Augstein und Blome
08.06.2012 | 17:35 30

Atommacht Israel – und Deutschland hilft

Ein Blog-Beitrag von Freitag-Community-Mitglied Augstein und Blome

Zugespitzt und subjektiv: In der Phoenix-Sendung Der Tag prallen jeden Freitag Standpunkte und Perspektiven aufeinander, wenn Jakob Augstein, Verleger des Freitag, und Nikolaus Blome, Leiter des Hauptstadtbüros der Bildzeitung, auf ganz persönliche Art und Weise die politischen Geschehnisse der Woche reflektieren.

Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.

Kommentare (30)

alexbln 09.06.2012 | 05:50

der iran reichert uran nur deswegen waffenfähig an, weil es sein gutes recht ist. allen voran brauchen auch die heldenhaften aufständischen in afghanistan und somalia eine. die freiheitsbewegungen und nach butler sozialen bewegungen haben schließlich das gleiche recht. warum haben die salafisten in nrw keine - selbst verständlich nur zum selbstschutz gegen die fiese westliche, islamfeindliche dekadenz. warum hat al qaida keine? die müssen sich ja nun vor den menschenverachtenden imperialistendrohnen schützen. warum hat die kreuzberger wortpolizei keine, die sich immer noch kraftvoll aber erfolglos gegen jede mac donald-filiale in ihrer einst befreiten zone stämmt?

diese friedliebende iranische republik der friedlichsten aller religionen, die sich ganz liebevoll um die bahai und christen in ihrem land kümmert, die frauen das geschenk des schleiers und der keuschheit förmlich aufzwingen muss, diese friedliebende republik, die den perversen besondere aussichtsposition in ihren fußballstadien organisiert und wo bei jeder friedlichen demonstation die von den friedvollen, pluralistischen machthabern organisiert werden friedfertige zionisten-und-ami-fahnenfeuer angelegt werden, dieser freiesten aller republiken sollten wir, nein nicht antisemitischen, sondern nur antizionistischen linken eine atombombe spenden, denn es ist ja schließlich ihr gutes recht - allah-u-akba.

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Ehemaliger Nutzer 09.06.2012 | 12:29

ich verstehe die aufgeregtheit nicht!
hat man etwa geglaubt, u-boote der dolphin-klasse kämen als spielmobile im see kineret oder jam ha'melach zum einsatz?
außerdem: die einen kriegen was für zur see und die anderen was für zu lande. und irgendein minister hat mitsamt delegation grad erkundet, was man sonst noch so loswerden könnte zwecks förderung von demokratieaufbau und kultur. vielleicht ist da ja auch noch was für in der luft dabei...

Joachim Petrick 09.06.2012 | 13:39

Augstein gescheiterte Abschreckung im Studio 8/6/12

Das war einmal eine Augstein Sendung, bei der ich dachte, am besten wäre jetzt ein “Atomblitz“ links, ein Atomblitz rechts, Elektroblitz auf dem Bildschirm, samt Hörsturz im Ohr und Schluss.

Zum Glück ist die Wirklichkeit nicht so einfach abschreckend wie ein Atomblitz samt Gegenschlag gestrickt.

Warum schicken wir denn diese Alpha Journalisten erst in Kitas, Vorschulen, Grundschule, Gemeinschaftsschule,, oder aufs Gymnasium, dann auf Journalisten Akademien, wenn die sich dann berufspolitisch nicht einmal berufspolitisch loyal das Schmalz auf dem Brot, nicht einmal den Griff zum Zipfel der Wahrheit der Geschichte gönnen?.

Warum kam es denn mit dem Generalsekretär der KPdSU und späteren Staatspräsidenten der UdSSR Michail Gorbatschow ab 1985 zur Perestroika, Glasnost im europäischen Teil am Ende des Kalten Krieges des sozialistischen Blockes?
Doch nicht weil die atomare Abschreckung eine Geschichte des Gelingens, sondern deren Gegenteil, ein Krieg gegen Kühe, Rindviecher, gegen die gerechtere Verteilung des Vermögen der Völker auf Erden war und ist..

Die atomare Abschreckung begann, ohne kriegsentscheidende Not, mit den Abwürfen der Atombomben auf Hiroshima am 6. und auf Nagasaki in Japan am 9. August 1945 durch die USA.

