Augstein und Blome
30.05.2014 | 17:50 130

Wer ist schuld am neuen Nationalismus?

Nach der Europa-Wahl Jeden Freitag prallen Welten und Weltanschauungen aufeinander, wenn Jakob Augstein und Nikolaus Blome die Geschehnisse der Woche reflektieren

Jakob Augstein und Nikolaus Blome liefern sich seit Januar 2011 immer Freitags in der Phoenix-Sendung Der Tag einen Schlagabtausch über das Thema der Woche. Wiederholt wird die Diskussion sonntags vor dem Presseclub

Kommentare (130)

Jom 30.05.2014 | 21:10

Augstein lebt in einer Parallelwelt, anders kann ich mir seine Einlassungen nicht erklären. D profitiert von der Eurokrise - D ist am wirtschaftlichen Niedergang Südeuropas + F schuld - weil Merkel (zu recht) nicht alle Euroschulden übernehmen will ist sie mit am Erfolg der "Rechtsparteien" beteiligt -.

Nach 2/3 mache ich aus, ich kann einfach nicht mehr zuhören...

pleifel 31.05.2014 | 00:29

Tja, ich schaue mir A+B zwar grundsätzlich nicht an, aber was Sie da schreiben, bedarf ein wenig Kritik.

1. Niemand sagt, dass D alle Euroschulden übernehmen soll,
2. D profitiert "noch" in mehrfacher Hinsicht von der Eurokrise, denn es profitiert durch den schwachen Euro im Export, hat große Vorteile bei den Zinsen auf den internatinalen Märkten, zieht die gut ausgebildeten Aarbeitnehmer von den Krisenländern ab usw. usw.
3. Durch die Austeritätspolitik des völlig widersinnigen Sparens in der Krise (was D übrigens selbst nicht gemacht hat, siehe Abwrackprämie), zwingt D (in Verbindung mit EU, EZB, IWF) die Krisenländer in die soziale Verelendung und leider stärkt das auch die "Rechtsparteien".

Reicht das fürs erste oder später mehr?

Jom 31.05.2014 | 01:25

aber was Sie da schreiben, bedarf ein wenig Kritik.

Kein Problem, damit habe ich gerechnet, hier.

1. Natürlich sagt das keiner so direkt, aber letztendlich ist es so.

2. Mit D ist das ganze Land gemeint, nicht nur die ausgewählte Exportindustrie. Daher meine ich, die Mehrheit bei uns profitiert eben nicht davon und deshalb ist diese pauschale Aussage nicht richtig.

3. Der Kausalzusammenhang ist nicht korrekt. Das Problem ist der Euro, gepaart mit den jeweils landestypischen Problemen, nicht die Sparpolitik. Sinnvolle Arbeitsplätze schafft nicht der ÖD, sondern nur die Wirtschaft. Siehe GR: (fast) keine Wirtschaft, ÖD riesig. Ohne dauerhafte Zuschüsse zu unseren Lasten in der derzeitigen Form: nicht überlebensfähig.

Tut mir leid, Sie haben mich nicht überzeugt.

Joachim Petrick 31.05.2014 | 02:33

Augstein & Blome, die sind in Personalunion wie Mickey Maus, die haben den Bogen raus.

Augstein stellt eine kluge Frage, sag an Blome, muss jetzt, nachdem der Chefredakteur DER ZEIT Giovanni di Loreno zweima gewähtl hat, doppelt hält besser, muss da jetzt die Europawahl wg. Wahlbetrug wiederholt werden?

Warum eine Frage ernsthaft beantworten, wenn Blome die uch noch durch Albernheit toppend verballhoren kann

"Mitnichten muss die Europawahl wiederholt werden. Wir haben bei der Bundestagswahl doch auch alle zwei Stimmen, eine für die Liste, eine für den Abgeordneten. Di Lorenzo hat nichts anderes mit Listen in Italien und Deutschland gemacht.

Deshalb haben ja auch nicht 43 % der Stimmberechtigten in Europa gewählt, wie uns der amtliche Wahlheiter fälschlich weismachen will, sondern nur 21.5 %, weil alle in Europa ihre Stimmen zweimal abgegeben haben.Di Lorenzo, diese doppelt patriotisch ehrliche Haut, die sich traut, hat es, anders als die übrigen Millionen Wähler, nur an die große Jauch Glocke gehängt. Das ist ihm zu danken.
"Bim Bam Bim Bam!"

Augstein auf dem Sprung zu jeder guten Laune in und für Europa bereit, lässt seine Frage Frage sein und findet die Antwort Blomes zwar nicht richtig richtig, aber eben untrüglich gelungen.

Dabei haben Augstein & Blome den wahren stichhaltig unanfechtbaren Grund des Anchor Alphatier Journalisten Giovanni Di Lorenzos, warum er zweimal wählte, im Eifer des Gefechts glatt übersehen .

Seit Einführung des Euros 2002 haben alle EU- Bürger im Wechselkursverhältnis des Euro zur DM ( 1: 1.9853) annähernd zwei Stimmen. Die meisten EU- Bürger wissen das bis heute nicht und lassen ihri Zweitstimme, anders als Giovanni di Loreno, wissentlich oder unwissentlich, aus Faulheit oder aus Wahlfrust, verfallen

Johannes Renault 31.05.2014 | 02:38

Die EU-Demokratie ist scheisse, sie ist keine.

Die Vertragsbrüche sind scheisse (Masstricht, oder wie die Stadt in.. heisst)

Der Deal Einheit gegen D-Mark ist scheisse.

Die sicherung einiger Bankenzockereien sind scheisse.

Das nicht schützen seiner Bürger durch das Allround-Abhöhren der NSA ist scheisse.

Die Lobbygelenkte Politik der EU ist scheisse.

Die propagandistischen Haupt-Parteienmedien sind scheisse.

Die Wahlen, Kommissare, Präsidentenscharen der EU sind scheisse.

Roulladen mit Speck, Gurken und Senf sind gut, aber dieses ganze verlogene EU-Gestümpere und ihre unernsten Gesandten sind scheisse. Schickste Scheisse, kriegste Scheisse.

Joachim Petrick 31.05.2014 | 02:41

Die wirklich erhellende Anwort auf Augsteins kluge Frage ist hier zu lesen:

https://www.freitag.de/autoren/joachim-petrick/unionsbuergerschaft-beendet-nato-buendnisfall

Joachim Petrick

30.05.2014 | 13:42 2

Unionsbürgerschaft beendet NATO- Bündnisfall

Jakob Augstein sucht Im Blätterwald, in Tapferkeit gerüstet, in seiner aktuellen "S.P.O.N. Kolumne "EU-Wahl: Angela Nazionale" sportlich das Offene Gefechtsfeldgelände, gegen wen?

Droht die EU, das eigentliche Russland, allen Zivilgesellschaften in der Welt mit Frieden?

Unionsbürgerschaft, Nadelöhr aus derm NATO- Bündnisfall NINE ELEVEN 2001?

