Robert Baberske

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RE: Er mag mich | 26.08.2013 | 20:32

Ich fand "Feindbild", dann die Folge, in der König komatös pausierte und "Fischerkrieg" schon ganz weit vorn.

RE: Er mag mich | 26.08.2013 | 10:03

Während man in Köln beispielsweise in jeder Folge bei Null anfängt, besteht in Rostock die Gefahr bei Nichtschauen, Details zu verpassen. Hier hatte das Eheaus Bukows wenigstens Stil, ohne Holzhammer mit dem man die Bootzsche Ehe zerkloppt hat. Die Frage ist, wann Eoin Moore als "Headautor" das nächste Mal eingesetzt wird und das ganze Geflecht aus Ehekrise und Flucht zu Ende bringt. Verdient er eigentlich als "Headautor" an jeder Folge mit?

Das Team großartig, jede Figur auf ihre Art und Weise bemerkenswert, Pöschel wächst mir immer mehr ans Herz. Dabei waren die größten der Großen - Uwe Preuss und Klaus Manchen - noch nicht einmal zugegen. Der Fall allerdings ungewöhnlich schwach für Rostocker Verhältnisse. Aber wie gesagt, die Figuren und vor allem die Kneipenszene reißen einiges raus.

RE: Das können Sie doch nicht machen | 17.06.2013 | 08:37

An Katja Riemann scheiden sich genauso die Geister, wie an Simone Thomalla. Ich find Riemann nach wie vor Klasse und sie hat den tristen, leicht makaberen Fall (Keppler allein mit dem Kindersarg im teifverschneiten Wäldchen) in Schwung gebracht. Auch bei dem DAS!-Interview hat sie mich beeindruckt, sich dort einfach querzustellen. Der Frisur nach, fand das im Umfeld der Dreharbeiten zu diesem Leipziger Tatort statt.

Für das Thema mit Ägypten und Südsudan fand ich die Folge noch angenehm unaufgeregt. Man erinnere sich doch nur an "Schwarzer Afghane", wo Keppler noch mit dem Taxi zur Terrorabwehr fährt. Leipzig sollte sich aber wieder mit Themen von hier beschäftigen, die große, weite Welt ist nicht das Wahre.

PS: Drei Autoren für eine Folge scheint in Mode zu kommen. Upcoming Berlin, München und Bremen geizen damit nicht.

RE: Das ist nicht von uns | 29.04.2013 | 00:01

Ich habe mal nach langen Wochen fast nichts zu meckern. Bin doch sehr angetan von diesem Team aus Norddeutschland. Bin da nach wie vor entsetzt, lieber Herr Dell, wie man den Tschiller-Erstling so gut darstellen lassen kann, wie Sie damals. Das war heute Balsam für die geschundene Hamburg-Seele.

Musik und Bildgestaltung waren großartig. Die Story nicht gerade komplex, die Auflösung zugegebenermaßen nicht gut. Aber den Spielraum nach oben möchte ich diesem Tatort-Team noch zugestehen.

RE: Gemeinsames Terrorabwehrzentrum | 19.03.2013 | 11:30

Schick, der Herr Keppler. Ansonsten ein Wischi-Waschi-Tatort, tut nicht weh, fischt halt ein wenig im Klischee-Sumpf, Kostja Ullmann scheint auf "Ausländer"-Rollen fixiert zu sein.

Der Titel - naja, eher glänzt der MDR mit Allerweltstiteln und versucht mit "Schwarzer Afghane" vielleicht über das Ziel hinauszuschießen. Hätte auch nicht gedacht, dass der Titel durchkommt. Der Film erweckt sowieso den Eindruck, dass man ein wenig auf die Kacke hauen wollte. Terrorbekämpfung und US-Raketen waren jetzt nicht unbedingt Standardgast in der Ehrlicher-, Schmücke- und frühen Saalfeld-Zeit.

Was ich mich noch frage, was hat denn Herr Dell aktuell gegen Drehbuchautoren, bzw. wer ist "Olaf Standke"?

RE: Von Mond | 10.03.2013 | 23:10

Echt? Die Tochter ging ja mal gar nicht. Und wenn das Tils beste Leistung war, dann will ich mir seine anderen Filme gar nicht erst angucken. Ich schimpfe ja immer über Simone Thomalla, aber im Gegensatz dazu hat sie ja fast nen Preis verdient. Ganz schlimm die Szene, in der er Wut ausdrücken wollte. Zudem fehlte völlig die Handlung.

