Aufrechter Gang

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RE: S21: Kretschmann und Grube planen Verwüstung der Stadt | 24.01.2012 | 17:53

Ich schätzte ja bisher im Gegensatz zu vielen meiner Mitstreiter die Gefahren für das Minrealwasser eher als gering ein, nachdem ich mich eine Zeitlang intensiver damit beschäftigt hatte. (dennoch angesichts der Gesamtsituation ist auch ein geringes Risiko ohne irgend einen Nutzen dafür zu erreichen nicht akzeptabel...)
Aber nach den neuen Volumen-Erhöhungen und Erkenntnissen schätze ich das Risiko für das Mineralwasser deutlich höher ein. Sind die Verantwortlichen für dieses Desaster jetzt eigentlich vollends total irre geworden?

RE: S21: Günstlingswirtschaft & Diskriminierung in der FreitagCommunity? | 29.11.2011 | 11:43

Hallo, lieber seriousguy47,

das darf jetzt aber nicht wahr sein? Für mich eine der wichtigsten Stimmen im Widerstand! Der Widerstand geht weiter... ohne Ihren klugen und vor allem gnadenlos unabhängigen Blickwinkel aber eindeutig geschwächt! Bitte weiter schreiben.

RE: s21: Experten zerlegen "Stresstest" : Simulation war manipuliert | 19.11.2011 | 10:38

Die Äusserungen von Dietrich sind insofern nachweisbar glatte Lüge, weil in den Finanzierungsverträgen die Bahn die einzige Partei ist, die NICHT über die Sprechklausel verpflichtet werden kann Geld nachzuschießen. Das wurde in dem zuständigen Landtagsausschuß damit begründet, dass die Bahn als AG kein für sie unwirtschaftliches Projekt finanzieren darf. Dass es keine Grenze für Land, Stadt und Region gibt wurde damit abgetan, dass der Risikopuffer sowieso niemals ausgereizt werden würde....
Die Bahn ist in dem Fall laut Vertrag auch nicht verpflichtet das Projekt fertig zu bauen!
Schon bei dieser absurden Vertragsgestaltung zeigt sich deutlich die kriminelle Energie dieser "Volksvertreter".

RE: Kopfbahnhof scheint beerdigt | 15.07.2011 | 18:42

Dieser Artikel ist leider ein Tiefpunkt der Veröffentlichungen beim Freitag. Hier sollte es sich eigentlich kein Autor leisten können so ahnungslos und ohne Blick auf das große Ganze die Mainstream-Medien nachzubeten. Mein Vorkommentator mcmac hat dazu schon alles wesentliche gesagt.

Im Grunde kann ich kaum glauben, dass diese Ahnungslosigkeit echt ist, so einfach ist es zu erkennen was da in Stuttgart abläuft. Ein Projekt, dass mit ein wenig Recherche ausschließlich als ein exemplarisches Lobbyprojekt erklärbar ist, das nur aus dem etablierten Parteien-Wirtschaftsumpf so entstehen konnte. In dem Artikel werden Dinge nicht hinterfragt, die hanebüchen sind (...Streßtest wohl bestanden... unabhängige SMA... Mittlerweile unterstützt eine Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger den Umbau zum Tiefbahnhof...) auch die Kostenlügen im Vorfeld werden natürlich nicht erwähnt, dafür wird gemutmaßt, dass die Taktik der Gegner sei durch die Verzögerungen den Bau zu verteuern. Die Aussichtslosigkeit der Gegner herbeifabuliert. Vielleicht sind sie ja aussichtslos - aber eben nicht weil sie unrecht hätten, sondern weil sie dummerweise gegen mehr als einen Bahnhofsneubau kämpfen, sondern gegen ein politisches Projekt, das stellvertretend um jeden Preis durchgezogen werden soll um in diesem Land ein für allemal zu zeigen, dass man auch die absurdesten Großprojekte durchsetzen kann, wenn man im Hintergrund die Macht hat.

Insgesamt ist das so blöde, dass es wahrscheinlich ist, dass es sich um Absicht handelt. Doch warum? Um bei der allgemeinen medialen Volksverdummung bei dem Thema mit zu machen? Was bringt das? Beim Freitag doch nicht mal persönliche Vorteile, wie in anderen Redaktionen...
Noch mal zum Mitschreiben: Stuttgart 21 zeigt eine Bruchkante zwischen einem tief in die Gesellschaft eingefressenen Filz aus direkter und indirekter Vorteilsnahme für Lobbygruppen, die vor allem die Macht und die Finanzen der Konzerne sichern - und das geht sehr weit über die Bahn hinaus. Auf der anderen Seite gibt es noch kritische Bürger, die gerade hier erleben, dass die demokratischen Grundlagen nicht nur gefährdet, sondern in weiten Teilen nicht mehr existent sind. Der Staat ist schon längst zur Beute geworden, nur wollen allzu viele das nicht wahr haben. Und hier liegt auch die eigentliche Verantwortung eines Journalisten: zu viele finden sich in die Strukturen ein, die eine unabhängige Berichterstattung verhindern. Auch hier ist Stuttgart 21 exemplarisch. Traurig, wirklich traurig, dass das nun auch im Freitag geschieht.