Ende des asymmetrischen NATO- Bündnisfalls NINE ELEVEN 2001

Ende des asymmetrischen Krieges gegen den gegen den Internationalen Terrorismus!, oder Europa wird nicht mehr?

pleifel 31.05.2014 | 10:01

In ein paar Sätzen lässt sich der ganze Komplex natürlich nicht aufdröseln.
Richtig ist, dass durch die unterschiedliche Kaufkraft (Produktivität, Lohnniveau usw.) die Länder die Sozialsysteme abbauen, um die aufgedrückten Sparmaßnahmen zu realisieren.

Die Wirtschaft investiert nur da, wo auch Nachfrage zu erwarten ist. Warum sollte sie in Länder wie Griechenland investieren, es sei denn, man kann sich ein paar Filetstücke einkaufen.

Ohne Föderalismus der Bundesländer, ohne die Unterstützung der Ostländer, wie sähe es bei uns wohl aus? Wir können nicht nur profitieren, wir müssen auch zurückgeben. Wir verdienen ja in mehrfacher Hinsicht: Kreditierung, Export, Zinsforderungen.

Allerdings sollte "zu unseren Lasten" dann vor allem die vermögenden Schichten treffen, die am meisten an Europa und dem Euro verdienen.

tlacuache 31.05.2014 | 10:33

..."Die Wirtschaft investiert nur da, wo auch Nachfrage zu erwarten ist"...

Jaja, wieder die BWL - Profis.

Die Wirtschaft investiert da, bei denen sowohl die Lohnstückkosten gering sind und man ausserdem am besten und preisgünstigstem an die Rohstoffe rankommt, also in Afrika, Asien oder Lateinamerika...

Transport kostet dank der Containerschiffe nur noch verschwindend gering...

Gruss

Exilant 31.05.2014 | 11:01

@JOM: Ich gbe Ihnen recht, wenn Sie schreiben, daß die Mehrheit von der Exportinustrie nichts hat.

Sie schreiben weter, daß die Wirtschaft die Arbitsplätze schaffen würde. Wer aber ist die Wirtschaft? Dem Inhalt Ihres Textes entnehme ich, daß Sie meinen, die Unternehmen seien die Wirtschaft. Dies ist aber falsch. Alle sind die Wirtschaft. Anbietende und Nachfragende. Wenn Sie kein Geld haben, können Sie auch nichts kaufen und die Unternehmen machenkeinen Umsatz, um zu investieren.

Der Fehler bei der Einführung des Euro lag eben darin, daß unterschiedlich hohe Besteuerung und Löhne beibehalten wurde und es keine Nivellierung gab.

Übrigens, schweigen dazu auch die Trittbrettfahrer von er AfD.

Die Krisenländer Spanien und Portugal haben nicht rechts gewählt.

Jom 31.05.2014 | 12:07

Da ist es wieder, das Wir. :-)

Wir, müssen gar nichts. Verdienen allein sagt nichts über ein Ergebnis aus. Per Saldo ist D der größte EU-Nettozahler und nimmt immer noch jährlich Neuschulden auf.

Förderalismus ist nicht die Lösung der Probleme, im Umkehrschluß wäre es eine EU der Nationalstaaten und genau die wollen ja einige abschaffen. Das Problem liegt am Euro selbst. Anstatt zuerst für eine Angleichung der gesetzlichen Rahmenbedingungen (Steuerrecht, Sozialstandards usw.) zu sorgen und dann eine gemeinsame Währung einzuführen zäumte man das Pferd von hinten auf und wundert sich nun warum es rückwärts läuft.

Es wäre Zeit für ein Reset, zurück zu den Ursprüngen der EWG, und dann alles neu ordnen, aufbauen. Die Mär, daß die EU Frieden schafft ist nicht falsch, aber auch nicht richtig (weil das so ein berüchtigt plattes Schlagwort ist).

Jom 31.05.2014 | 12:47

Natürlich gehören zu einem Wirtschaftskreislauf Konsumenten und Produzenten, ohne Frage. Aber haben Sie schon einmal erlebt daß Konsumenten Unternehmen gründen ? Selbst wenn, dann sind es nunmehr Unternehmer. :-)

Arbeitsplätze schafft nur der Unternehmer, wenn die Rahmenbedingungen stimmen.

Ich maße mir nicht an zu wissen, warum die Krisenländer nicht rechts geählt haben. Vielleicht gibt es keine EU-kritische Partei, vielleicht hofft man gerade von der EU Geld zu bekommen und blendet daher alles andere aus.

Allerdings sollte man mit dem Begriff "rechts" vorsichtig umgehen. Ein reines Einsortieren in bekannte Schubladen wird der heutigen Komplexität nicht gerecht. Werden von den Altparteien die Fragen der Bevölkerung nicht aufgegriffen und schlüssig beantwortet (und nein: - scheitert der Euro, scheitert Europa - oder - ungeordnete Einwanderung ist eine Bereicherung - ist keine schlüssige Antwort, sondern eine Parole der untersten Schublade, sie beleidigt unsere Intelligenz) sucht sie sich Parteien die u.U. die Antworten liefern.

Henry Cekano 31.05.2014 | 14:01

Man fragt sich, ob den Herren (Augstein u. Blome) bekannt ist, dass Meinung nicht Wissen ist, und dass Vehemenz bei der Meinungsvertretung deshalb immer albern wirkt. - Außerdem scheint nicht ausreichend bedacht zu werden, dass mit der Ausführlichkeit der Meinungsäußerungen und der Größe der dabei zum Ausdruck kommenden Vehemenz auch der Einblick in die intellektuelle Verfasstheit der Akteure wächst.

Jom 31.05.2014 | 16:19

Das versucht uns die herrschende Politkaste einzureden, es stimmt aber nicht. Es gibt immer eine Alternative, in jeder Lebenslage.

Mit den Mitteln und Methoden derjenigen, die das Dilemma verursacht haben, wird es natürlich nichts. Ich hoffe nur, daß es nicht erst zu richtigen Problemen kommen wird, bevor man ernsthaft reflektiert, daß das weiter-so genau das ist fas nicht funktioniert. Bsp. GR, was allein dieses kleine, vorgeblich unmaßgebliche (vom Wirtschaftskraftanteil her) Land für Bugwellen verursacht, muß man auf andere Länder hochrechnen (Portugal, Spanien, F...).

Das weiter-so endet erst, wenn der letzte umgefallen ist, und das gilt es zu verhindern, durch eine Entflechtung der Abhängigkeiten.

hmmm 31.05.2014 | 21:15

Hätte Deutschland eine eigene Währung, wäre der Wechselkurs (der DM) wie eine Rakete gestiegen.

Das hätte die deutsche Export-Wirtschaft wiederum stanguliert. Der kleinenSchweiz ging es ähnlich. Länder wie Italien konnten aber nicht abwerten . Die Produkte wurden daher nicht billiger . Und die deutschen nicht teurer. Was die deutsche Wirtschaft innerhalb des Euro-Raumes begünstigt.

