Kann Alexa töten!?

interfilm Festival Die Komödie "Synthia" aus Österreich zeigt, dass intelligente Haushaltsroboter gefährlich sind.
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Künstliche Intelligenz hält Einzug in die Lebenswelt. Diesen Trend spiegelt auch das 35. interfilm Festival wieder. Filme zur digitalen Identität gibt es in zahlreichen Sektionenund gebündelt im Spezialprogramm “Sci-Fi Shorts - Me, Myself and the Robot”. Die Beiträge machen deutlich, dass Künstliche Intelligenz die Fantasien des Science Fiction längst real werden ließ: Roboter mit mutmaßlich eigenem Wissen bringen die Menschwelt durcheinander.

Der Kurzfilm "Synthia" aus Österreich zeigt, dass der Lebensassistent Alexa durchaus das Potential zum Töten hat. Desweiteren gibt es Sex mit willigen Klonen (If [Girlfriend Deluxe] aus Frankreich), ein Marienkäfer gerät in eine vollautomatische Fabrik (Middleware aus Frankreich) und im Film “The Chef” aus USA kommt es in Anbetracht von Arbeitsplatzverlust durch künstliche Menschen zum Aufstand der Massen. Parties werden von Technikdrogen dominiert (Best Friend aus Frankreich) und im Krankenhaus, wo die digitale Betreuung bereits am Erfolgreichsten installiert wurde, gibt es kein Entrinnen vor den technologischen Besserwissern (Help3 aus Frankreich).

Auch im Internationalen Wettbewerb wimmelt es von Halbstarken aus dem Labor und bei “Hurlevent” aus Frankreich mutiert sogar die altehrwürdige Schrift. Was aber, wenn sich, wie im Film "2050" aus Russland, ein Cyborg als Mensch authentifizieren muss und das Chapta-Bilderrätsel nicht besteht? - Das interfilm Festival zeigt es vom 5. bis 10. November 2019 an 10 Berliner Spielstätten.

Zum Programm “Sci-Fi Shorts - Me, Myself and the Robot”

11:30 08.11.2019
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