RE: Ein Erbe Luthers? | 27.09.2016 | 20:56

Schon Helmut Kohl sprach von: Gechichte ...

Da lacht der Freud - denn dieser Beitrag ist ähnlich anspruchslos dünnschichtig wie Helmuts Weltsicht ehedem. Was kann man dazu schreiben? Nix. Denn es läßt sich dazu nichts denken. Insbesondere nicht über das Spielen der deutschen Karte östlich der Elbe ...

RE: 1991: Das Streichholz | 20.08.2016 | 03:02

Warum noch über verschüttete Milch lamentieren?

Die Analyse der Gegenwart ist schwierig genug ... Und es gilt, einen Weg in die Zukunft zu finden ... in diesen stürmisch-dunklen Zeiten. Gasputin, Erdowahn, Trumpeltiere und ähnliches dräuen, Ayatollahs und Kims ille Jungs gibt's immer noch, Afrika und Arabien laufen aus ins unwillige Europa - was soll da noch der M... von gestern, das Aktuelle reicht ... bis zum Hals und darüber hinaus. Da iss nix mehr von Paradies, nur pfadloses Chaos. Wenn noch nicht heute, dann erkennbar morgen ...

RE: Eine neue Brille, bitte | 18.07.2016 | 04:15

Silvio Gesell auf "Rassist und Sozialdarwinist" zu reduzieren, geht eindeutig am Wesentlichen vorbei. Nur weil er im Stile der Zeit (er starb 1930) ein einem seiner vielen Texte das Geldverleihwesen noch mit Juden assoziierte, was dazumal eher naheliegend war, kann bei Gesamtwürdigung seiner Publikationen dieser Anwurf nicht aufrechterhalten werden.

Siehe auch https://de.wikipedia.org/wiki/Silvio_Gesell#cite_ref-44

Mit dem Vorwurf "Sozialdarwinist" ist gemeint die unwiderlegbare Anschauung, daß die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit der Individuen unterschiedlich ist und die Leistung eine gerechte Würdigung erhalten soll - ohne den Hilfsbedürftigen ebendiese Hilfe zu versagen.

Unter anderem schlug er vor, die Einkünfte des Staates aus den laufenden Bodennutzungsabgaben in voller Höhe als Mutterrente an die Mütter zu verteilen, gemäß der Zahl ihrer Kinder. Mit der Mutterrente verfolgte Gesell das Ziel, Frauen von Männern wirtschaftlich unabhängig zu machen, damit sie aus Liebe und nicht um der Versorgung willen einen Mann heirateten.Arno Klönne meinte: "Silvio Gesell war kein Antisemit und er war kein Nationalist oder deutscher Imperialist. Sein politisches Weltbild war auf Gleichberechtigung der Völker, Abbau der nationalen Grenzen, Freihandel und Frieden ausgerichtet."

So kurz sollte man Gesell also nicht abfertigen ...

RE: Die Entsaturierung der Satire | 13.06.2016 | 03:13

Um ein besseres Bild von Herrn Böhmermann zu bekommen, empfehle ich nachfolgend verlinkte "Zimmer-frei"-Ausgabe mit ihm: http://www.ardmediathek.de/tv/Einsfestival/Zimmer-frei-mit-Jan-B%C3%B6hmermann/Einsfestival/Video?bcastId=3540670&documentId=35484480

Viel Vergnügen!

RE: Der Tod des Neoliberalismus | 03.06.2016 | 01:01

Zur Kenntnisnahme - folgende Fehler im Text:

... Und jetzt kommt der IWF daher und beschreibt, wie eine „neoliberale Agenda“ sich während der vergangenen dreißig Jahre über den Globus ausgebereitet hat. Damit ist ...


... Der neoliberale Umbau der Gesellschaft hat kein wirtschaftliches Wachstum gebracht, sondern lediglich ein paar wenige erheblich viel reicher. (?) Die Zahl derjenigen, die auf Lebensmitteltafeln


... eine Lücke aufgetan. Denn zum die die Wissenschaftler (?) zwar sehr viel weiter, als Beobachter für möglich gehalten hätten. Doch

Vielleicht mal korrigieren? mfg

RE: Böhmermann, voran, voran | 13.05.2016 | 18:28

Nichtsdestotrotz endet für Herrn Erdogan wie auch für Sie das Recht auf Satire und Meinungsfreiheit an dieser Stelle - die nämlich dann jederzeit verboten werden könnte, wenn der Adressat eines Scherzes den Witz nicht versteht.