Der (zur fiktiven DM) vergleichsweise wenig gestiegene Eurokurs - infolge des schwachen Südens - begünstigt ausserdem die deutschen Exporte ausserhab des Euroraumes. Während die fiktive Lira gegenüber dem Euro gesunken wäre und der Export aus dem Euroraum hinaus günstiger wäre als mit dem Euro .

ch.paffen 01.06.2014 | 03:52

wo ist das tuffige laufvögelchen mit dem kecken grashalm? * dieses voll abgestürtzte beuteldings erscheint mir wie die minimal lösung (okay, wirklich begeistern kann einen das unputzige nachwahl "scharmützel" nicht wirklich * ein vollrausch oder die ungemein männliche alternative @ hau wech den scheiß, erscheint mir persönlich jedoch als irgendwie vollstoned mangels alternative ..... * oder kotau aus verlosigkeit * kleinwenig dünn aber ohne frage voll männlich * na denn prost und feinstes restweekend cp

karamasoff 01.06.2014 | 04:53

Man startet eine Zerreissprobe in einem Land mit 18 Sprachen, der Ukraine, und diskutiert nun wer Schuld hat am eh schon seit Jahren schwelenden Aufkommen neuer Nationalismen?

Das diskutieren wirklich Eliten?

Hier mal ein Beispiel für einen Diskurs von Eliten, die den Namen auch verdienen.

Stephen Cohen on Russia-Ukraine Crisis 17. April 2014

"Meanwhile, as negotiations today begin in Geneva, we’re demanding that Russians de-escalate. And yet, we, NATO, are escalating as these negotiations begin."

Was in Deutschland praktiziert wird ist ein andienerisches Chain-of-Command Spielchen mehr nicht.

lars christiansen 01.06.2014 | 12:13

Er hat ursprünglich zweifellos geglaubt,etwas Gutes zu wollen,tat dort die Vorschläge und die Beratungen kurz ab- und hat Einzelheiten angenommen.Formelle Verantwortung tragen sowohl taktische als auch operative gleichwohl strategische Studien.

Die Union hat in diesem Rück-Spiel lange sehr hoch und gut verteidigt.Das Spiel in die untere Hälfte zu verlagern, ist sensationell gut.

Wenn,ein Hades aus dem Stamme der Kommanditgesellschaften,die letzten Endes zu einer infernalischen Größe geworden ist und nun mehrmals etwas Absonderliches in jeder Beziehung in seiner ökonomischen Urteilskraft darlegt- allein die virtuell(e) erklärende Ineffizienz im melancholisch wirkenden Gesichtsausdruck läßt darauf schließen dass die Farbe Schwarz etwas wärmer als andere Farben ist, da es mehr Wärme absorbiert.Dieses Gefühl für Temperaturunterschiede kann jedoch nicht als "Sehen" bezeichnet werden.

Eine Klärung zur Zwietracht von zwei Gewalten entsprach einem natürlichen Gegensatz der im deutschen Raum durch dessen (Bodenbeschaffenheit vorgezeichnet war: Aus dem Kollektiv wird Person,aber die Person überschreitet in ihrem "für viele" die Grenzen des Individiuums und wird mit Vielen ein Leib und "ein Geist".

Ich bin für Dich da. Du bist für mich da.

Und auf der Rückseite wird klar,was- die Lösung war.

Letzten Endes ist es ja der Schneider, der dafür verantwortlich ist.Der Dendrit von der Terrasse der kalten Progression ist in Puppengruppe metamorphisch autorisiert.Doch nur eine Harlekinade wie Serpel im Falkner Land.Eine Bruchstück-Matrix im muckenden Klischee.

ch.paffen 01.06.2014 | 13:52

BRAVES VÖGELCHEN * na, da lehne ich mich zurück und kaul mir selbtverliebt die eierstöcke (gleichberechigung jungs,gell) * danach schlüpfe ih in die pinken highheels, schulter den alu basi und begebe mich auf fröhliche blogger jagd ..... * (SCHERZ, JUST JOKELING)

der avatar switch war einfach ne herausforderung, fahrwax hatte mal nen garstigen jo ho ho einmal im jahr arbeiten is genuch kerlchen (weihnachtsmann), goedzak hatte mal nen fellmützchen, um nur weitere switcher anzubieten * freie avatar wahl, echt * hm wobei dat vögelchen hat was, find ich * fahr jtzt raus zu meinen mädels (da bin ich chefin, das reicht mir voll) * feinsten restsonntag cp

Jom 01.06.2014 | 21:14

Europa muss sozial "verknüpft" werden. Dass muss Vorrang haben.

Und wie stellen Sie sich das vor ? Was meinen Sie mit sozialer "Verknüpfung" ?

Ich bin in 1ter Linie Europäer, dann Deutscher, was immer das auch sein mag.

Darunter kann ich mir auch nichts vorstellen. Mögen Sie Ihre Familie und Ihre Nachbarn nicht ? Das wären meine Prämissen, danach bin ich Deutscher und danach kommt Europa.

Jom 01.06.2014 | 21:21

Das mag so stimmen, mit der Rakete, aber es gibt noch viel mehr Möglichkeiten, siehe (ebenfalls) Schweiz. Die haben Ihre Währung auch "im Griff".

Stellt man dem einen Vorteil ("schwacher" Euro) die vielen anderen Risiken (Haftungsrisiko, Geldentwertung, Niedrigzins) gegenüber, sollte sich die Antwort erübrigen. Wenn schlußendlich der Steuerzahler die Differenzen selber zahlen muß (DM/Euro) ist das ganze Experiment gescheitert.

Egal wie, so wie jetzt geht es jedenfalls nicht weiter.

Jom 01.06.2014 | 23:08

Das stellt die Fragestellung auf eine völlig andere Ebene. Ich meine, wir brauchen jetzt Lösungen und Sie stellen die Frage der Gesellschaftsordnung. :-)

Ich glaube die Geschichte des "Rheinischen Kapitalismus" können wir nicht zurückdrehen. Überdehnt der Staat die Rahmenbedingungen, funktioniert Wirtschaft nicht mehr. Daher werden noch einige viele Jahrzehnte vergehen bevor die Menschheit für Neues bereit ist.

Soziale Dinge funktionieren nur wenn ein Staat die Mittel dafür hat. Nicht mal im vorgeblich "reichen" D kommt man nicht ohne Neuschulden aus. Daher ist eine europäische Gesamtlösung ohne den wirtschaftlichen Hintergrund zur Zeit nicht umsetzbar. So sehe ich das.

pleifel 01.06.2014 | 23:35

Zum letzten Abschnitt sage ich nur: der Staat hat sich selbst die Mittel entzogen. Auch wenn man von einem neuen "Steuerhoch" spricht, bleibt es relativ konstant zum BIP.

Bevor wir Neuverschuldung planen (was auch seine Berechtigung haben kann, wenn es in investive Anlagen geht), sollte erstmal wieder die Einnahmeseite gestärkt werden: Vermögenssteuer, Erbschaftssteuer, höhere Steuersätze auf Gewinn- und kapitaleinkommen sowie hohe Einkommen.

Dann brauchen wir erstmal keine Neuverschuldung.

gelse 02.06.2014 | 12:18

>>...Vermögenssteuer, Erbschaftssteuer, höhere Steuersätze auf Gewinn- und kapitaleinkommen sowie hohe Einkommen.<<
Schön.
Aber: Wer viel Geld bewegen kann, bestimmt in der "repräsentativen Demokratie" die Richtung. Und wird diesen Zielen nicht zustimmen, wie wir durchaus wissen.

