Nansy

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RE: Von wegen zu dick! | 31.10.2012 | 17:10

In der Tat, die Panikmache um die angebliche "Epidemie" Übergewicht kann einen schon fassungslos machen.

Eine kurze Recherche in Google fördert folgende Monsterzahlen zu Tage:

"Wie das britische Fachjournal „The Lancet“ in einem Leitartikel berichtet, sind insgesamt mehr als zwei Milliarden Menschen übergewichtig oder fettleibig."
"Weltweit 1,7 Milliarden Übergewichtige, davon 300 Millionen Adipöse"
"Mehr als 1,5 Milliarden Erwachsene Menschen auf der Welt sind einer neuen Untersuchung zufolge übergewichtig."
"Weltweit sind mehr als 1 Mrd. Menschen übergewichtig"
und dann noch: "Eine halbe Milliarde Menschen ist übergewichtig"

Hat noch jemand Lust, eine Schätzung abzugeben? Auf eine Milliarde mehr oder weniger kommt es wohl nicht an. Das hat nichts mit Wissenschaft zu tun, hier soll den Menschen wohl systematisch Angst gemacht werden.

Bezeichnend für die Flexibilität der Grenzwerte ist die Entwicklung des BMI (Body-Mass-Index), der übrigens nichts über Gesundheitsgefahren im Zusammenhang mit BMI-Werten aussagt. Seit Juni 1997 gilt weltweit ein BMI zwischen 18,5 und 25 als Normalgewicht, ein BMI größer als 25 als Übergewicht, und ein BMI größer als 30 als krankhaftes Übergewicht bzw. Adipositas. So wurden 1998 mit Übernahme der WHO-Grenzwerte durch das US-amerikanische Gesundheitsinstitut mehr als 35 Millionen US-Amerikaner übergewichtig, ohne ein Gramm zugelegt zu haben. Vorher galten in den USA weniger strenge Grenzwerte: Frauen galten dort zuvor erst ab einem BMI von 27,8 als übergewichtig und ab einem BMI von 32,3 als adipös. Bei Männern lagen bei 27,3 bzw. 31,1.

Viele Studien zu Übergewicht werden von der Pharmaindustrie finanziert, die ganz zufällig gerade ein paar Abnehmpillen in der Mache haben oder Medikamente zum Senken des Blutdrucks oder des Cholesterinspiegels – wobei die Grenzwerte da durch Lobbyarbeit auch gerne nach unten korrigiert werden.

Es gibt also ein gemeinsames Interesse von WHO und Pharmalobby an Schreckensmeldungen zum Übergewicht bis hin zur absurden Einführung des Begriffs "Epidemie".

RE: Sehr zum Wohl | 09.06.2012 | 16:22

@Mans Hustermann:
Alkohol wird ihrer Meinung nach bei uns verharmlost? Da sind sie nicht ganz auf dem Laufenden. Die Prohibition, in Gestalt der WHO, arbeitet schon an diesem scheinbaren Problem.

Steuern erhöhen, Beschränkung der Verfügbarkeit, Werbeverbote, Warnhinweise auf Flaschen, so läßt sich der Entwurf für die Fortschreibung der Alkohol-Politik der Weltgesundheitsoranisation der UNO (WHO) zusammenfassen. Die Verfügbarkeit von Alkohol soll eingeschränkt werden. Als geeignete Maßnahmen werden restriktive Verkaufzeiten (wie zum Beispiel das Nachtverkaufsverbot wie in Baden-Württemberg), Beschränkung der Verkaufsstellen: kein Verkauf im Lebensmitteleinzelhandel, Abgabe nur über staatliche Monopole oder staatlich kontrollierte Läden, kein Verkauf übers Internet, empfohlen. Also ganz ähnliche Forderungen wie beim Kampf gegen den Tabak.

Dazu kommt die Einführung des Nonsensbegriffs "passiv-drinking" in der Presse, z.B. schon in England (einfach mal in Google eingeben).

Die Umsetzung einer schönen neuen Welt, wie die WHO es sich vorstellt, geht weiter. Tabak, Alkohol, Fett, Fast-Food stehen auch weiter auf der Agenda der Volkserzieher. Und das wird natürlich nicht ohne Verbote und Eingriffe in die Entscheidungsfreiheit abgehen, das versteht sich von selbst...

