Antisemitismus muss härter bekämpft werden!

Antisemitismus tut! Syrischer Flüchtling will, dass die Politik etwas gegen den
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Antisemitismus - darüber müssen wir endlich klar diskutieren und es thematisieren. Wo die echten Probleme herkommen, damit es jedem klar wird. Der Antisemitismus hat in Deutschland leider bedrohlich zugenommen - laut Medienberichten. Meist sind antisemitische Beleidigungen und Bemerkungen an Brennpunkt-Orten wie in Berlin-Kreuzberg zu erleben - sowohl von radikalen Muslimen, wie von Nazis.

Auch an Schulen häufen sich diese Beleidigungen, auch die kommen meist von den muslimischen Mitschülern: Türken und Arabern. Das Opfer wird als „Jude“ verunglimpft. Die Mobbing-Opfer wechseln ständig die Schulen, um nicht wieder gemobbt zu werden. Die Täter aber fühlen sich cool , und sie sind sicher, nur ihren Glauben verteidigt zu haben.

Es ist kein Geheimnis, dass Juden von radikalen Muslimen als Feinde und heimliche Herrscher der Welt angesehen werden – angeblich hätten sie die Kontrolle über alle Politiker, also die ganze Welt. Ich kann mich gut daran erinnern, dass meine muslimischen Mitschüler in Syrien den Juden Hakenkreuze auf die Hände gezeichnet haben, und dass sie Hitler für seine Verbrechen an den Juden als Held gefeiert haben.

Ja, wir haben auch hier Probleme mit vielen Muslimen, und wer hier aus Angst schweigt, macht sich zum Mittäter! Viele haben Angst davor. Muslime zu kritisieren, weil sie mit Mord bedroht oder beleidigt werden.. Es ist die nackte Angst, die viele schweigen lässt. Aber eine Religion zu kritisieren, bedeutet noch nicht, Rassist, Christenhasser oder islamophob zu sein.

Ich meine, wir müssen die Juden in Deutschland, ebenso wie die Homosexuellen, und die Andersgläubigen ernst nehmen und beschützen. Die Opfer des Antisemitismus wechseln zu oft, aus Angst kommt es selten zu Anzeigen, und die Kippa wird lieber zusammen mit dem jüdischen Glauben zu Hause in der Schublade gelassen, um sich auf den Straßen sicherer zu fühlen.

Wenn ein Jude oder jemand anderer in einer Schule beleidigt wird, muss der Staatsschutz tätig werden, aber auch jeder Bürger, jeder Schüler darf nicht weggucken. Hier müssen wir handeln, und wenn wir gemeinsam handeln, lösen wir diese Probleme. Kein Mensch hat es verdient , aus irgendeinem Grunde diskriminiert zu werden. Und die Täter zeigen keinerlei Reue und sie sind Wiederholungstäter. Auch die Eltern dieser Schüler sind gefordert, denn sie müssten ihren Kindern zumindest beibringen, was gesunder Menschenverstand ist – das hat überhaupt nichts mit Religion zu tun.

Wegschauen? Nein.

Handeln? Ja.

Aras Bacho, Bündnis/Die Grünen 90. Folgt mir auf Twitter: @ArasBacho

10:20 29.04.2019
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Geschrieben von

Aras Bacho

Aras Bacho, 19, Flüchtling aus Syrien. Kolumnist bei HuffPost Deutschland und Oe24.at.
Aras Bacho

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