Der Hebel kann also nicht an der Steuerpolitik angesetzt werden. Eher an der Verfügungsmacht über die Produktionsmittel.
Sicher ist das nicht einfach. Aber mit der ewigwährenden Diskussion über die eigentlich nötige Kapitalertrags- Vermögens- usw.-Steuer ohne konkrete Ergebnisse werden wir unsere permanent wachsenden Probleme nicht lösen können.

silvio spottiswoode 02.06.2014 | 13:44

»Der Hebel kann also nicht an der Steuerpolitik angesetzt werden. Eher an der Verfügungsmacht über die Produktionsmittel.«

Den Begriff der Produktionsmittel kenne ich eigentlich nur von Marx, der damit ja die Verhältnisse in der Industrialisierung vor 200 Jahren beschrieben hatte. Mir ist es irgendwie ein Rätsel, wie man diesen Begriff auf die heutige, digitale Dienstleistungsgesellschaft – die den Arbeitsprozess zudem ja immer weiter fragmentiert und in die Vereinzellung treibt – überhaupt noch anwenden kann.

Wo finden wir die Produktionsmittel von heute? Was anderes könnten sie denn sein, als das Wissen und die kreativen Fähigkeiten jedes Einzelnen? Und warum nicht an die Steuerpolitik rangehen, die politisch ja das effektivste gesellschaftliche Gestaltungsmittel darstellt? Das würde mich wirklich interessieren.

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Ehemaliger Nutzer 02.06.2014 | 14:17

Die EU ist schuld am Nazionalismus, da ohne Nazionalismus der Demokraie- Lebens- Sozial- und Freiheitsstandard nicht so gezielt und schnell nach unten gedrückt werden könnte. Und zwar so schnell und effektiv, dass China nun bald überholt ist.

Ohne Nazion kein Druck der Troika, kein Mindestlohngeschacher, keine Migranten, die von sozialen Errungenschaften ausgegrenzt werden usw.

Kurz:

Die EU zerstört Europa

freedom of speech? 02.06.2014 | 18:46

"Die EU zerstört Europa"

Tja, die EU-Wahl ist vorbei. Die Europagegner sind zwar stärker geworden, aber nicht sehr viel. Die Währung ist stabil. Die Haushalte der EU Länder stabilisieren sich zusehends. Und die Rechte des EU Parlamentes sind gestärkt.

Da werden sich Sowjet Nostalgiker und Eurasier von Wladiwostok bis Lissabon wohl noch ein wenig gedulden müssen.

Viele Grüße

fos?

freedom of speech? 02.06.2014 | 19:21

Sie verschleiern die Ursachen mit wilden Konstrukten.

Radikal Rechte wie radikale Linke glauben, sie könnten die verhasste liberale westorientierte EU mittels Nationalismus zerstören und geben unter Beteiligung des Propagandaapparates des Kreml den Zauberlehrling.

Das ist vorerst misslungen. Eine zweite Chance für diese überraschende Querfront wird es nicht geben, weil dieser Radikale verbindende Mechanismus nun offen liegt. Dugin und Konsorten können wieder nach Hause gehen.

Viele Grüße

fos?

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Ehemaliger Nutzer 02.06.2014 | 20:25

Viel zu simpel gedacht.

Es bedarf keiner externer Einflüsse. Die EU fördert über ihre neoliberalen Strukturen Nazionalismus und die Zerstörung von Freiheit und Demokratie. Einfach mal im verlinkten Beitrag nachlesen. Dann muss man auch keine Phrasen des EU-Propagandaapperates mehr nachbeten.

Kurz:

Für ein Europa der Zukunft, der Freiheit und der Demokratie.

Gegen Nazionalismus und Radikalismus.

Im Übrigen bin ich der Meinung, dass die EU zerstört werden muss.

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Ehemaliger Nutzer 02.06.2014 | 22:58

Ich verstehe diese Debatte nicht. Wir sind nur noch ein paar Jahre davon entfernt, dass Großbritannien, jenes politisch erkrankte Land, in das Glenn Greenwald verständlicherweise nicht einmal mehr einreist, endlich aus der EU verschwindet und hier ein Kontinent ohne angelsächsische Einflüsse entsteht.

Weltorganisation statt Weltausbeutung. Das ist übrigens Sozialismus.

Und Sie tun so als hätten die Leute, die das betreiben Gartenzwerge im Vorgarten stehen.

Dass das große Deutschland (und nicht Malta) bei der Vereinigungs Europas ungefähr die Rolle spielt, die das große Preußen (und nicht das winzige Waldeck-Arolsen) in der Einigungsphase Deutschlands zukam, das ist nun mal so.Europa wird tatsächlich gerade ziemlich deutsch. So what? Accept it or dream on. Wenn man diese Einigung will, muss man damit leben. Das ist kein Nationalismus. Das ist ein Effekt. Sogar dann, wenn man ihn bedauert.

Eher besteht das Problem auf einer psychologischen Ebene, im mangelnden diplomatischem Taktgefühl der deutschen Regierung. Auch den Euro, der überall die Produktionskosten verteuert (außer bei uns), hätte es nicht zwingend gebraucht.

Aber den Euro hinterfragen, das geht ja nicht. Machen ja nur tumbe Rechtsradikale. Mit Gartenzwergen im Vorgarten.

freedom of speech? 03.06.2014 | 13:47

„…Die EU fördert über ihre neoliberalen Strukturen Nazionalismus und die Zerstörung von Freiheit und Demokratie….“

Neoliberale Strukturen fordern ungehinderten Verkehr von Waren und Dienstleistungen und keine nationalen Behinderungen. Gerade deswegen soll von Extremisten Nationalismus gegen die westlichen Wirtschaftstrukturen in Position gebracht werden. Diese Idee gibt es schon seit dem SANU Memorandum 1985. Mit bekanntem Ergebnis.

Sie verdrehen ungehemmt die Tatsachen mit einer Unmenge an Kommentaren und hoffen wohl, dass es keiner merkt.

Viele Grüße

fos?

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Ehemaliger Nutzer 03.06.2014 | 14:04

Ist es nun eine Leseschwäche oder eine Denkschwäche? Oder ist es ganz einfach nur intellektuelle Überforderung?

Wer lesen und denken kann, der erkennt sehr schnell, dass ich gegen Nationalismus bin und für Europa, allerdings gegen die demokratie- und freiheitszersetzende Diktatur der EU, also gegen eine Wirtschaftsdiktatur des Europäischen Wirtschaftsraumes.

Das ist das Gegenteil von dem, was auf bestimmten Demos gefordert wird, übersteigt aber wohl in seiner ungewohnten Komplexität und Sichtweise die Vorstellungskraft von jemandem, der hauptsächlich mediale Propaganda nachplappert.

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Ehemaliger Nutzer 03.06.2014 | 14:05

Ist es nun eine Leseschwäche oder eine Denkschwäche? Oder ist es ganz einfach nur intellektuelle Überforderung?

Wer lesen und denken kann, der erkennt sehr schnell, dass ich gegen Nationalismus bin und für Europa, allerdings gegen die demokratie- und freiheitszersetzende Diktatur der EU, also gegen eine Wirtschaftsdiktatur des Europäischen Wirtschaftsraumes.