Seit etwa 1947 besaß die UdSSR ihr erstes atomares Arsenal,

Seit der Zeit hat es, ohne dass die atomare Abschreckung gegriffen hätte, die Apartheid in Südafrika von 1947- 1992, den Koreakrieg 1950- 1953, den Indochina-, dann Vietnam- Krieg 1953- 1975, Krieg am Ussuri Fluss zwischen der UdSSR und der VR- China, Besetzung Tibets durch die VR China 1951, sogenannte Stellvertreterkriege in Nigeria um Biafra 1967- ?, im Kongo sowieso, Mozambique, Angola, Naher Osten 1956, 1967, 1973, 1982 Besetzung des Libanons durch Israel, 1979- 1989 Einmarsch und Besatzungszeit der Roten Armee in Afghanistan, gleichzeitig völkerrechtswidrig heimlicher Krieg der CIA in Kambodscha, Laos, Iran- Irak Krieg 1982- 1988, Falkländer Krieg 1982 (England- Argentinien), darüber hinaus einen medial „unsichtbaren“ Weltkrieg um die Welt Ressourcen in Afrika mit Abermillionen von Toten, Verstümmelten, Kriegsversehrten, Entrechteten, Failed States, traumatisiert verarmt, bildungsnah, bildungsfern verelendeten Überlebenden dieser humanen Menschheitskatastrophe ohne Ende gegeben.

Auf diesem Hintergrund stellt sich nun Blome in dieser Sendung unverfroren blendend hin, bezeichnet in alter Springer weise Hinweise von Augstein auf genau diese Zusammenhänge als Quatsch mit Sauce.

Warum tut Blome das?

Blome tut das, weil er auf „Deubel komme heraus“ eine Debatte über eine ganz andere gescheiterte Abschreckung verhindern will, nämlich die angeblich gelungene Abschreckung von Inneren, Äußeren Kriegen durch ein asymmetrisches Weltwirtschafssystem von reichen und armen Staaten, von reichen und armen Menschen in unserer Einen Welt.

Dass der sozialliberale Atomkanzler Helmut Schmidt, mitten im Kalten Krieg, die angebliche Raketenlücke um das Jahr 1976 in Mitteleuropa entdeckte und damit den Rüstungsstrategen ungeahnte Wasser auf ihre Mühlen leitete, statt seinem eigentlichen Job als Politiker für Frieden und Entwicklung verpflichtet zu bleiben, ist ein besonders eklatant himmelschreiender Beleg des Scheiterns der atomaren Abschreckung.

Das Ergebnis war der NATO- Doppelbeschluss von 1982, samt Stationierung von Cruise Missiles, Pershing Raketen in der Bundesrepublik, SS 20, SS 22 in der DDR.
Das alles, obgleich der Guerilla Krieg in und um Afghanistan Richtung UdSSR durch die CIA, samt Einmarsch der Roten Armee in Afghanistan, Bomben- Entlaubungskrieg der CIA Geheimarmeen in Kambodscha der atomaren Abschreckung Hohn sprach.

Das alles und viel mehr ficht insbesondere die BILD Redaktion bis heute nicht an, Helmut Schmidt als en Größten Kanzler aller Zeiten (GRÖKAZ) nach dem furchtbaren Gefreiten zu feiern.

Aus Feigheit vor den transatlantischen Freunden, nämlich insbesondere von den USA, England, Frankreich die versprochene Durchsetzung des Atomsperrvertrages von 1957einzufordern, versteigt sich Blome nun zu dieser haltlosen Vorstellung, heimliche A- Waffen auf deutschen U- Booten würden Israel schützen.
Wer wie Israel solche Freunde hat, wie Blome und Kohorten, braucht keine Feinde mehr.
Das Ergebnis der bisherigen Israel Politik wird kein Zwei Staaten Modell sondern ein arabisch demografisch dominiertes Ein- Staatenmodell föderativen Zuschnitts sein?

Bereits die Eigendynamik der friedlichen Nutzung der Kernenergie birgt das unwägbare Risiko in sich, dass ganze Staaten durch überdimensionierte Atomprojekte ziviler Nutzung auf Jahrhunderte in die Schuldenfalle tappen. Wie dann erst mit durch überdimensioniert militärische Atomanlagenprojekte.
Dabei ist von der Frage der Möglichkeiten der Entsorgung des zivil- militärischen atomaren Giftmülls, samt mutmaßlich explodierenden Kosten Dimensionen, noch gar keine Rede

Das ganze verheißungsvolle Gerede um die atomare Abschreckung, dient nur einem Ziel, ganze Staaten, Regionen in eine finanzpolitische Abhängigkeit gegenüber atomaren Systemanbietern ohne Ende zu zwingen.

chrislow 09.06.2012 | 17:15

Atombomben sind zu erst Abschreckungswaffen. Und nichts ist Sinnvoller, wenn ein Gerücht besagt, es wären Atombomben vorhanden. Immerhin gibt es bis heute darüber keine verlässlichen Aussagen der Regierung in Israel.

