Intimste Daten im Netz

Krankenakte digital Die ­elektronische Gesundheits­karte ist nicht nur bei Ärzten umstritten. Viele ­befürchten den Kontrollverlust über Patientendaten. Die Krankenkassen wiegeln ab
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Schon vor sechs Jahren hat die Bundesregierung beschlossen, ein Datennetz für das gesamte Gesundheitswesen aufzubauen. Den Schlüssel zu den dort gespeicherten Informationen sollten die Patienten in Händen halten: eine „kleine, schlaue Karte“. Darauf ist nicht nur Platz, um Angaben für Notfälle zu speichern. Das Stück Plastik soll auch Zugang verschaffen zu all den Befunden und Verordnungen, die ein Patient gerne über sich archiviert haben möchte: Welches Medikament hat der Arzt verschrieben, auf welche Substanzen reagiere ich allergisch, was ist bei einer Operation passiert?

Allein der Patient darf bestimmen, was gespeichert wird und wer welche Teile der Akten einsehen darf – so die gesetzliche Vorgabe. Susanne Mauersberg vom „