Das ist das Gegenteil von dem, was auf bestimmten Demos gefordert wird, übersteigt aber wohl in seiner ungewohnten Komplexität und Sichtweise die Vorstellungskraft von jemandem, der hauptsächlich mediale Propaganda nachplappert.

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Ehemaliger Nutzer 03.06.2014 | 14:14

Solche Phrasologen blenden Fakten aus, idealisieren und überhöhen den Europäischen Wirtschaftsraum und nehmen billigend die daraus enstehende wachsende Armut in Kauf, die ein gewolltes Resultat der EU-Lobbydiktatur ist. Die so entstehenden Armen müssen sich Verhältnissen unterwerfen, wie in China die Wanderarbeiter. Das ist kein Wunder, sehen doch viele der Unternehmenslobbyisten darin die Patentlösung im Konkurrenzkampf der Wirtschaftssysteme.

So wird Europa zerstört.

Daher:

Im Übrigen bin ich der Meinung, dass die EU zerstört werden muss.

Sparkurs führt zu Armut in Europa

"Die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) hat die Kürzungen staatlicher Sozialleistungen im Zuge der Wirtschafts- und Finanzkrise in Europa scharf kritisiert. Zusammen mit Arbeitslosigkeit, niedrigeren Löhnen und höheren Steuern hätten diese Maßnahmen zu "mehr Armut und sozialer Ausgrenzung" geführt, erklärte die ILO in ihrem Weltbericht zur sozialen Sicherung."

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Ehemaliger Nutzer 03.06.2014 | 14:24

Der Neoliberalismus in der EU benötigt Nationalismus zur Durchsetzung seiner Forderungen. Nur so können die Staaten gegeneinander ausgespielt und dem Diktat der Troika unterworfen werden.

Wer für den Neoliberalismus und den Europäischen Wirtschftsraum stimmt, der unterstützt Le Pen und den Nationalismus.

Dass Sie das nicht erkennen, das wundert mich kaum, müssten Sie dazu doch ihre kleine vorgefertigte Denkblase verlassen. Das wäre wirklich zu viel verlangt.

So wird Europa zerstört.

Daher:

Im Übrigen bin ich der Meinung, dass die EU zerstört werden muss.

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Ehemaliger Nutzer 03.06.2014 | 14:47

"Harmonisierung der Lebens und Arbeitverhältnisse"

bedeutet:

Verschlechterung der Lebens und Arbeitverhältnisse und Entwurzelung bis auf Wanderarbeiterniveau. Diese prekären EU-Wanderarbeiter werden dann von den entstehenden und schon vorhandenen rechtsextremen Banden kontrolliert, siehe Ukraine.

EU ist Armut per Diktatur

EU bedeutet die Kontrolle der Armen durch Rechtsextreme

Kurz und bündig:

Die EU fördert Nationalismus und Rechtsextremismus

Die EU fördert Wanderarbeiter in Sonderwirtschaftszonen

EU bedeutet die Kontrolle der Armen durch Rechtsextreme

EU ist Armut per Wirtschafts-Dekret

Die EU zerstört Europa

Daher:

Im Übrigen bin ich der Meinung, dass die EU zerstört werden muss.

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Ehemaliger Nutzer 03.06.2014 | 15:06

Die Kindersterblichkeit ist in Griechenland unter der Herrschaft der Troika um fast 50 Prozent gestiegen ...

Kurz und bündig:

Die EU fördert Nationalismus und Rechtsextremismus

Die EU ist ein militanter, expansiver Wirtschaftsraum

Die EU fördert Wanderarbeiter in Sonderwirtschaftszonen

EU bedeutet die Kontrolle der Armen durch Rechtsextreme

Die EU steigert die Kindersterblichkeit

Die EU steigert die Arbeitslosigkeit

EU ist Armut per Wirtschafts-Dekret

Die EU zerstört Europa

Daher:

Im Übrigen bin ich der Meinung, dass die EU zerstört werden muss.

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Ehemaliger Nutzer 03.06.2014 | 15:12

Daher:

Für ein Europa ohne Nationalismus, Armut, Gewalt, Militarismus, Arbeitslosigkeit und sozialer Ausgrenzung.

Für ein Europa ohne Wirtschaftsdiktat der EU

Für ein demokratisches Europa

Für ein freiheitliches Europa

Für ein soziales Europa

Im Übrigen bin ich der Meinung, dass die EU zerstört werden muss.

karamasoff 03.06.2014 | 15:19

Leben auf welchem Niveau für wieviele jeweils?

Die Statistik würd ich gerne mal in 50 Jahren sehen, wenn die letzten Reste der Wohlstandsjahre abgeschmolzen sind.

Oder ich fahr mal wieder nach Kroatien und erzähl das den Bauern dort in Slavonien: Hey ihr habt zwar super Produkte, aber das kauft keiner, weil die etablierte EU-Industrie billigere anbietet und auch exportiert. Dafür steigt eure Lebenserwartung...

Oder ich zitiere mal die Energielieferanten aus Dalmatien auf die Frage warum die Preise in denletzten 3 jahren um fast 100% gestiegen sind: " Hey wir sind jetzt in der EU und müssen usnere Preise anpassen"

Daß die (lausigen)Löhne aber nicht steigen und es immer weniger Arbeit gibt interessiert sowohl die EU als auch die Etablierten in Kroatien nicht.

Warum auch...hauptsache das System die Stats stimmen.

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Ehemaliger Nutzer 03.06.2014 | 15:23

Nochmal, ganz aktuell, oben schon zitiert, aber wohl untergegangen:

Sparkurs führt zu Armut in Europa

"Die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) hat die Kürzungen staatlicher Sozialleistungen im Zuge der Wirtschafts- und Finanzkrise in Europa scharf kritisiert. Zusammen mit Arbeitslosigkeit, niedrigeren Löhnen und höheren Steuern hätten diese Maßnahmen zu "mehr Armut und sozialer Ausgrenzung" geführt, erklärte die ILO in ihrem Weltbericht zur sozialen Sicherung."

Und das ist nur ein Bericht, der die Auswirkungen der EU-Diktatur beschreibt, Einer EU-Diktatur unter deutsch-nazionaler Führung ...

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Ehemaliger Nutzer 03.06.2014 | 15:36

Die Lebenserwartung in der RF lag noch nie so niederig wie zu Zeiten der wilden kapitalistischen Wirtschaftsdiktatur unter Jelzin. Zu der Zeit herrschten dort genau die Zustände, die nun die EU anstrebt.

Nach Beendigung der wilden kapitalistischen Wirtschaftsdiktatur ist die Lebenserwartung stetig gestiegen.

Wobei es nun keineswegs optimal ist. Demokratie, Freiheit und Soziales stehen auf schwachen Beinen. Die staatliche Wirtschaftsdiktatur hat die negativen Aiswirkungen der Räuberbarone nur etwas eingefangen.

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Ehemaliger Nutzer 03.06.2014 | 15:40

Damit es nicht untergeht ...

