Argumentumabsurdum

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RE: Habermas, Raab und Augstein im Gespräch | 20.02.2013 | 11:20

Wenn hier derart viel Zynismus aus den Kommentaren trieft, mag das vor allem daran liegen, dass Zynismus die einzig adäquate Möglichkeit ist, um der Situation angemessen zu begegnen.

Die aktuelle Diskussion wird doch deshalb so kontrovers geführt, weil die öffentlich-rechtlichen Sender ihrem eigenen Anspruch nicht mehr gerecht werden. Dass ein Stefan Raab jetzt versucht, sich in die entstandenen Lücken zu quetschen, kann als logische Konsequenz dieser Entwicklung gedeutet werden und zeigt nur an, wie groß diese Lücken inzwischen sind.

Auf der anderen Seite muss aber auch bedacht werden, dass Poltik nicht elitär sondern für jeden Bürger da ist. Und genau diesem Ansatz folgt Herr Raab; denn er erhebt den Anspruch, dass auch jeder (verkörpert durch seine Person) an der Politik teilnehmen darf und kann.

Ironischerweise hatte ich nichts gegen S.Raabs Ambitionen, bis ich oben stehendes Interview las. Denn dort stellt er zweifelsfrei klar, dass er kein wirkliches Interesse an der ganzen Sache hat, sondern es einfach mal ausprobieren möchte, eben weil er es sich zutraut. Überspitzt ausgedrückt: Man sollte dem Kind kein neues Spielzeug in die Hand geben, weil es von seinen alten inzwischen gelangweilt ist.