archinaut
06.11.2009 | 02:50 2

claim of dreams - die Einladung

StattSchloss: Die Chronometer müssen dringend justiert werden, die Zeitreisenden diskutieren den Entwurf

Ein Blog-Beitrag von Freitag-Community-Mitglied archinaut

Eine Diskussion im archinaut: 09.11.20??: „Ihr habt ein Rezept,“ fragt Peggy neugierig, „damit der Schlossplatz lebendig wird?“

„Eine Partitur des Zufalls?“ zweifelt Marlene, „Bäume mit Stimmen?“ „Der Autor wird ersetzt durch eine autopoetische Strategie, habe ich Euch richtig verstanden...“ fragt Jünger nach, „offen für jeden?“

„Für etwa fünf Millionen ..,“ die Brüder Humboldt erläutern den Entwurf, „ ein radikales Beteiligungsverfahren, so etwas hat man mal für den Flughafen Tempelhof vorgeschlagen.“

„Eine selbst generierende Konstellation,“ erläutert El Lissitzky das Modell, „durch die freiwillige Entscheidung schreibt sich die Verteilung in den Schlossgrund wie die Momentaufnahme eines Schwarms!“

Jede Form ist das erstarrte Momentbild eines Prozesses,“ ergänzt Mies, „jeder Stein hat eine Stimme, ein kleiner Chip ist drin mit einer persönlichen Botschaft, wie in einem Grundstein..... es wird auch Steine von Gruppen geben, von Paaren und Familien....“

„Der Platz bleibt unbebaut?“ fragt Marlene, und Jünger erwidert: „Noch achtzig Jahre, aber der leere Schlossgrund füllt sich wie die Klagemauer am verlorenen Tempel. Die Bäume geben das Dach.“

„Und wenn eine Person, eine Gruppe allein die Fläche einnehmen will?“ „Rechne mal....das wäre eine Aufgabe für eine Stiftung!“Jetzt ist es für einen Moment still im archinaut:

„Give it to the world, call it claim of dreams!“ ist der Vorschlag von John „The Brain“ Torrio.

Was ist mit der Jahreszahl? Die Chronometer an Bord müssen dringend justiert werden, die Zeitreisenden diskutieren den Entwurf.

Ob er was taugt?


1. Vision

.....es soll einen Ort geben,

an dem Du einen Platz für Deinen Traum schaffst-claim!


2. Ziel

Schwarz ist Dein claim SCHLOSS.

Hell ist Dein claim SCHLOSSFREIHEIT.

Die Einlage ist 100 Euro für eine Fläche

von zehn Zentimetern im Quadrat.


3. Weg

Ein Quadratmeter fasst 100 claims, 10 auf 10 Zentimeter.

Das Feld wird mit 50.000 Quadratmetern vermessen,

Platz für 5 Millionen Träume.

Willst Du Deinen Wunsch in einen claim schreiben?


4. Entscheidung

Findet SCHLOSSFREIHEIT die meisten Stimmen,

setzt Du auf Deinen claim als Platzhalter einen Stein,

darin ein Chip mit Deiner Botschaft wie ein Samenkorn.

Eine begehbare Erinnerungsfläche soll hier entstehen.

Die Platzhalter bleiben bis zum Jahr 2089.

Du kannst viele Wünsche in den Platz schreiben.

Du kannst Deinen claim jederzeit veräußern.

Findest Du Gefährten für Deinen Traum?

Du kannst Deine Botschaft ändern, solange Du lebst.

Willst Du hier einen Baum pflanzen?

Mit Deinem Verein musst Du mindestens 1.000 claims reservieren.

Auf dem Feld entsteht eine „open sculpture“

lebendig und schön wie das Meer.

Man wird diesem Ort viele Namen geben.

Jeder claim hat eine Botschaft.

Eine Spiegelung der Platzhalter lebt im Internet.


5. Hinter der Ziellinie

Zum 9. November 2089 wirst Du,

Deine Kinder oder Deine Nachfolger

mit allen anderen Eigentümern

über die Zukunft dieses Ortes abstimmen.

Findet Ihr ein Schloss?

Werdet Ihr eine Bank gründen?

Oder einen Wald pflanzen?

Einen Schlussstein setzen

oder einen neuen Anfang finden?

Hier endet der 34. Eintrag: Dieser Blog mischt Fiktion mit Realität. Ähnlichkeiten mit lebenden oder toten Personen sind zufällig und in der historischen Überlieferung nicht verbürgt. Ich bin nur der Navigator, mein Name sei NEMO:

Ich schreibe um unser Leben. Bitte bleib dran.

Nachtrag am 12.04.2012:

Im September 2011 werden im Blog der Freitag Community vier Studien veröffentlicht:

Studie Nr. 1: site / Lage

Studie Nr. 2:decision / Entscheidung

Studie Nr. 3: society / Gesellschaft

Studie Nr. 4: project / Projekt


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Dieser Blog mischt Fiktion mit Realität. Ähnlichkeiten mit lebenden oder toten Personen sind zufällig und in der historischen Überlieferung nicht verbürgt. Ich bin nur der Navigator, mein Name sei NEMO:

Ich schreibe um unser Leben. Bitte bleib dran.

Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.

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