Kurz und bündig:

Die EU fördert Nationalismus und Rechtsextremismus

Die EU ist ein militanter, expansiver Wirtschaftsraum

Die EU fördert Wanderarbeiter in Sonderwirtschaftszonen

EU bedeutet die Kontrolle der Armen durch Rechtsextreme

Die EU steigert die Kindersterblichkeit

Die EU steigert die Arbeitslosigkeit

EU ist Armut per Wirtschafts-Dekret

Die EU zerstört Europa

Ergo:

Für ein Europa ohne Nationalismus, Armut, Gewalt, Militarismus, Arbeitslosigkeit und sozialer Ausgrenzung.

Für ein Europa ohne Wirtschaftsdiktat der EU

Für ein demokratisches Europa

Für ein freiheitliches Europa

Für ein soziales Europa

Daher:

Im Übrigen bin ich der Meinung, dass die EU zerstört werden muss.

gelse 03.06.2014 | 15:53

>>Das klingt wieder wie der Verstaatlichung allen Eigentums.<<
Ist es nicht, hab ich auch nicht geschrieben.
Der Staat in seiner heutigen Form könnte eh keine demokratische Verfügungsmacht über unsere Volkswirtschaft gewährleisten, da hilft bekanntlich auch kein Grundgesetz.
Ausserdem muss keineswegs Alles vom Staat geregelt werden. Ich habe ja als Denkanstoss schon mehrmals die Mondragón Corporación Cooperativa (MCC) erwähnt. Will nur niemand was davon wissen.
Nun ja, eine Mehrheit kann /will sich zurzeit keinen demokratischen Staat vorstellen, und schon gar nicht demokratisches Wirtschaften.
Aber gut, dass wir mal drüber reden konnten :-)

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Ehemaliger Nutzer 03.06.2014 | 17:25

@Alle

Verehrte Streithähne,

wissen Sie, was ich gerade mache, indes ich Euren …., ich sag trotz allem noch Disput, verfolge?

Nein?!

Geschissen drauf – ich sag's Euch trotzdem!

Ich sitze mit (gefühlt) feuchten Augen vor einem verstaubten (jetzt nicht mehr), lange nicht geöffneten Holzkistchen. Inhalt: Geld – Knete – Mücken – Mäuse – Diridari aus den zugegebenermaßen wenigen Ländern, in denen ich schon war. Mit einer nordafrikanischen Ausnahme allesamt europäisch.

Mann, waren wir einmal reich (!) – ich und dieses schöne alte Europa!

Dabei kommt mir so allerhand Nostalgisch-Romantisches in den euro-genervten Sinn. Die kleinste Berührung schon ist ausreichend für ganze Container voller Erinnerungen.

Diese speckigen französischen Riesen-Lappen – und wie freudig wir Schulausflügler die in Empfang genommen haben bei der Wechselstube (kennt das Wort überhaupt noch einer?), bevor's über die Rheinbrücke ging nach Strasbourg oder Colmar – ins Ausland! Juhu!

Oder hier die vergleichsweise niedlichen Peseten-Scheine – der 500er z.B. mit "Rosalia de Castro" drauf, der galizischen Lyrik-Ikone. Mit zehn von denen konnte man es aber so was von krachen lassen auf "Las Ramblas"!

Über das allen voran am gernsten strapazierte Euro-Stereotyp: Da hat man doch auch diese lästige Rechnerei nicht mehr! lach ich mich doch glatt tot. Ein Mal etwas essen oder trinken gehen, und das flutscht!

Geld – das (landes)eigene, mit den Abbildungen der eigenen "Heros" – ist nämlich, vom Wert mal abgesehen, in seiner identitätsstiftenden Wirkung nicht zu unterschätzen. Z.B. war auch nicht jeder Ossi nur scharf auf die West-Mark! Ich kenne genug, denen eine mental verträglichere Lösung lieber gewesen wäre – eine offene, freie, wirklich demokratische DDR zunächst, mit der (währungspolitisch anerkannten) alten Alu-Knete, und – eigener, gesund-nationaler, nicht ganz so erzkapitalistischer Identität.

Und genau die ist mit den verschwundenen Escudos, Drachmen, Lire usw. auch deren vormaligen Mehr-oder-weniger-Besitzern so jählings wie (un)gepflegt abhanden gekommen. Vom ganzen anderen europäisch-oktroyierten Scheiß will ich jetzt gar nicht reden. Auf jeden Fall dürfte das mit ein Grund für die steigende Empfänglichkeit für nationalistische Hirn-Scheiße sein!

So wäre mir für meinen Teil auch ein einfach nur friedlich-fröhliches, kunterbuntes Europa lieber. Wo jeder bei/mit dem anderen Urlaub oder Geschäfte machen kann, wie's ihm beliebt. Wenn nach dergleichen den jeweiligen Hohen Herren nur der Sinn stünde, gäb's auch gewiss entsprechende Möglichkeiten.

Keine Sau bräuchte z.B. eine "Alternative für Deutschland", wenn Würde und Freiheit der Menschen tatsächlich alternativlos wären!!!

Carlos der Friedliche

freedom of speech? 03.06.2014 | 18:00

Aus Sicht eines Münzsammlers mögen Sie Recht haben.

Es ist allerdings ein wenig verblüffend, wie man übersehen kann, dass auch Sie Ihre Erfahrungen in einer noch weniger entwickelten EU gemacht haben.

Und es ist unfassbar, wie leichtfertig manche ein erfolgreiches Friedensprojekt qua Nationalismus aufs Spiel setzen, das dem Kontinent eine ungekannt lange Friedensphase gebracht hat.

In der Zeit davor haben die Völker Europas alle 20-30 Jahre Krieg geführt.

Es geht um mehr als viele bunte Scheine.

Viele Grüße

fos?

Hunter S.T. 03.06.2014 | 19:34

Das klingt doch sehr entlarvend nach der Antisemitismuskeule, die immer wieder geschwungen werden muss, weil sich die Verschwörungstheoriekeule nicht richtig etabliert werden konnte (wahrscheinlich weil sich immer wieder zu viele Verschwörungstheorien als korrekt erwiesen haben, von Operation Northwoods über MKUltra bis hin zu Gladio). Die Teilnehmer der Montagsdemos in die Rechte Ecke zu stellen ist unverantwortlich. Die EU baut doch an einem faschistischen und zutiefst undemokratischen Konzernimperium, da sind die Braunen und nicht auf den Demos. Die wollen doch langfristig eine Weltwährung und eine Weltregierung, das ist Größenwahn pur.

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Ehemaliger Nutzer 03.06.2014 | 20:08

Ach so, wer etwas mehr über den Zusammenhang zwischen Neoliberalismus und Rechtsextremismus nachlesen möchte, dem sei folgende Lektüre empfohlen, welche auch schon im Beitrag "Das nazionale Triumvirat" empfohlen wird:

Neoliberalismus und Rechtsextremismus in Europa
Zusammenhänge – Widersprüche – Gegenstrategien

von Peter Bathke und Susanne Spindler (Hrsg.). Reihe: Texte der Rosa-Luxemburg-Stiftung; Bd. 29

Sind Neoliberalismus und der Rechtsextremismus kompatibel oder schließen sie einander aus? Der Band bietet eine Analyse des widerspruchsvollen Wechselverhältnisses zwischen Neoliberalismus und Rechtsextremismus in der Gegenwart.
Ideologeme rechtsextremen und neoliberal-etablierten Denkens werden eben so hinterfragt wie das Ineinandergreifen staatlichen Handelns und rechter Argumentationsmuster.

