Gorleben – tot oder lebendig?

Atomkraft Mit Treckern gegen Atomkraft: Am Samstag will eine Demo in Berlin der Wahlkampf-Debatte um Endlager neuen Stoff liefern. Das ist auch dringend nötig
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Katherina Reiche kennt sich aus: Was Umweltminister Sigmar Gabriel, die Linkspartei und Bündnis 90/Die Grünen über den Standort Gorleben im diesjährigen Wahlkampf verlauten lassen, sei reine "Schattenfechterei", so die CDU-Expertin für Endlagerfragen. Reiche muss es wissen. Schließlich versteht sie selbst eine Menge vom Schattenfechten und perfekt platzierten Nebelkerzen. Sogar den Sozialdemokaten Gabriel übertrifft sie in dieser Disziplin.

Wenn am Samstag einige Dutzend Trecker aus dem Wendland in Berlin eintreffen, um "Mal richtig abzuschalten", wie das Motto der Demonstration lautet, geht es um die Richtungsentscheidung, die die Bundestagswahl sowohl für den Atomausstieg darstellt, als auch das Schicksal von Gorleben und dem möglichen Fortgang