – beispielsweise Maurer oder Schlachthausarbeiter.

34

Da ein Kind von 6 Jahren noch nicht auf sich selber aufpassen kann: Verlängerung des Systems PAJEMPLOI (Zuschüsse für Kinderbetreuung) bis zum 10. Lebensjahr des Kindes.

35

Förderung des Schienengütertransports.

36

Kein Quellensteuerabzug.

37

Schluss mit den lebenslangen Bezügen für Altpräsidenten.

38

Verbot zur Erhebung einer Gebühr durch Händler, wenn ihre Kunden mit Kreditkarte bezahlen.

39

Besteuerung von Schiffsdiesel und Kerosin.

Diese Liste ist nicht vollständig aber später wird der Wille des Volkes gehört und angewandt werden über die Schaffung eines Systems des Volksentscheides, das schnell eingeführt werden muss.

Abgeordnete, lasst unsere Stimme im Parlament sprechen Gehorcht dem Willen des Volkes

Wendet diese Anweisungen an

Die Gelbwesten

RE: Schrei einer Epoche | 09.12.2018 | 17:41

Lieber Herr Herden,

danke für den Artikel, der schön das Wichtigste sortiert und mal wieder Ihren scharfen analytischen Verstand aufblitzen lässt!

RE: Ihre Favoritin | 09.12.2018 | 15:13

Danke!

Dieses Lachen der Frau von der Leyen zeigt uns sehr viel!