Rechtsextreme Antworten bezüglich neuer Unsicherheiten in Arbeit und Alltag beeinflussen gewerkschaftliche Arbeit oder erscheinen in medialen Diskursen – sie finden sich eben nicht nur am Rand, sondern mitten in der Gesellschaft. In verschiedenen europäischen Ländern zeigen sich unterschiedliche Entwicklungen, aber auch Gemeinsamkeiten, die die Frage aufwerfen, wie diesen Prozessen ein solidarisches politisches Handeln entgegengesetzt werden kann.

Mit der Thematik setzen sich auseinander: Gabrielle Balazs, Christoph Butterwegge, Jean-Yves Camus, Klaus Dörre, Wolfgang Dreßen, Hermann Dworczak, Michael Fichter, Richard Stöss, Bodo Zeuner, Gudrun Hentges, Christina Kaindl, Ralf Ptak, Alfred Schobert, Olga Schell, Herbert Schui, Ineke van der Valk, Loic Wacquant und Gerd Wiegel.

http://www.rosalux.de/uploads/pics/Texte29_01.jpg

Siehe im obigen Sammelband besonders:

Herbert Schui: Rechtsextremismus und totaler Markt: Auf der Suche nach gesellschaftlicher Klebmasse für den entfesselten Kapitalismus

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Ehemaliger Nutzer 03.06.2014 | 20:15

Und damit das Wesentliche nicht untergeht:

Kurz und bündig:

Die EU fördert Nationalismus und Rechtsextremismus

Die EU ist ein militanter, expansiver Wirtschaftsraum

Die EU fördert Wanderarbeiter in Sonderwirtschaftszonen

EU bedeutet die Kontrolle der Armen durch Rechtsextreme

Die EU zerstört die Meinungsfreiheit

Die EU steigert die Kindersterblichkeit

Die EU steigert die Arbeitslosigkeit

EU ist Armut per Wirtschafts-Dekret

Die EU zerstört Europa

Ergo:

Für ein Europa ohne Nationalismus, Armut, Gewalt, Militarismus, Arbeitslosigkeit und sozialer Ausgrenzung.

Für ein Europa ohne Wirtschaftsdiktat der EU

Für ein demokratisches Europa

Für ein freiheitliches Europa

Für ein soziales Europa

Daher:

Im Übrigen bin ich der Meinung, dass die EU zerstört werden muss.

gelse 03.06.2014 | 20:31

Für ein Europa ohne Nationalismus, Armut, Gewalt, Militarismus, Arbeitslosigkeit und sozialer Ausgrenzung.

Für ein Europa ohne Wirtschaftsdiktat der EU

Für ein demokratisches Europa

Für ein freiheitliches Europa

Für ein soziales Europa

Gut.
Bleibt noch die Frage, wie wir das machen.
Lobbyismus? Ich hatte ja schon mal eine Volkslobby vorgeschlagen: Jede/r Interssierte zahlt pro Jahr 20 €uronen ein. Wenn 10 Mio. mitmachen, kommen jedes Jahr 200 Mio. €uri zusammen. Damit könnte eine Bundestagstagsmehrheit gekauft werden. Gleiches in anderen Ländern...
Oder: Die Herrschenden bekämen Angst, eine Mehrheit würde ernsthaft auf eine Revolution hinarbeiten. Dann machen sie Zugeständnisse, wie damals in USA beim "new deal". Der Revolutionswille müsste aber schon glaubhaft rübergebracht werden, nicht so ein bisschen Dauergeschwätz über eigentlich nötige höhere Besteuerung von Kapitalerträgen. Darüber machen sie Witze. z.B. "Wir würden schon, aber der Staat lässt uns ja nicht!"

Und nicht:
"Für ein Europa ohne Wirtschaftsdiktat der EU"
das ist auch lächerlich
"Ohne Wirtschaftsdiktat der Besitzoligarchie", oder "der Renditejunkies" oder Vergleichbares wäre etwas deutlicher. Nicht dass damit schon viel erreicht wäre, aber je schwammiger Ziele formuliert werden, um so schneller werden die Formulierungen von Volksverarschern okkupiert.
Nicht dass ich der Weisheit letzten Schluss gefunden hätte: Ein bisserl Brainstorming sollten wir uns leisten.

freedom of speech? 03.06.2014 | 22:24

„…Oder um es etwas geschichtsbezogen zu sagen:

Nationalismus und Rechtsextremismus als höchste Stadien des Neoliberalismus…“

Geschichtsbezogen? Neoliberalismus zeitlich vor dem Nationalismus?

Interessant. In Ihrem Geschichtsbewusstsein gibt es das Ei also auch ganz ohne Huhn.

Sinn wird zu Unsinn, vorher zu nachher, X zu U.

Mir ist zwar noch nicht ganz klar, was diese Verwirrung soll, aber ich vermute, Sie wollen vom Wesen des Montagsdemonationalismus ablenken.

Dabei liegt es auf der Hand: Sie können die Begriffe Globalismus und Neoliberalismus nahezu gleichsetzen. Zumindest meinen die Meisten das Gleiche.

http://de.wikipedia.org/wiki/Globalismus

http://de.wikipedia.org/wiki/Neoliberalismus

SANU Memorandum 1985:

http://www.eurozine.com/articles/article_2005-07-08-eriksen-de.html

„…Der Globalismus als Ideologie wird gefördert von multinationalen Unternehmen und heimlichen Machtzentren, die Gehorsam verlangen - von der Bilderberg-Gruppe, der Trilateralen Kommission, dem Council for International Relations, die Nachrichtendienste, Armeen, Bankiers, Manager sammeln. Selbst die Regierungen der Supermächte werden von solchen Organisationen gesteuert. Diese Ideologie ist mit der Idee des Nationalstaats unvereinbar - so wie die Feudalstaaten, die der Modernisierung im Wege standen, weichen mussten….“

Bumm. Da hatte Mihajlo Markovic ein Ei auf die Schiene genagelt. Und genau das ist der Motor der Eurasier, der Nationalbolschwisten, der Antiamerikaner, vieler Montagsdemonstranten, Putinisten, Stalinisten und Nazis. (Jeweils mit unterschiedlichen Ausschmückungen von Marx bis zu den Weisen von Zion.)

Die Nation als Retter vor dem amerikanischen Kapitalimperium.

Hurra. Es lebe die Nation.

Und ist man damit schon auf einer höchst Bürger/kriegsgefährlichen Schiene, stellt sich ja dann auch noch die Frage, ob Nationalismus tatsächlich gegen das verhasste „Imperium“ hilft.

Erste Folge der "stolzen" nationalen Beschränkungen: Kapitalflucht und innere Spannungen, Verlust von Arbeitsplätzen, Freiheiten und Toleranz, wachsende Abhängigkeit von außen.