RE: "Die Zeit drängt" | 10.05.2016 | 17:45

Über Griechenland und griechische Reparationsforderungen gab's gerade im ARD-Programm eine erhellenistische Doku ...

Für alle, die noch glauben, die Griechen schulden uns was und die Deutschen ihnen nicht. Wir schulden den Griechen einen Marshallplan!

http://www.ardmediathek.de/tv/Reportage-Dokumentation/Geschichte-im-Ersten-Raub-und-Reparatio/Das-Erste/Video?bcastId=799280&documentId=35226072

Anschauen!

RE: Böhmermann, voran, voran | 01.05.2016 | 15:33

Sollten Sie es tatsächlich immer noch nicht verstanden haben, dass es Böhmermann nicht um die satirische Übertreibung von sexuellen Praktiken seitens des Herrn Erdogan ging, sondern um dessen ständiges unberechtigtes Beleidigtsein. Zur Belehrung hat er ihm ein Beispiel für ein berechtigtes Beleidigtsein-Dürfen geliefert. (Geklaut aus SPON http://www.spiegel.de/forum/kultur/serie-das-wort-das-ist-satire-thread-452943-1.html#postbit_43254730

Paßt aber als Entgegnung für die Böhmermann-Geißler ...

RE: Unsensibel den Jubel gesichert | 25.04.2016 | 07:17

Es gibt Dinge und Zusammenhänge, die man nur versteht, wenn man Abstand nimmt - oder gar von oben überschaut. Erhebt man sich ein wenig über den Lärm der Böhmerei, wird sie ganz klein ... und leiser, und dann kann man auch darüber lachen, ein wenig jedenfalls. (Nicht spöttisch, nur ein wenig heiter - beinahe ein wenig überheblich - aber nur fast.) Etwas mehr schon darüber, daß der gerahmte Text einen so unproportional großen Sturm hervorrief. Und dann über die, die diesen Sturm befeuerten, weil sie etwas Gerahmtes nicht von etwas Realem unterscheiden konnten. Dann gab's natürlich noch die Streitwilligen, die's nicht unterscheiden wollten. Desto schlimmer für sie.
Jeder, der sich diesen Schuh anzog und meinte, alle Umstehenden für den ganz gemeinen, niedrig gesinnten Schuhmacher halten zu können, ruft dann allerdings mein Mitleid hervor. Was soll man von jemandem halten, der mir zuruft: "Ha, jetzt sehe ich es ganz genau - Du hast mich schon immer für einen Ziegenficker gehalten!" und dann sogleich alle Deutschen für von ihm Vermutetes in Haftung nimmt? Diese und viele andere Unverständige rufen bei mir ein stummes Stoßgebet zu den guten himmlischen Mächten hervor: "Schickt Hirn vom Himmel!" und versuche durch einen ehrlichen freundlichen Blick den Eindruck hervorzurufen, daß ich Betreffende/n durchaus nicht mißachte. Denn wer sagt denn, daß ich nicht auch ein Quentchen von dem Hirn gut brauchen kann - und ich mir dessen bewußt bin? Im Übrigen: Die wenigen Ziegenficker, die es vielleicht gibt, gibt's hier nicht - und wenn doch - wie sollte ich sie erkennen? Und wollte ich das? Nein.
Begegnet mir in diesem summenden Haufen jedoch ein freundlich-friedlich besonnen Blickender, der weder sich noch schlechte Karikaturen im Rahmen allzu ernst nimmt, und stattdessen verzeihend und entspannt auf Böhmermann und seine vermeintlichen Opfer blickt, so denke ich (und freue mich darüber), daß wir, die Menschheit, am Ende gegen den Wahn vielleicht doch noch eine Chance hat.

RE: Satire oder rassistische Schmähung? | 22.04.2016 | 19:54

"Es gibt Menschen mit leuchtendem und Menschen mit glänzendem Verstande. Die ersteren erhellen ihre Umgebung, die zweiten verdunkeln sie.

(Marie von Ebner-Eschenbach)

Nach Durchsicht des verlinkten Artikels, der @Groucho-Perspektive einnimmt, fällt mir zu Groucho (Marx, der erfolgreiche Komiker) und Herrn Laberenz (NZZ) spontan (verboten ? satirisch) ein: Nomen est omen ...