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RE: "Selbstbestimmt und solidarisch!" in Leipzig | 10.10.2017 | 16:19

Konferenz zu Migration / Überschattet von Rassismus durch Polizei

08.10.2017

"Konferenz zu Migration / Überschattet von Rassismus durch Polizei

In Leipzig ist am Sonntag die Konferenz „Selbstbestimmt und solidarisch! Konferenz zu Migration, Entwicklung und ökologische Krise“ zu Ende gegangen.

Drei Tage lang diskutierten im Leipziger „Westbad“ mehr als 700 Teilnehmende aus verschiedenen sozialen Bewegungen, auf welche Weise Flucht und Migration mit den vielfältigen ökologischen Krisen unserer Zeit sowie den vorherrschenden Vorstellungen von gesellschaftlicher Entwicklung zusammen hängen. Beteiligt waren unter anderem Initiativen, die zu Flucht und Migration, Bewegungsfreiheit, Klima, Kapitalismus, Landwirtschaft und Degrowth arbeiten – beteiligt waren auch viele Geflüchtete und Migrant*innen.

In 25 Workshops, auf vielen Podien, in zwei Theaterstücken, vier Ausstellungen und in offenen Diskussionsrunden ging es um Themen wie die Kriminalisierung von Migration, die Kämpfe von Frauen für selbstbestimmte Entwicklung, um die verheerenden Auswirkungen internationaler Handelsabkommen zwischen Afrika und Europa, und darum, wie der Klimawandel Fluchtursachen verschärft. Thema waren aber auch die Erfahrungen von Menschen auf der Flucht und die Situation Geflüchteter in Deutschland.

Rassistisch motivierte Polizeigewalt während der Konferenz

Überschattet wurde die Konferenz von rassistisch motivierter Polizeigewalt gegenüber zwei Referenten und zwei Teilnehmenden der Konferenz.

Die Referenten, die aus Kamerun kommen und in Deutschland leben, waren während der Konferenz in der Wohnung einer Tagesmutter untergebracht. Sie wurden von mehreren – offenbar von Nachbarn herbei gerufenen – Polizisten aus dem Schlaf geholt. Nachdem ein Referent die Tür geöffnet hatte, ging einer der Polizisten sofort gewaltsam auf ihn los, rief „Ausweis, Ausweis“ und verdrehte ihm gleichzeitig schmerzhaft den Arm – und dies, obwohl beide Referenten ruhig reagierten und sich gesprächsbereit zeigten. Einem der Referenten wurden sogar Handschellen angelegt. Erst nachdem die inzwischen herbei gerufenen Organisatoren der Konferenz mit den Polizisten sprachen, wurden die Referenten in Ruhe gelassen und die Polizei verließ den Ort.

„Ich wollte einen Freund anrufen, damit er mit der Polizei spricht, warum wir hier untergebracht sind und dass alles seine Richtigkeit hat“, berichtet der Referent Péguy Takou Ndie, „aber ich wurde gar nicht erst angehört. Mir wurde einfach der Arm so sehr nach hinten gebogen, dass ich heute noch Schmerzen in der Schulter habe.“

Der zweite der Referenten, Richard Djif, der aus Kamerun fliehen musste, weil er einen kritischen Dokumentarfilm zur dortigen Korruption und Unterdrückung gedreht hat, ergänzt: „Mich hat schockiert, dass die Polizisten sofort Gewalt angewendet haben, obwohl wir nur Schlafanzüge trugen und ganz offensichtlich nicht gefährlich waren. Ich fühle mich sehr unsicher in Deutschland, wenn rassistische Vorurteile bei der Polizei zu solchen Übergriffen führen. Eigentlich soll die Polizei doch für Sicherheit sorgen. Das erinnert uns daran, wie sehr man gegen Rassismus in der Gesellschaft Widerstand leisten muss.“

Organisatoren der Konferenz verurteilen Polizeigewalt

Das Organisationsteam der Konferenz – die Initiativen Afrique-Europe-Interact, Corasol und das NoStressTeam sowie das Konzeptwerk Neue Ökonomie in Leipzig, glokal e.V. und das Entwicklungspolitische Netzwerk Sachsen – verurteilen die rassistisch motivierte Polizeigewalt. „Wir sind empört, weil es wegen Alltagsrassismus und Polizeigewalt unmöglich war, ungestört die Zusammenhänge von Migration, selbstbestimmter Entwicklung und ökologischer Krise zu diskutieren und konkrete Handlungsmöglichkeiten zu besprechen“, sagte Matthias Schmelzer vom Konzeptwerk Neue Ökonomie." (...)