Kleiner Korrekturvorschlag: Stefan Dähnert hat die Drehbücher fürs Lindholm-Doppel geschrieben, nicht Christoph Darnstädt.

RE: In ganz Mitteldeutschland | 04.03.2013 | 08:57

Wie so oft in Halle kann man die Geschichte einfach nicht glauben. Die Herberts und das Modelbuisness, was in Sachsen-Anhalt so fehl am Platz ist, wie Yvonne auf irgendeinem Bauernhof in "Tschechien". Was soll das denn für ein Wettbewerb gewesen sein? Wie soll denn die Siegerin durchstarten, wenn die da in der Pampa fotografieren, ohne jegliche Öffentlichkeit.

Suspekt auch der Caterer, noch suspekter diese Topmodel-Jury-Nase, wo sind die Berti-Vogts-Gedächtnisschilder? Das passte hinten und vorne nicht und alles endete mit der Überführung der Gregori, den Grund sehe ich allerdings im begrenzten Angebot an Figuren. Macht doch keinen Sinn, dass sie einen Bordellschuppen in "Tschechien" leitet.

Ich bin froh, dass es zu Ende ist, auch wenn diese Schlussszene schon sehr rührselig war. Freuen wir uns auf Michelsen, Groth und Magdeburg.

RE: Kundus in drei Wochen | 24.02.2013 | 22:24

Ich habe eher das Gefühl, Herr Dell mag keine Drehbücher von Christian Jeltsch. Ich finde, wenn man diesen Autor liest, weiß man, wo die Reise hingeht. Da kommt eben die große Politik nach Bremen. Ich fand das einen typischen Bremer Tatort, der sich halt wieder brementypisch in der großen, weiten Tatort-Landschaft ausbreitet. Um hier mal die beliebten Fußballmetaphern anzubringen: Der Bremen-Tatort ist wie der SC Freiburg. Geringe finzanielle Mittel, aber mit Mut und Kampfeslust am Einzug in den UEFA-Cup dran.

Ich denke schon, dass die Geschichte mit Stedefreund weiter geht und nicht unter den Teppich gekehrt, aber das werden wir dann in "Er wird töten" sehen.

Der neue erinnerte mich eher an Hinrichs Gisbert, auch so liebenswert und neunmalklug. In jedem Fall der erste Film, in dem mich Antoine Monot jr. nicht genervt hat.

Dritter guter Tatort in Folge, so.

RE: Außerdem war sie mal Miss Bodensee | 07.02.2013 | 10:40

Ich denke auch, dass dem Bodensee-Tatort hier etwas Unrecht getan wird. Folgen, wie "Bitteres Brot", "Herz aus Eis" und "Im Netz der Lügen" sind sicherlich schwer in Ordnung. Nur wie bei den anderen SWR-Teams sind die guten Zeiten schon etwas her. Für mich war der Tatort nach der Einblendung des Namens Silke Bodenbender bereits gelaufen. Eine dermaßen bekannte Schauspielerin holt man nicht für 5 Minuten ins Boot, da muss noch mehr dahinterstecken, weswegen die Suche nach einer Leiche wenig Sinn ergab.

Der übliche Dorf-Mief, zog sich in der Mitte sehr, mit einem Finale, der diesem Titel noch gerecht wird. Durchschnitt, mehr ist aus diesem See da einfach nicht mehr rauszuholen. Bleibt noch die Frage, weshalb Frau Blum dennoch so gute Laune hatte. Heimlich mit charming-Flückiger getroffen? Was für ne Überleitung ...

RE: Der ist in Frankreich 'ne Unterweltgröße | 27.01.2013 | 22:26

Ich habe schon Angst gehabt, das der Film in der Dellschen Kritik als Kunstwerk abgetan wird. Aber zum Glück ist dem nicht so. Hanebüchen und zusammengeschustert. Die "Rätsel-Oma" löst jeden Krimi nach 20 Minuten, ich bin mal gespannt, wann sie gelöst hätte, das der Dolmetscher der Täter.

Ich frage mich nach wie vor, welchen Sinn die "Ultimate-Fighting"-Szene hatte. Vielleicht war die Szene in der Marx zum Schießtraining geht noch absurder. Eben viel irrelevantes, den Krimi hätte man auch am Vorabend in 45 Minuten erzählen können.

Die Figuren zudem eine Zumutung, ich weiß nicht, ob das schauspielerisch Hand und Fuß hatte. Einfach abhaken und nächste Woche auf Besserung hoffen.