Gute Nachrichten

Glück Wie schön ist es doch, wenn abseits der täglichen Hiobsbotschaften, mal eine wirklich gute Nachricht eintrifft und diese kam von meiner 92-jährigen Großmutter

Bei diesem Beitrag handelt es sich um ein Blog aus der Freitag-Community.
Ihre Freitag-Redaktion

http://antonymus.files.wordpress.com/2013/02/abflussrohr-img_5899_.jpg?w=445&h=282Foto: "Querdenken | Autor: Antonymus | Lizenz: CC by_sa

Gestern war ein guter Tag. Ich befinde mich aktuell auf Stellensuche und informierte mich zu diesem Thema, als dann eine Nachricht über Facebook einflatterte, die mich geradezu in ein olympisches Hoch versetzte. Davor regte ich mich noch maßlos auf, über mich, die Politik, die Menschen und im Grunde genommen über die ganze Welt.

Was war geschehen? Die Politik bot nichts neues, sondern den alltäglichen Kleinkram wie Korruption, Selbstinszenierung und großspurige Reden und Bekenntnisse. Ein jährlich wieder kehrender Fleischskandal, und die verlogenen Beschwichtigungen der er, die sich im Vorfeld eigentlich darum kümmern sollten, dass eben die Gier weniger Stinkstiefel nicht das Allgemeinwohl gefährdet. Aber, wenn ich ehrlich bin, interessieren mich solche News schon lange nicht mehr, da ich mich vom Rockzipfel des Staates längst abgenabelt habe, weitest gehend zumindest und mein Gemüse wächst auf gesunder Erde, was das Vieh erfreut und mich gesund füttert.

Interessanterweise las ich in einem Beitrag zu Arbeiten im Ausland, dass man querdenken, bei der kreativen Jobsuche und sich von den Koventionen lösen müsste. Was war damit gemeint? Berufung und Arbeit hin, Geld her? Eingentlich suche ich gar keinen Job, doch um mein Gewissen ab und an zu beruhigen, mache ich etwas, was in diese Richtung hinweist. Ganz entschlossen hackte ich den Suchstrang in das dafür vorgesehene Feld bei Google, und dann warf mir der Info Anbieter einen zugegeben interessanten Artikel, auf einer eher langweiligen Website aus.

Die Infos selbst überflog ich, bis auf die eine Passsage, die mir zwar nicht in Sachen Job weiterhalf, aber sie eignete sich zum rezitieren. Es war von einem "Sprung" die Rede und ich stellte mir geistig vor, wie ich auf einmal sämtliche Hürden des Lebens überspringen könnte, indem ich sie zum Beispiel nicht als Hürden betrachte, was auch der Tenor des Artikels war.

Und ich begann zu schwärmen, von diesem Sprung. Der Tag war bis dahin eher schleppend, doch nun sah ich mich hoch oben auf einer Klippe und plötzlich hatte ich keine Angst mehr vor den Tücken des Lebens. Auf meinem Smartphone traf eine Message ein, was ich jedoch ignorierte, denn ich wollte mein aktuelles Hoch nicht verlassen, denn "you never know", ob dir wieder ein Miesepeter das Leben madig machen will.

Nichtsdestotrotz, vermutlich weil es eine Art Sucht ist, sah ich eine kleine Nachricht bei Facebook. Sie stammte von meinem Bruder, von dem ich schon seit Monaten nichts mehr gehört habe. Stellt euch vor, hieß es und war an alle Familienmitglieder adressiert. Stellt euch vor, Oma ging gestern mit ihren 92 Jahren das erste Mal ins Kino.

Dann wusste ich, was zuvor mit Querdenken gemeint war.

Aufmacherfoto: Profil einer alten Dame auf Naturholz. Brennesselkraut/ Flickr (CC)

Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

Antonymus

Life is what happens to you while you are busy making other plans - John Lennon
Antonymus

Was ist Ihre Meinung?
Diskutieren Sie mit.

Kommentare einblenden