Brexicuted

interfilm Festival Great Britain versinkt wie die Titanik krachend im Meer
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"Long live our noble queen" ruft der Patriot am Ende, ehe Großbritannien wie die Titanik krachend im Meer versinkt. Das Drama rund um den Brexit hat der Animationsmeister Chris Shepherd aus England in einem bitteren Filmessay festgehalten: Original-Tonaufnahmen aus den Tagen nach der Brexit-Abstimmung illustrierte er mit schrägen Nazis, Ewiggestrigen und mehr oder weniger normalen Briten. "Wir brauchen keine EU-Bevormundung" ist der Tonus.

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Bei arte läuft der Film in der Mediathek mit deutschen Untertiteln.

Ob nun geregelter oder ungeregelter Ausstieg aus der EU, die Zeit läuft ... geradewegs auf das interfilm Festival zu: Bis zum Festivalstart am 5. November 2019 im großen Saal der Volksbühne dürfte Klarheit über die Insel herrschen, vielleicht gibt es doch aber nur wieder Aufschub.

Great Britain ist ziemlich alt, das interfilm Festival gibt es aber immerhin schon in der 35. Ausgabe. Der Film "Brexicuted" läuft im Internationalen Wettbewerb und der dortigen Sektion Konfrontationen Human Rights Films im Programm Against all Odds. Preisgeber des Wettbewerbs ist die Bundeszentrale für politische Bildung.

Man kann abstimmen: "Brexicuted" ist auch beim Online Award EYES WIDE OPEN dabei, dem Wettbewerb mit Filmen über Umwelt und Gerechtigkeit. 9 kurze Filme sind bis zum 7. November im Rennen!

Die Briten also haben Abnabelungswunsch. Schon seltsam, wo die Welt partnerschaftlich geeicht sein sollte, will sie kollektiv, ja global weiterhin glücklich sein. Beispiel interfilm: Es ist für die Kulturschaffenden hart, jährlich Preisgeber, Förderer und Partner für das Festival zu finden. Aber: Mal schauen, wer hier wen überlebt!

12:57 20.10.2019
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