Was das Gerücht der nachträglichen Ausstattung der Deutschen U-Boote mit Atomwaffen betrifft, scheint es so zu sein, das auch dies ein Gerücht bleiben wird und eines, welches eigendlich seinen Sinn verfehlt. Dennaus den kleinen Luken der Torpedorohre dieses U-Bootes scheint es mir nicht möglich zu sein, daraus potente Atomwaffen abzuschiessen. Und "unpotente" Atomwaffen eignen sich nicht dazu den vermeindlichen Gegner abzuschrecken.
Auch scheint mir die dazu gerüchteweise verwendete Rakete nicht tauglich zu sein, von unterhalb der Wasserlinie aus zu starten und nennenswerte Entfernungen zurückzulegen.

Es wird bei dem Thema an falscher Stelle zu heiß diskutiert - auf Gerüchte kann sich keine sachliche Diskussion stützen. Das einzige sachliche Ding sei hier die Weigerung Israels, sich dem Sperrvertrag anzuschliessen.

Uwe Theel 10.06.2012 | 01:53

@ chrislow schrieb am 09.06.2012 um 15:15

Sie haben möglicherweise Recht, chrislow, dass die Atombewaffnung der Dolphin-Klasse-U-Boote aus deutscher Produktion keine atomare Erst- nicht einmal eine Zweitschlagskapazität im geostrategischen Sinne des "kalten Krieges hat.

Lesen sie unter

www.armscontrol.org/act/2003_11/Israel

und

gentleseas.blogspot.de/2011/11/australian-uraniun-agni-2-3-and-4.html

und

www.rt.com/news/germany-israel-submarine-nuclear-missiles-884/

nach, welcher Art diese Bewaffung ist, bevor Sie hier nur spekulieren: Es handelt sich um von den Israelis modifizierte "Harpoon" surface-to-surface-Raketen mit eine Reichweite von ca. 130 km, bzw. eine Eiegenentwicklung "Popey" mit einer Reichweite von ca. 100 km bei einer Gefechtskopfbestückung von ca. 220 kg.

Die "Popey" gibt es übrigens in einer Langstreckenversion (Cruse Missile) mit 1500 km Reichweite, die atomar bestückt werden kann und von den aus Deutschland gelieferten U-Booten mit einem in Deutschland extra neu entwickelten hydraulischem Launch-System abgeschossen werden können.

Was ie Kurzstreckenversionen von Popey und die Harpoon betrifft, so kann man damit den Iran von israel oder dem Mittelmeer aus nicht wirklich erreichen, wohl aber sind diese Waffen, und so sind sie entwickelt worden als Offensivwaffen im Kampf gegen angreifende Schiffe im Seekrieg einzusetzen. Konventionell bestückt wurde im Falcklandkrieg die Belgrano mit Harpoons versenkt.

Dass Israel seine Küsten offensiv verteidigt hat der "Zwischenfall" im Mai 2010 gezeigt, als Israel das türkische Schiff Mavi Marmara mit Gewalt aufbrachte um angebliche Waffenlieferungen an die Palestinenser zu unterbinden.

Es ist mir im übrigen relativ egal, ob Israel den Iran per preemptive strike atomar offensiv angriffe - es besitzt die Langsteckenraketen dazu sowieso -, oder "nur" gegen angreifende oder sonstig als bedrohlich erscheinende Schiffe atomare Schiffsabwehrraketen incl. Cruse Missiles auf kurze bis mittlere Entfernung zum Einsatz bringt.

Beides verstößt gegen internationales Recht und zivilsatorische Einsichten moderner Friedenspolitik

Auf Ihre, chrislows, "Interpretation" der sogenannten "nuklearen Abschreckung" seit 1945 will ich hier gar nicht weiter eingehen. Sie ist so altbacken, falsch, widerlegt und obsolet, dass sie keiner Entgegnung mehr lohnt. Wer so noch "argumentiert", der, fürchte ich, ist aus irgend einem Grund unbelehrbar, oder kurz nach 1962 gedanklich stecken geblieben.

