Antje Schrupp, Flüchtlinge und Rassisten

Sexuelle Übergriffe Gleich zu Beginn müssen wir feststellen, dass erstens sexuelle Übergriffe zum Alltag vieler Frauen gehören und dass zweitens alle Männer potenzielle Täter sind.
Bei diesem Beitrag handelt es sich um ein Blog aus der Freitag-Community

Sexuelle Belästigungen, Übergriffe und Vergewaltigungen sind widerliche Verbrechen, die rechtsstaatlich hart verfolgt und gesellschaftlich deutlich verurteilt werden müssen. Dabei ist es völlig unerheblich, ob die Täter Einheimische, Eingebürgerte, Ausländer oder Asylbewerber sind. Genau bei der Bejahung oder Ablehnung dieser Feststellung zeigt sich, wer ein Rassist, wer ein Schein-Demokrat und wer ein überzeugter Demokrat ist.


Der Beitrag von Antje Schrupp ist deswegen ein Paradebeispiel für die Gedanken einer aufrechten und überzeugten Demokratin. Und alle, die sie direkt oder indirekt angreifen, weil sie die Täter nicht nach ihrer Herkunft unterscheidet, sind im günstigsten Fall stark gefährdete potenzielle Täter und im ungünstigsten Fall Schein-Demokraten oder gar Rassisten, wobei ich sagen muss, dass ich die Schein-Demokraten für eine offene Gesellschaft gefährlicher erachte, als die sich bekennenden Rassisten, weil die Rassisten "fassbarer" sind, die Schein-Demokraten jedoch nicht.


Wichtig ist, zu wissen, dass die Flüchtlinge nicht per se die besseren Menschen sind. Auch unter ihnen gibt es Rassisten, Schein-Demokraten und aufrechte Demokraten. Auch unter ihnen gibt es Verbrecher, Vergewaltiger und Mörder. Aus einer falsch verstandenen Solidarität heraus, dies zu verschweigen und deren Verbrechen kleinzureden, hilft nur den Rassisten. Das zu betonen und deren Verbrechen großzureden, ebenso, falls das nicht von Rassisten selbst kommt. Das, was wir brauchen, ist eine Normalität, die die Tatsache berücksichtigt, dass Verbrechen von einzelnen Menschen verübt werden und nicht von Angehörigen einer Religionsgemeinschaft oder von Trägern eines besonderen Blutes oder gar von bestimmten Menschen einer Hautfarbe.


Alle, die logisch denken können, werden wissen, dass die aufgenommenen Flüchtlinge eine Vergangenheit haben, in der auch sehr traumatische Erlebnisse vorgekommen sein können. Oder dass sie aus einem Kulturkreis stammen, der nicht sehr kompatibel mit dem hiesigen Kulturkreis ist. Das heißt, der Spruch von Frau Merkel, wir schaffen das!, ist kein Selbstläufer. Wenn wir das wirklich schaffen wollen, müssen wir einiges dafür tun. Den Willigen die Hand zu reichen und die Verbrecher hinter Schloss und Riegel bringen, ist dabei das Mindeste, was nötig ist, es tatsächlich zu schaffen.

13:35 08.01.2016
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

Kommentare 26

Avatar
Ehemaliger Nutzer | Community