RE: Sind Autobahnen und Nichtraucherschutz vergleichbar? | 01.06.2012 | 10:05

Schon auf der dritten „Weltkonferenz Rauchen und Gesundheit“ unter der Leitung des britischen Mediziners George Godber (WHO-Direktor) hat man die Strategien entwickelt, mit denen unsere Gesellschaft heute auseinanderdividiert wird (Nichtraucher gegen Raucher). Eingeleitet wurde dort eine Erziehungsdiktatur, die Raucher zunehmend ins Abseits der Gesellschaft verbannt. Die Taktik, Tabakrauch als Gefährdung für die Gesundheit und das Leben der Nichtraucher darzustellen, wurde auf dieser Konferenz weiter entwickelt . Und schon damls war abzsehen, dass man in der Wahl der Mittel nicht zimperlich sein würde.
Als Ziele wurden u.a. genannt:

- Ein soziales Umfeld sollte geschaffen werden, in dem Rauchen nicht akzeptiert wird (Create a social environment in which smoking is unacceptable),

- Rauchen sollte in der Öffentlichkeit immer mehr erschwert werden (..we can and should make it more and more difficult for the individual to smoke cigarettes in public),

- Das Personal im Erziehungs- und Gesundheitswesen sollte einer Gehirnwäsche gegen das Rauchen unterzogen werden (Those in education and public health will be the first to be brainwashed into antismoking)

- Die Tabakindustrie sollte verteufelt werden (Demonize the tobacco industry)

- Sogar die Frauenemanzipationsbewegung sollte für die Zwecke der Antiraucherbewegung eingespannt werden (The utilization of the women's liberation movement to encourage rebellion against the old social systems by the act of not smoking ).
Nachzulesen hier: www.rampant-antismoking.com/

Die Methoden der Angstmacherei, der Lügen, Wahrheiten und Halbwahrheiten sind also nicht neu. Schleißlich ist das von der WHO selbst vorgegebene Endziel, eine "tabakfreie Welt" zu schaffen. Da darf man dann auch nicht zimperlich sein....

RE: Sie nicht! | 26.04.2012 | 10:40

Es ist beruhigend, dass das Thema Anti-Diskriminierung noch auf der Tagesordnung steht. Natürlich muß man zu der richtigen Gruppe gehören, sonst darf man nicht auf Beistand hoffen. Dicke Menschen, Freunde eines guten Glases Wein oder Raucher gehören nun mal nicht zu den richtigen Gruppen. An diesen Gruppen darf jeder, gesellschaftlich akzeptiert, seine Abneigungen ausleben.

RE: Das kommt nicht in die Tüte! | 02.12.2011 | 09:04

Zitat: "Vielleicht hätte die Forderung besser nicht von den Grünen kommen sollen, denen seit jeher das Image der Spaßbremse anhaftet."

Das ist ja die Untertreibung des Jahres! Die Grünen sind nicht nur Spaßbremsen, sie sind vor allem die Verbotspartei schlechthin. Da fallen mir auf anhieb folgende Verbotsforderungen ein:

Verbot von Motorrollern, Rauchverbote, weitreichende Verbote für Alkohol, Verbot von Alkoholwerbung, Verbot für Süßigkeitenwerbung, totale Grillverbote in Parks und auf Grünflächen, Verbot von Gas-Heizstrahler, Zuchtverbot für Kampfhunde....u.s.w.

Die Aufzählung könnte man bestimmt noch erweitern. Und die 22-Cent-Abgabe auf jede Plastiktüte war ja nur die "zweitbeste Wahl" der Grünen - vorher ging es natürlich um ein Verbot von Plastiktüten!

RE: Die risikolose Gesellschaft | 21.11.2011 | 10:11

Interessant ist, dass dieser Artikel in vielen Kommentaren offensichtlich missverstanden wird. Da wird für oder gegen Fahrradhelme argumentiert, dabei entwickelt sich in Deutschland (vielleicht auch in anderen Industrieländern) eine Gesellschaft, die sich nur noch mit staatlicher Bevormundung wohlzufühlen scheint. Wir haben inzwischen verlernt, selbst Verantwortung für unser Handeln zu übernehmen. Daraus resultiert der absurde Anspruch an den Staat, er möge stellvertretend für uns alle Verantwortung übernehmen. Das führt dann zu der allseits bekannten Zustimmung der Bevölkerung für Verbote, Vorschriften und Überwachungsmaßnahmen. Wenn man mal längere Zeit in anderen Ländern der Dritten Welt verbracht hat, wird einem diese Mentalität äußerst befremdlich vorkommen.

