azrep

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RE: Wiener Staatszocker | 02.08.2009 | 02:31

Wie absurd ist denn das? Da leiht sich der Staat zum "risikolosen" Mini-Zinssatz seiner Staatsanleihen Geld am Kapitalmarkt, um dieses in hochverzinsliche Zockerpapiere anzulegen (die wenn es gut geht einen hoeheren Zins abwerfen sollen). Das ganze finanzieren Kaeufer der Staatsanleihen, die diese im Glauben einer risikolosen Anlage in einen Staat mit hoechster Bonitaet erwerben. Man beluegt die Kaeufer der Staatsanleihen und buerdet das Risiko dem Steuerzahler auf. Das ist ein Schneeballsystem auf Kosten der Steuerzahler und klingt nicht mehr nur wie aus dem Manual eines normalen Hedge-Fonds, sondern eines kriminellen Hedge-Fonds a la Madoff.

Im nachhinein wundert mich auch nicht mehr wirklich die Anzeige die ich vir einiger Zeit in der Londoner Financial Times sah. Die Anzeige bewarb die CFA-Qualifikation mit Martha Oberndorfer, der Geschäftsführerin der im Text erwaehnten oesterreichischen Bundesfinanzierungsagentur! Die CFA-Qualifikation ist stark in Mode bei juengeren Investmentbankern und Beratern. Nahezu alle grossen Investmentbanken foerdern diese 3jaehrige nebenberufliche Qualifikation, in deren Gewichtung "ethisches Handeln" etwa 20% zukommt.
Natuerlich findet sich in der Werbung auch das Thema "Ethik" wieder, die Werbung gibt es hier:

www.cfainstitute.org/cfaprog/utility/flash/viewbook_oberndorfer.html

Noch mehr lustiges ueber die Leiterin der Bundefinanzierungsagentur:
www.ots.at/presseaussendung/OTS_20071123_OTS0188