Hat Monsieur Hollande schon alles durchgespielt. Allerdings im Schutz der EU, die Frankreich vor der schlimmsten Kapitalfluch geschützt hat.

Ohne EU läßt sich das auch hervorragend an der Türkei und Russland betrachten, die inzwischen höhere Zinsen zahlen müssen als die Griechen.

http://pigbonds.info/

Tragisch, nicht wahr?

Es gibt keine einfachen Lösungen.

Und von Radio Mopperkopp schon gar nicht.

Viele Grüße

fos?

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Ehemaliger Nutzer 04.06.2014 | 06:18

Also doch eine Leseschwäche. Oder schlichte Unterstellungssüchtelei.

Oben schreibe ich dutzende Male, dass es gegen den Nationalismus geht.

Und dass Neoliberalismus eine Brutstätte des Rechtsextremismus ist, siehe den Literaturverweis. Und dass der neoliberale Europäische Wirtschaftsrqaum eine Brutstätte des Nationalismus und des Rechtsextremismus ist.

Aber Sie wälzen sich wohl lieber in Antiamerkianismus und fühlen sich wohl in der Gesellschaft von Montagsdemonstranten, Stalinisten und Nazis, da Sie diese so auffällig oft erwähnen. Viel Spaß dort weiterhin. Meine Welt ist das nun mal nicht. Ich muss sagen, ich habe selten so eine dümmliche und haltlose "Argumentation", besser Unterstelleritis hier gelesen wie Ihre.

Kurz und bündig:

Die EU fördert Nationalismus und Rechtsextremismus

Die EU ist ein militanter, expansiver Wirtschaftsraum

Die EU fördert Wanderarbeiter in Sonderwirtschaftszonen

EU bedeutet die Kontrolle der Armen durch Rechtsextreme

Die EU zerstört die Meinungsfreiheit

Die EU steigert die Kindersterblichkeit

Die EU steigert die Arbeitslosigkeit

EU ist Armut per Wirtschafts-Dekret

Die EU zerstört Europa

Ergo:

Für ein Europa ohne Nationalismus, Armut, Gewalt, Militarismus, Arbeitslosigkeit und sozialer Ausgrenzung

Für ein Europa ohne Wirtschaftsdiktat der EU

Für ein demokratisches Europa

Für ein freiheitliches Europa

Für ein soziales Europa

Daher:

Im Übrigen bin ich der Meinung, dass die EU zerstört werden muss.

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Ehemaliger Nutzer 04.06.2014 | 06:34

Und bezüglich Griechenland ist das wieder einer dieser billigen Verdummungsstrategien aus dem Propagandakästchen. Griechenland bekommt überhaupt nur Geld, weil eine Rundumsorglosgaratie abgegeben wurde, dass die Steuerzahler für alle Verluste bluten müssen. Obendrein sind die Werte bezüglich Griechenland mal wieder massiv geschönt. Griechenland zahlt werder Zinsen noch Tilgung, hat das auf den Sanktnimmerleinstag verschoben, ist aber trotzdem pleite.

Wo man auch hinschaut, Schulden, Elend, geschönte Zahlen usw, dafür aber Nationalismus, Rechtsextremismus und Militarismus. Schöne Neue EU ....

Hunter S.T. 04.06.2014 | 12:20

Die Teilnehmer der Montagsdemos vertreten in weiten Teilen die Argumente der Veranstalter, insofern ist meine Kritik absolut berechtigt. Weder die Teilnehmer, noch die Veranstalter, noch die von Ihnen angesprochenen Foristen sind eindeutig der rechten Ecke zuzuordnen. Sie sitzen dabei einem häufig gemachten Fehler auf, der vom Mainstream etabliert worden ist: Banker oder Zionisten oder Israelis sind gleichbedeutend mit allen Menschen jüdischen Glaubens. Dabei wird völlig außer acht gelassen, dass es absolut integre Menschen jüdischen Glaubens gibt, die auf sehr intelligente und zutreffende Weise Banker, Israelis und/oder Zionisten kritisieren. Das Schwingen der Antisemitismuskeule nimmt immer absurdere Züge an, wie etwa im SpiegelTV-Beitrag zu den Montagsdemos. Da wurde doch tatsächlich behauptet, dass 'Fed' (amerikanische private Zentralbank, die Geld aus dem Nichts erschafft) ein geheimer Code für die jüdische Weltverschwörung sei, obwohl kein Mensch von Juden gesprochen hat- lupenreine Propaganda des Geldadels, damit bloß keiner über die Entstehung von Geld und den Zinseszins-Effekt nachdenkt. Einfach mal das Video 'wie funktioniert Geld' anschauen und nein, mit den Außerirdischen da sind keine Juden gemeint :)

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Ehemaliger Nutzer 04.06.2014 | 12:46

Die Teilnehmer der Montagsdemos vertreten in weiten Teilen die Argumente der Veranstalter.....

das bezweifle ich stark, will es auf alle Fälle aber nicht hoffen.

Ausnahmen dürften die Montagsdemos nach 1989 sein, die gegen die Agenda 2010 demonstrieren, an die sich die "Friedensapostel" ja nur mehr oder weniger angehängt haben.

Ich gehe davon aus, dass mit der Fußballweltmeisterschaft in 8 Tagen und der anschließenden Ferienzeit die "neueren" Friedensdemos der Vergangenheit angehören und dann wieder in kleinem bis kleinsten Kreis primär gegen Hartz IV demonstriert wird.

Die Veranstalter dieser Demos haben doch längst gemerkt, dass dieser durch Themenausweitung erfolgte kurzzeitige Hype der ursprünglichen Motivation eher geschadet als genützt hat.

Hunter S.T. 04.06.2014 | 13:27

Die alten Methoden von Teile und Herrsche sowie Brot und Spiele sind genauso überholt, wie die plumpe Einteilung von Menschen in Links und Rechts. Sehr seltsam, dass Sie allen ernstes hoffen, dass sich die Menschen wieder einlullen lassen und zurückkehren in ihre geistige Umnachtung, weil die WM läuft. Ihr Wunsch wird aber wohl kaum in Erfüllung gehen, da es praktisch kein zurück mehr gibt, wenn man bestimmte entscheidende Mechanismen (wie etwa die Geldschöpfung und den Zinseszins-Effekt) verstanden hat. Insofern werden die Leute wohl kaum sagen: 'OK die WM ist dran, jetzt ist ja auch egal, dass wir vom Geldadel ausgeraubt und geknechtet werden und die eine undemokratische Diktatur ist.' Früher oder später wird die kritische Masse erreicht sein und dann bleibt dem System nichts anderes mehr übrig, als abzudanken oder alle freiheitsliebenden Menschen wegzusperren und/oder zu massakrieren. In den USA stehen dafür bereits die FEMA-Camps bereit. Es bleibt natürlich jedem selbst überlassen, ob er die Märchen vom demokratischen Westen, der sich für Demokratie und Menschenrechte einsetzt und in dem Presse- und Meinungsfreiheit herrschen, bis zum ( vielleicht bitteren) Ende blind glauben oder sich nicht lieber selbst eine Meinung, abseits der Meinungsdiktatur des Mainstreams, bilden möchte...