Das macht sich nicht erst an einer möglichen Fahrradhelmpflicht fest, sondern eben auch an anderen Verbotsforderungen und Zwangsbeglückungen: natürlich sind die Dicken und Übergewichtigen im Fokus der Gesundheitsfanatiker, ebenso die Raucher und Alkoholtrinker, Salzverbote für Restaurants wurden schon in New York diskutiert, auch Parfümverbote für Angestellte in manchen Städten der USA und Kanadas haben sich durchgesetzt. Es wird wohl nicht lange dauern, bis diese Forderungen auch in Deutschland erhoben werden.

Was offenbar gar keine Rolle mehr spielt, ist die Entscheidungsfreiheit des einzelnen. Entscheidungsfreiheit bedeutet aber auch, dass man sich falsch entscheiden kann.

RE: Die risikolose Gesellschaft | 21.11.2011 | 09:47

Die Erwähnung des Rauchverbots in diesem Zusammenhang ist kein Wermutstropfen, da es hier vom Ursprung her um die Durchsetzung einer tabakfreien Welt geht (nach eigener Aussage der WHO)
Allerdings führten die Rauchverbote und die Ausgrenzung der Raucher erst dann zum Erfolg, als man den sogenannten "Passivrauch" für die Argumentation entdeckte.

Auf der "Weltkonferenz über Rauchen und Gesundheit" in New York 1975 hat man diese Strategie entwickelt, um im Kampf gegen den Tabak Boden gut zu machen. Man hat den Antiraucher-Aktivisten erzählt, dass es die wesentliche Voraussetzung für die Eliminierung des Rauchens sein würde, "eine Atmosphäre zu schaffen, in der aktive Raucher so wahrgenommen werden, dass sie die Menschen um sich herum schädigen, insbesondere ihre Familien sowie jegliche Säuglinge und Kleinkinder."

Wie gut die Angstmacherei funktioniert hat, kann man daran sehen, dass die WHO in ihrem jetzt aktuellem Kampf gegen den Alkohol den ebenso unsinnigen Begriff "Passivtrinken" eingeführt hat. Die Eingabe des Suchbegriffs "passiv-drinking" in Google führt zu ersten Zeitungsartikeln mit diesem neuen/alten Kampfmittel.

RE: Gemeiner Durst - Verbot schluckt Verstand | 03.09.2011 | 18:58

Und wie mir das aus dem Herzen spricht. Der Mann hat ja so recht.

Wie unsere Gesellschaft einmal aussehen könnte, wenn sich die Asketen und Gesundheitsfanatiker einmal durchgesetzt haben, kann man an dieser Meldung aus dem Land der Prohibition sehen:

www.csn-deutschland.de/blog/2011/06/20/dienstanweisung-soll-gesundheit-der-mitarbeiter-verbessern/

"Arbeitgeber verlangt: Kein Parfüm, keine Kekse, keine Limonade, keine Pommes…"

Na denn...

RE: Gemeiner Durst - Verbot schluckt Verstand | 03.09.2011 | 11:07

schön argumentiert, claudia.

Aber in ca. 10 Jahren auch keine Gefahr mehr, da dann die Raucher zusammen mit den Trinkern wahrscheinlich vor dem Lokal stehen müssen und im Freien diese Gefahr ja entfällt...

RE: Gemeiner Durst - Verbot schluckt Verstand | 03.09.2011 | 09:48

und so ist es auch schon einmal im ''British Medical Journal'' begründet worden, Kay!

Zitat: "A cigarette emits roughly a half milligram of active Class A carcinogens with the most significant in terms of weight being benzene at 3/10ths of a milligram. A standard martini releases roughly one full gram of the Class A carcinogen ethyl alcohol into the air in the space of an hour: an amount equal to 2,000 cigarettes."

Siehe: www.bmj.com/content/330/7495/812/reply#105082
unter der Überschrift: ''Secondary Smoke, Alcohol, and Deaths... ''

Bisher begnügt man sich aber mit der Erklärung, mit "passivtrinken" seien die Folgen und Kosten des Alkohols für die Familie und die Gesellschaft gemeint.
Was aber meiner Meinung nach nicht bedeutet, dass man zukünftig nicht auch versuchen wird, die angeblichen Gesundheitsgefahren des Alkohols für Dritte zu beweisen.