Antagonismus

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RE: Ruhe vor dem Sturm | 09.12.2009 | 23:32

Die Proteste werden tatsächlich erst Samstag richtig beginnen; interessant ist, dass die Bewegung, die nun in Kopenhagen Station macht, zu großen Teilen identisch mit der klassischen globalisierungskritischen Bewegung ist, wie sie in Seattle, Genua und Heiligendamm zu erleben war. Auch der Protest gegen die NATO-Konferenz in Staßburg im April war hauptsächlich von globalisierungskritischen Organisationen und linksradikalen Akteuren geprägt und nicht wie das evtl anzunehmen wäre, von Anti-Kriegs-Aktivisten.

Interessant ist auch die Vielfalt der Kritik am Gipfel von Kopenhagen. Sicherlich, ein Gros der Demonstranten wird berechtigterweise vor allem die mäßige Effizienz der UN-Konferenz kritisieren. Der Flügel, der die kapitalistische Produktionsweise als Ursache für den drohenden Klimawandel begreift, ist jedoch mindestens ebenso groß und wird das öffentliche Bild der Proteste ab Samstag entscheidend prägen.
Kritisiert wird vom radikalen Flügel der Bewegung sowohl die "ideologische Modernisierung des Kapitalismus die in Kopenhagen vorangetrieben werden soll" [http://u7.antifa.net/ajak/09/] als auch wird die ökologische Krise in Zusammenhang mit der ökonomischen gestellt [http://www.dazwischengehen.org/story/2009/11/f-r-ein-ganz-anderes-klima-die-un-klimakonferenz-kopenhagen-unsicher-machen] und der Bezug zu "globalen Verteilungskämpfen" [http://www.antifa.de/] gezogen.

Bleiben wir gespannt, welches Bild der Protest gegen die COP15-Konferenz in der Öffentlichkeit annehmen wird.

RE: Auf der Suche nach dem Schuldigen | 07.02.2009 | 17:59

Danke. 100%ige Zustimmung.

Bleibt noch die Frage, wie dieses letzte "Weg damit!"umgesetzt werden könnte. An dieser Thematik bissen sich Linke in den letzten 150 Jahren die Zähne aus und ich befürchte, dass wir an dieser Stelle auch keine Lösung finden werden.