Marokko schießt zweiten Satelliten ins All

Eine neue Raumfahrtnation Das marokkanische Weltraumprogramm geht in die zweite Runde
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Bereits im November 2017 startete der erste marokkanische Satellit vom Raumfahrtzentrum Französisch-Guayana. Am 20.11.2018 soll nunmehr der zweite Satellit mit dem Namen „Mohamed VI – B“ erfolgen. Damit gehört Marokko unbestritten zu den Raumfahrtnationen.

Der neue Satellit soll insbesondere die Entwicklung in der Landwirtschaft vorantreiben. Gleichzeitig wird der Satellit in Fragen der Sicherheit und Gefahrenabwehr eingesetzt. So soll der neue Satellit der Überwachung der Landesgrenzen und der Abwehr von nationalen und internationalen Gefahren dienen.

Der bevorstehende Start des zweiten Satelliten ist Ausdruck von immensem Fortschritt im nordafrikanischen Land. Das politische System in Marokko unter der Führung des Königs erwies sich als flexibel im Umgang mit den veränderten Bedingungen und der fortschreitenden Technologie. Das Land hat gelernt, sich für zeitgemäße Reformen zu sensibilisieren; zu einer dauerhaften Stagnation des politischen Systems wie in den anderen Staaten des Maghreb ist es nicht gekommen.

Seit der Thronbesteigung Mohamed VI. hatte sich quer durch die marokkanische Gesellschaft eine Debatte über die Notwendigkeit von politischer Öffnung, Demokratisierung und technischem Fortschritt etabliert. Diese politische Öffnung sollte dazu dienen, demokratische Prozesse und Institutionen im westlich liberalen Verständnis zu etablieren und zu konsolidieren. Die politische Liberalisierung wurde zum gesamtgesellschaftlichen Konsens und als notwendige Begleiterscheinung des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Fortschritts betrachtet.

18:21 13.11.2018
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