Uwe Theel 10.06.2012 | 02:50

@ plaug schrieb am 10.06.2012 um 00:06

"theel redet quatsch"

da Sie mir freundlicherweise nicht offenbaren, welche Schlüsse Ihnen Ihre offenbar profunde historische und militärtechnische Rundumausbildung erlaubt, lassen sie mich wenigstens meine Glückwünsche aussprechen, dass Sie in der Lage waren, zwischen 23:53 Uhr gestern und 00:06 Uhr heute meinen Kommentar und mindestens 3 ausführliche Webseiten zu lesen, zu verstehen und sich eine Meinung zu bilden, die dann auch noch in diesem prägnanten Satz "theel redet quatsch" überzeugend zusammengefasst werden konnte.

Ihre Ausbilder im Bunker sind sicherlich höchst zufrieden mit Ihnen.

silvio spottiswoode 10.06.2012 | 12:06

@ chrislow

Natürlich geben die Dolphin-Subs Israel die "Second Strike Capability". Warum sollten sie auch sonst 1.3 Mrd. Euro pro Boot dafür locker machen? Etwa weil U-Boot-Fahren so ein tolles Gefühl ist und 30 Tage unter Wasser eingesperrt zu sein so viel Spass macht?

Die Dolphin-Klasse ist "State of the Art" Technology. Wie es sich fuer ein echtes Gesamtkunstwerk gehört, wird hier das Beste aus deutscher Technik und Forschung vereint. Daran haben - auf die ein oder andere Weise - alle mitgearbeitet: von Siemens, Thyssen Krupp, MTU bis hin zu den Hamburger Howaldtswerken.

Es gibt schon lange eine enge Zusammenarbeit zwischen deutscher Marine-Waffenentwicklung und Israel. Mitte der 70er Jahre wurden zwar, aus politschen Gründen, die israelischen GAL-Subs nicht bei den Howaldtswerken in Kiel gebaut, sondern in Barrow-in-Furness, Lancashire UK. Aber die Entwuerfe und das Design kamen schon damals aus Kiel, u. a. auch von meinem Vater. Die Dolphin-Klasse ersetzt seit 2000 die Gal-U-Boote und die gesamte Entwicklung und Konstruktion findet unter der Leitung von HDW statt. Das wirklich Tolle an diesen U-Booten ist das - von HDW und Siemens entwickelte - Antriebssystem, das vollkommen geräuschlos und ohne Wärmeabstrahlung arbeitet, also nicht zu orten ist. Die Dolphins sind ausserdem ausgeruestet mit Atlas Elektronic Sonar Systemen und für den Abschuss großer, schwerer Torpedos gebaut.

Wenn man überlegt was alles möglich wäre, wenn all die Ideen und Ressourcen, die in den Bau dieser Boote fließen für regenerative Energien und Alternativen zur Atomkraft genutzt wuerden, dann wäre die Welt eine schönere.

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Ehemaliger Nutzer 11.06.2012 | 17:14

die jüdische allgemeine sieht das alles ganz gelassen
www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/13167
"Operationen in der Nähe des Iran stellen Jerusalem vor große logistische Aufgaben. Da Eilat am Roten Meer keinen U-Boot-Hafen besitzt, bleibt für Israel nur die Route durchs Mittelmeer und dann um Afrika herum oder die Fahrt durch den ägyptischen Suezkanal. Da die Militärs ihre Geheimwaffe aber nur ungern zur Schau stellen, bevorzugen sie angeblich die wochenlange Route ums Kap der Guten Hoffnung. Erst die Lieferung weiterer U-Boote aus Deutschland wird es Israel deswegen ermöglichen, ständig vor der Küste Irans präsent zu sein."

kurzum: wir müssen nicht liefern. aber - warum nicht? ist ja schließlich eine investition.

Joachim Petrick 11.06.2012 | 17:42

siehe:

www.freitag.de/community/blogs/joachim-petrick/augsteinblome-alles-ferrari-porsche-oder-was-8612

11.06.2012 | 02:44
"Augstein" "Alles Ferrari, Porsche, oder was?" 8/6/12
augstein augsteinundblome reichtum atommächte israel iran ccupy ferrari porsche

"LInks und Arm" ist ein Dilemma, "Links Reich" ist dagegen in jeder Hinsicht eine Verheißung.

War das eine politisch Kunstdebatte?, oder kann das weg?

Vorab:

Die Erfindung des privaten Reichtum.

alexbln 13.06.2012 | 10:35

was soll ich denn da bloggen? augstein der ferrarifahrer macht einen auf schlichten, protestantischen linken, der sich seine wohnung lieber in berlin kauft und nicht in stuttgart oder hamburg. blome muss ihm dabei erklären, dass die moderne weiterläuft und beide wichsen sich eins auf ihre "ard"-bar-anweisungen.

da gibts nen deutschen, der hier die linke avantgarde ssimuliert (ganz im gassschen sinne), und alles was ihm einfällt ist, dass papa auch schon verleger war.

der grad an peinlichkeit (besonders wenn der schwarzgefärbte den advocatus diaboli spielt) ist doch kaum zu überbieten, oder?

chrislow 26.06.2012 | 14:07

@ silvio spottiswoode 10.06.2012 12:06

"Warum sollten sie auch sonst 1.3 Mrd. Euro pro Boot dafür locker machen?"

