estaloca

studiert Geschichte und Germanistik in Münster
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RE: Die zwei Gesichter des Ostens | 23.02.2012 | 18:45

Ich nehme ganz einfach an, Herr Walter hat seinen Stefan Brakensiek - der zeitweise sogar sein Kommilitone gewesen sein müsste - gelesen. In diesem Sinne sind m.E. seine Ausführungen zu verstehen: Das protestantische Pfarrhaus als 'Reproduktionspool' staatstragender 'neubürgerlicher' (weil nicht städtischer) Funktionseliten. Die entsprechenden Publikationen finden Sie hier: www.uni-due.de/geschichte/publikationen.php?ID=109=STD

RE: Opulent, schmerzfrei, konventionell | 15.02.2012 | 20:09

Das ist unbestritten. Es scheinen aber auch kontextualisierende Momente eine große Rolle zu spielen. Die Songs mit 'klassischen' Protestsongthemen der Punk-Rock-Band Street Dogs (Gewerkschaften, Anti-Krieg) etwa sind eindeutig mehr Folk als Punk, um eben im entsprechenden Syntagma zu landen und sich in diese Tradition einzureihen. (Die Arbeiten von Moritz Bassler in diesem Bereich sind großartig!) Hinzu kommen unmittlbare textuelle Bezüge etwa zu Dylan

Für Herrn Morello ist mir die Berlin-Reise dann doch etwas weit. Ich werde das im Mai nachholen und mir American Aquarium auf ihrer ersten Europa-Tour ansehen/-hören. Ausgezeichneter Folk/Americana Rock mit Springsteen-Appeal.

RE: Opulent, schmerzfrei, konventionell | 15.02.2012 | 14:00

"...allerdings praktisch ohne Relevanz im täglichen Protest-Geschäft der Gegenwart, das spätestens seit Punk etwas weniger poetische, dafür aber deutlich krawalligere Musik bevorzugt."

Diese Feststellung scheint mir etwas problematisch. Zum einen halte ich Punk und Poesie nicht für widersprüchlich, zum anderen hat sich der 'Trend' in den letzten Jahren eher wieder in die andere Richtung verlagert und eben solche Phänomene wie TV Smith (Ex-Adverts), Tom Morello (EX-RATM) hervorgebracht.

Man beachte darüber hinaus die zahlreichen Musiker mit Punk-Rock-Background, die sich verstärkt - wenn auch nicht immer in erster Linie mit Protestsongs - in einem Folk-Kontext wiederfinden (Chuck Ragan (HWM), Tim Barry (Avail), Tom Gabel (Against Me), Dan Andriano (Alkaline Trio), Joey Cape (Lagwagon), Tony Sly (No use for a name) , Justin Sane (Anti-Flag)...).

RE: Glücksfall Gerechtigkeit | 10.08.2011 | 12:07

Kein Diskussionsbeitrag, nur ein grundlegender Literaturhinweis zu diesem Thema: Walter Benjamins "Zur Kritik der Gewalt".