Quelle (1): https://www.konzeptwerk-neue-oekonomie.org/konferenz-zu-migration-ueberschattet-von-rassismus-durch-polizei/

Quelle (2): Leipziger Internetzeitung

RE: Der "ewige Soros" | 18.08.2017 | 16:58

Tomasz Konicz - ich wundere mich, dass der Autor jetzt im nd schreibt - hat in seinem Artikel da so einiges zusammengerührt. Ob das nicht mehr verwirrt als etwas klar werden lässt, steht dahin. Einiges scheint da nicht zusammenzupassen. Während manches wiederum nicht von der Hand zu weisen ist. Warum Konicz selbst in Bezug auf Soros von einem "jüdischen Milliardär" schreibt? Will er jegliche Kritik - auch berechtigte, fundierte - an Soros sofort als "Antisemitismus" diffamieren? - Ich bin mir ziemlich sicher, dass die meisten - welche berechtigte Kritik äußern oder einfach dummes Zeug mit Hass versetzt über Soros in die Welt setzen - gar nicht wissen, dass George Soros Jude ist. Übrigens ist Konicz selbst schon wg. eines Artikels auf Telepolis unter Kritik geraten (hier). Auch die Amadeu-Antonio-Stiftung und A. Kahane musste sich nicht von der Hand zu weisende Kritik gefallen lassen (hier und hier). Ich stelle immer öfters fest, dass da so mancher - anscheinend für eine gute Sache - ein bestimmtes Süppchen kocht. Fragwürdig. Gewiss. Nicht selten stecken Antideutsche dahinter.

RE: Der "ewige Soros" | 18.08.2017 | 12:56

Fakt ist: Soros beeinflusst Politik und Gesellschaft. Money makes the world go arround. Er tut das weil er es kann. Was andere ebenfalls tun. Das kann zum Nutzen der Demokratie oder der Bildung sein. Es können aber auch ganz andere Intentionen dahinterstecken, die anderen Interessen dienen. Das ist durchaus auch kritisch zu betrachten. Das sollten die Medien tun. Wie "unabhängig" ist etwa Correctiv, dass ebenfalls über die Soros' Stiftung unterstützt wird? Man muss ebenso die Bertelsmannstiftung kritisch begleiten. Noch dazu sind Stiftungen tolle Steuersparmodelle. Hier zwei kritische Artikel, die der Diskussion hier womöglich dienlich sein können: hier und hier.

RE: Landtagskandidat: Energiesperren verbieten | 22.05.2017 | 16:46

Wie der hier vorgestellte Kandidat und seine Partei in Dortmund bei der Landtagswahl NRW abgeschnitten haben, lesen Sie hier.

RE: Merkels Mehrwertsteuer-Staat | 19.05.2017 | 08:22

@MICHAELA Danke für die interessanten Anregungen. Nicht jeder kann vielleicht jeden dieser Punkte berücksichtigen, aber jede/r von uns kann sein Konsumverhalten ändern und somit gesellschaftliche Veränderungen anregen bzw. erwirken.

RE: Die Wiederentdeckung der Klassengesellschaft | 17.05.2017 | 09:34

Freut mich: Dieser Beitrag hat Erwähnung im Faktencheck von ZDF DIE ANSTALT vom 16. Mai 2017 gefunden.

RE: Wohin marschiert die Truppe? | 07.05.2017 | 16:33

@ZELOTTI Wenn die Berufung auf die Leistungen (!) Wehrmacht in der BW "vollkommen normal" ist, dann fände ich das schlimm. Für die NVA, wo ich meinen Wehrdienst abgeleistet habe, muss ich das empört von mir weisen. Das stimmt einfach nicht.