EU-Zusammenbruch aus Angst vor Deutschland?

BREXIT Der wirtschaftliche Fall vieler Staaten wird von einem zunehmend dominanter werdenden Deutschland begleitet, was in vielen EU-Mitgliedsstaaten wieder Urängste weckt.
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In all den vielen Erklärungsansätzen für EU-kritische Bewegungen wird gerne ein Faktor unterschlagen: Die zunehmende Rolle des wirtschaftlich potenten Deutschlands in der EU.

Der wirtschaftliche Fall vieler Staaten wird von einem zunehmend dominanter werdenden Deutschland begleitet, was in vielen EU-Mitgliedsstaaten wieder Urängste weckt.

Sie haben das Gefühl, dass die meisten EU-Entscheidungen im Einklang mit deutschen Interessen gefällt werden und ihre eigenen Interessen zu kurz kommen. Damit sind zumeist nicht finanzielle Interessen gemeint, denn Deutschland ist der größte Nettozahler. Es sind machtpolitische Interessen, die uralte Ängste bei den Nachbarländern wecken.

Deshalb ist die Kritik an der deutschen EU-Flüchtlingspolitik nur ein Symptom, der sich die EU-Kritiker argumentativ bedienen und nicht die eigentliche Ursache.

"Die EU-Integration ist nicht selbstverständlich", dies gilt auch für Deutschland, dessen Politiker sich gerne dieser Aussage bedienen. Deshalb sollte Deutschland trotz seiner dominanteren Position, wie in den Nachkriegsjahren mehr Zurückhaltung üben. Sonst wird diese EU aus Angst vor Deutschland zusammenbrechen.

11:35 24.06.2016
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