Angie

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RE: Bewaffnete Hilflosigkeit | 07.12.2015 | 19:53

Das, die jetzige Situation gut beschreibende, Zitat der auch von mir geschätzten und leider zu früh verstorbenen Irmtraud Morgner:

"Dumm und mit Initiative – diese Dilettantenvariante ist die gefährlichste für militante Unternehmungen."

beschreibt m.M.n. eine Spielart des Dunning-Kruger Effekts:

"Als Dunning-Kruger-Effekt bezeichnet man eine Spielart der kognitiven Verzerrung, nämlich die Tendenz inkompetenter Menschen, das eigene Können zu überschätzen und die Kompetenz anderer zu unterschätzen. Der populärwissenschaftliche Begriff geht auf eine Publikation von David Dunning und Justin Kruger aus dem Jahr 1999 zurück. In der psychologischen Fachliteratur selbst spielt er bislang kaum eine Rolle, wohl aber in akademischen Publikationen außerhalb der Psychologie sowie in Blogs und Diskussionsforen des Internets.

Wenn jemand inkompetent ist, dann kann er nicht wissen, dass er inkompetent ist. […] Die Fähigkeiten, die man braucht, um eine richtige Lösung zu finden, [sind] genau jene Fähigkeiten, die man braucht, um eine Lösung als richtig zu erkennen.“ David Dunning

An der Cornell University erforschten die beiden Wissenschaftler diesen Effekt in weiteren Experimenten und kamen 1999 zum Resultat, dass weniger kompetente Personen

- dazu neigen, ihre eigenen Fähigkeiten zu überschätzen,

- überlegene Fähigkeiten bei anderen nicht erkennen,

- das Ausmaß ihrer Inkompetenz nicht zu erkennen vermögen,.

Wikipedia (gekürzt)

RE: Drei Mechanismen der „Lügenpresse“ | 01.12.2015 | 12:28

Zunächst vielen Dank Herr Jeschke für ihren wieder sehr informativen und sachkundigen Beitrag.

Dazu noch eine m.M.n. wesentliche Ergänzung zu der Stellungnahme von Tom Van Doorsselaere

Ein Gespräch mit einem pensionierten Jetpiloten über diesen Sachverhalt "Kurvenradius" brachte mir folgende neue Erkenntnis.

Die Piloten sind darauf trainiert bei einer Explosion bzw. lautem Knall mit Erschütterung etc. sofort und ohne nachzudenken den Auslöser des Schleudersitzes zu betätigen.

Zehntel Sekunden entscheiden dann über Leben und Tot.

Danach ist der Jet dem freien Spiel der Kräfte ( wo explodiert zuerst was) überlassen. Die SU-24 kann dann durchaus 90 Grad Kurven mit weitaus engerem Radius vollziehen, wenn z.Bsp. das linke Triebwerk Ljulka AL-21F-3 durch einen Treffer einer L-L-Rakete mit Infrarot-Sensor zuerst ausfällt.

Der begrenzenende Faktor Mensch (mit G-Kräfte < 10) ist ja nicht mehr im Jet.

In dieser Tatsache liegt meiner Meinung nach der logische Fehler in den Überlegungen von Herrn Van Doorsselaere.

RE: Offene Fragen zu MH-17 | 13.10.2015 | 17:52

Hallo @cyberdruck,

bitte ersparen sie sich und den Lesern dieses Forums das Widerkäuern dieser langen Liste von t.w. vielfach widerlegten Falschbehauptungen und erneuten Beweisnachfragen.

Zwei Beispiele von Vielen:

""Es ist nämlich kein gegenwärtiges Luftabwehrsystem bekannt, dass Maschinen in einer Höhe von 6500 Metern, nicht
aber in einer Höhe von 10000 Metern abschiessen kann.""
Wofür sie welche Quellen haben?"

=> Es grenzt schon an Überheblichkeit, diese aus vielen Nachschlagewerken ermittelbare Tatsache als jetzt noch nachweispflichtig darzustellen.

""Die Nach-Maidan-Regierung war offen und extrem antirussisch.""

Wäre schön, wenn sie das definieren könnten, von der ukrainischen Regierung habe ich die Selbstbezeichnung "antirussisch" jedenfalls noch nicht gehört."

=>Analoges Anklagemuster:

Man kann dies einfach an ihren Taten(Gesetzen) sehen.

Es gibt eine Vielzahl von "antirussischen" bzw. "Russland diskriminierenden" Gesetzen, die sie mit etwas Geduld auf der Webseite der Obersten Rada nachlesen können:

http://rada.gov.ua/en

Dies abzustreiten ist gerade zu obzön.

PS..

Das der vielfachen Lüge/Manipulation überführte Portal Bellingcat** als Kronzeuge für irgend etwas zu benutzen, diskreditiert vorallem sie selbst.

**Interview zu angeblichen MH17-Manipulationen: "Bellingcat betreibt Kaffeesatzleserei"

http://www.spiegel.de/politik/ausland/mh17-satellitenbilder-bellingcat-betreibt-kaffeesatzleserei-a-1036874.html

**Was wir aus der Berichterstattung über den Bellingcat-Report lernen

http://www.spiegel.de/spiegel/spiegelblog/bellingcat-bericht-zu-mh17-was-wir-lernen-a-1037135.html

RE: Saakaschwili gegen Jazenjuk | 09.09.2015 | 12:15

Danke, wieder einmal eine ausgezeichnete Analyse !

Eine kleine Ergänzung sei mir erlaubt.
Wenn Sie schreiben:

"Das sehen freilich die „Falken“ in den USA ganz und gar nicht so. Paradoxerweise haben sich die Sicherheitsstrukturen der USA in den vergangenen 15 Jahren als strategisch inkompetent erwiesen, ...................

Die Erkenntnis der eigenen Inkompetenz ist aber bei Inkompetenten eher selten anzutreffen."

sei darauf hingewiesen, daß sich für diesekognitive Verzerrungdie Bezeichnung "Dunning-Kruger-Effekt" eingebürgert hat.

RE: CORRECT!V korrigiert | 13.01.2015 | 15:35

@aquadrat @Gunnar Jeschke

Ich hätte da noch eine Frage zu dem "Fire Dome" Radar. Gehe ich recht in der Annahme, daß dies dem Feuerleitradar (9S470/9S470M1) entspricht, dessen Reichweite (Aufschalten des Ziels ) in der Literatur (zBsp. Wikipedia) mit 32 Km angegeben ist?

Gesetzt der Fall es wäre so, dann könnte man zwar ein hypothetisches Ziel mit etwas Glück (oder Hilfe?) in 50-60 km Entfernung und einer Höhe von 10 km entdecken, den Startvorgang der Rakete erst bei einer bei einer Boden-Entfernung von ca. 30 km auslösen?

Würde dies nicht den Wirkungskreis (Abstand Treffer zu BUK) eines einzelnen BUK M1- TELAR unter der Berücksichtigung der Daten (Ziel in 10 km Höhe mit einer Geschwindigkeit von 900 km/h ) auf einen Radius von MAX. 15 KM begrenzen?

Aus den Angaben des Untersuchungsberichtes (letzte Position) und des CORRECT!V / Spiegel-Berichtes (Abschuß-Position der Buk M1) ergibt sich jedoch über Google-Earth eine Entfernung von 21,5 km.Schließt dies nicht den durch CORRECT!V ermittelten Abschußort aus??