RE: Die Rückseite des Begehrens | 26.12.2017 | 08:35

Begehren und begehrt-werden-wollen gehören schon zum Thema. Da macht die Autorin durchaus einen wichtigen Punkt.

Für das Gefühl begehrt zu werden, machen sich Frauen sexy auf und Männer kaufen sich dafür vielleicht eher ein großes, schickes Auto.

Begehrt zu werden, verschafft jedenfalls ein Gefühl der Macht – sogar dann, wenn nur der Falsche „anbeißt“, sofern dieser dabei einigermaßen zurückhaltend umgeht. Wenn dieser Falsche aber zu weit geht, also das Falsche sagt oder gar tut, bedeutet das Entmächtigung. Das Spiel mit dem Feuer droht dann außer Kontrolle geraten. Womit die ganze gefühlte Macht dahin ist.

Auf der anderen Seite stehen dann diejenigen Männer, die wiederum weibliches Desinteresse und Abweisung als Entmächtigung auffassen und sich nicht zu schade sind, sich gehen zu lassen und ihre körperliche (oder hierarchische) Überlegenheit ausnutzen. Das ist demütigend und rechtfertigt selbstverständlich einen #Metoo-#Aufschrei.

Das Problem ist also natürlich nicht das sexuelle Begehren an sich, sondern mehr die Machtgeilheit, die einerseits über eine starke sexuelle Anziehungskraft und andererseits über körperliche und/oder hierarchische Überlegenheit ausgelebt wird.

Wobei aber bei Weitem nicht jede Frau danach strebt, wie ein Honigtöpfchen von hungrigen Bienen umschwärmt zu werden und bei Weitem auch nicht jeder Mann eine ausgeprägte Tendenz hat, gegenüber Frauen in irgend einer Form übergriffig zu werden. So verhalten sich in der Regel nur arme Würstchen mit einem überhöhten aber fragilen Selbstbewusstsein.

RE: Erlebnisse in der "Dritten Welt" | 18.04.2014 | 20:47

"das wird alles kommen." - Schön! - freue mich schon darauf!

Ihnen ebenfalls schöne Ostertage!
(Ms) Naledi

RE: Erlebnisse in der "Dritten Welt" | 18.04.2014 | 19:31

Eigentlich mag ich autobiographische Texte nicht so gerne und zwar aus dem einfachen Grund, weil sie oftmals vor peinlichem Exhibitionismus, Selbstbeweihräucherung und/oder pathetischer Hybris nur so triefen. Kritische Selbstreflexion ist leider weniger erkennbar.
„Ihre Story“ könnte mich aber dennoch interessieren, da Sie offenbar noch der idealistischen Helfer-Generation angehörten, die Entwicklungshilfe an den „grass-roots“ betrieb. Hilfe zur Selbsthilfe.
Ich erhoff(t)e mir etwas über Ihre konkreten Arbeitsinhalte zu erfahren. Mit wem Sie auf welchen Ebenen vor Ort zusammen arbeiteten. Welchen konkreten „Auftrag“ Sie hatten. Mit welchen Schwierigkeiten Sie ggf. zu kämpfen hatten. Und für wie wirksam und nachhaltig Sie Ihren Beitrag zur Hilfe so im Nachhinein einschätzen. Und woran Sie das messen.

Wenn Sie diese Aspekte etwas in den Fokus rücken würden, wäre Ihnen mein anhaltendes Lese-Interesse sicher.
Beste (Oster)Grüße!

RE: Musik, Leidenschaft & Textinhalte VII | 25.09.2013 | 15:09

Zu Musik, Leidenschaft und Textinhalten bzw. zu Abbas "winner", "loser", pain und history ist mir auch noch ein Song-Text eingefallen:

New Age

If love was a word, I don't understand.
The simplest sound, With four letters.
Whatever it was, I'm over it now.
With every day, It gets better.

Are you loving pain, loving the pain?
And with everyday, everyday
I try to move on.
Whatever it was,
Whatever it was,
There's nothing now.
You changed.
New Age.

I'm walking away, From everything I had.
I need a room with new colours.
There was a time,
When I didn't mind living the life of others.

Are you loving pain, loving the pain?
And with everyday, everyday
I try to move on.
Whatever it was,
Whatever it was,
There's nothing now.
You changed.
New Age.

So much fire that it burned my wings.
Her heat was amazing.
Now I'm dreaming of the simple things.
Old ways, erased.
If love was a word,
I don't understand.
The simplest sound,
With four letters.

Are you loving pain, loving the pain?
And with everyday, everyday
I try to move on.
Whatever it was,
Whatever it was,
There's nothing now.
You changed.
New Age.


RE: Die Liebeshandlung (89-110) || Warum sich überhaupt verlieben? | 06.02.2012 | 08:31

Es ist toll sich zu verlieben, weil dann die ganze Welt in einem neuen Glanz erstrahlt und man immerzu ausrufen möchte: Das Leben ist schön! ;-)

RE: Der einsame Wolf ist tot .... | 26.01.2012 | 20:55

„Wenn Frau heute klipp und klar erklärt, sie macht sich nichts aus Kindern, verspürt auch sonst keinen Drang irgendwelche Dienste als Kummerkasten zu verrichten, …“
… „aber sollte die Emanzipation den Frauen nicht gerade ermöglichen selber zu entscheiden, wie sie ticken wollen und zwar ganz ohne Bestrafung?!“
Ja was denn, soll frau sich ihren eigenen Weg jetzt von den anderen erlauben lassen? Das ist doch gerade der Kick, das Abenteuer am Leben, alles anders zu machen und darauf zu pfeifen, was andere davon halten.
Ich weiß gar nicht, was Sie mit diesem rundumschlagenden Lamento überhaupt sagen wollen: Müssen mehr einsame Wölfe her, damit Sie nicht so alleine sind? Macht Ihnen das Anderssein eben auch nur im Rudel Spaß?

RE: Wulff und die Muslime in Deutschland | 18.01.2012 | 20:56

Ich habe das als einleitende Klarstellung verstanden, dass es „die Muslime“ als einheitlich handelnde Gruppe eben nicht gibt. So wird es auch Muslime geben, die Wulff aus anderen Gründen unterstützen und vermutlich auch welche, die ihn gar nicht unterstützen.

@ Lulu Morgenstern

Ein sehr gelungener Blog-Beitrag!