-> Das Boot kostet in der "Beschaffung" keine 13 Milliarden euros.

Was die summierten Kosten für Betrieb inklusive Anschaffung sind, sei dahingestellt und unbewiesen angenommen (vielleicht eben auch 13 Milliarden...).

"Etwa weil U-Boot-Fahren so ein tolles Gefühl ist und 30 Tage unter Wasser eingesperrt zu sein so viel Spass macht?"

-> Völlig unsachlicher Argumentationszusammenhang, der es aber in sich hat und Bände spricht. Mit diesem Abendteuerfaktor spricht doch auch die Streitkraft, damit sich damit besser rekrutieren lässt - also ein Rechtfertigungsfaktor mit Tendenz zur Fehlleitung von Sichtweise.

Ich bezweifel die hochentwickelte Technik des U-Bootbaus in Deutschland nicht. Aber die Physik überlisten, dass kann auch ein deutscher Ingeneur nicht (oder eben auch ein israelischer nicht). Will sagen, es ist wahrscheinlich unmöglich eine potente Atomwaffe aus einer standarttorpedoluke anzuschiessen. Mehr dazu unten.

...

& @ Uwe Theel 10.06.2012 01:53

Ich bleibe dabei: Bauartbedingt (wenn die Luken nur 65 cm Durchmesser haben) ist es nicht möglich eine potente Atomwaffe abzuschiessen. Diese würde nicht durch diese kleine Luke passen. Für "potent" halte ich eine Rakete erst, wenn sie mit der Waffe auch eine gescheite Strecke von mindestens 2000 Km zurücklegen kann. Ich glaube nicht, dass das die israelische Rakete kann. Wenn doch, dann wäre es nicht nur irgendeine Rakete, sondern eine Art Evolution im Raketenbau/entwicklung - die aber relativ unwahrscheinlich ist, denn die Physik lässt sich nicht "überlisten". Aus gleichem Grunde haben wir noch immer keine Autos, welche real unter 5 Liter Benzin auf hundert Kilometer verbrauchen.

Als Beispiel solle man die russche SS-N-20 - Raketen nehmen. Deren Abmaße sind ungleich größer - nämlich 16 Meter in der Länge und 2,4 Meter im Durchmesserbei einem Gewicht von 85 Tonnen. Ein Beispiel für eine potente Raketenwaffe mit 8500 kilometer Reichweite - der größte Teil des Inhalts dieser Rakete ist höchstwahrscheinlich mit Rakenetreibstoff gefüllt.

Eine vergleichbare Rakete zur Popeye turbo etwa wäre die SS-N-15 - welche aus einer Standart Torpedoluke abgefeuert wird, einen Atomsprengkopf als Waffe tragen kann und nur eine Reichweite von 40 km hat. Diese Art Raketen aber sind inzwischen wohl nicht mehr in der gewöhnlichen Bewaffnung der Streitkräfte vorhanden (warum? Vielleicht, weil sie eben strategisch sinnlos sind - etwa weil der Abschuß einer solchen Rakete den Standort des U-Bootes verraten würde; hierbei muß man Verteidigungs- und Abgriffsstrategien miteinander vergleichen - wobei U-Boote inzwischen keinen besonderen Vorteil mehr zu haben scheinen, so sie nicht gescheit bewaffnet sind - etwa mit Interkontinentalraketen. Das U-Boot zweichnet sich strategisch dadurch aus, dass es nicht so einfach gesehen werden kann. Aber alle Waffen verraten den Standort des Bootes je einfacher, desto kürzer die Reichweite des Flugkörpers ist, weshalb nur die Interkontinentalrakete eine Sinnvolle Angriffsbewaffnung für ein U-Boot darstellt. Und die "Popeye Turbo" ist keine solche Waffe. Der normale Toprpedo ist in diesem Sinne eine Verteidigungswaffe, weil immer dann der Standort des U-Bootes dem "Feind" schon bekannt ist)...

Viel Gerede um wenig Substanz bei der U-Bootdebatte um die Lieferung von Deutschland an Israel und die vermeintliche Ausstattung mit Atomsprengköpfen.