RE: EU-Beitritt der Ukraine wäre gleichbedeutend mit einer NATO-Mitgliedschaft | 24.03.2022 | 14:21

Der Westen sollte definitiv auch weiterhin den Anspruch haben, dass seine Werte und Rechte universal sind (und deshalb gar nicht seine eigenen). Er sollte sich aber auch selbst dran halten (ggfs auch nach Korrekturen). Alles andere führt ins Nirgendwo.

RE: EU-Beitritt der Ukraine wäre gleichbedeutend mit einer NATO-Mitgliedschaft | 24.03.2022 | 09:02

Darf man Ihren geistreichen Kommentar hinsichtlich des EU-Mitglieds Finnland als verklausulierten Widerspruch zum obigen Artikel verstehen ?

RE: Nicht unser Krieg: Viele Männer wollen die Ukraine verlassen | 21.03.2022 | 11:17

Naja. Es kann schon klappen ein Bully zu sein, vor allem, wenn man die Bombe hat und die anderen viel zu verlieren.

https://taz.de/Experimentelle-Wissenschaft/!5834234/

RE: Washingtons Umgang mit Russland war ein politischer Fehler epischen Ausmaßes | 08.03.2022 | 06:13

Seltsam, dass so viele osteuropäische Staaten in die NATO wollten, wenn es doch dafür überhaupt keinen Grund gab.

RE: „Natürlich setzt mich das Vermögen unter Druck“ | 04.01.2022 | 08:38

Ach ja, was ich noch vergessen habe: Es ist auch ein zentraler Mechanismus, mit der im aktuell implementierte Kapitalismus Steuerlasten verlagert werden. Wer sich verschulden kann, darf oft auch weniger Steuern zahlen.

RE: „Natürlich setzt mich das Vermögen unter Druck“ | 04.01.2022 | 08:33

"""

Reich ist man erst, wenn das Geld nicht mehr an die Bank geht, die Darlehen abbezahlt sind.

"""

Das ist ein ganz schwieriger Satz.

Zum einen, weil dadurch schon impliziert wird, welch ein Druck auf die Politik entsteht, wenn "Reichtum" - der mit Arbeitsplätzen, Wohlstand und Fortschritt assoziiert ist - und Kreditvergabe so eng miteinander verknüpft und in Abhängigkeit voneinander sind ("nur der Reiche hat seine Schulden zurückgezahlt").

Und zum anderen (natürlich), weil die Macht nicht erst mit der Rückzahlung geschaffen wird, sondern mit der Auszahlung. Während das Darlehen getilgt wird, ist sie nur ein kleines bisschen verteilt. Aber nicht zwischen allen, sondern nur zwischen zwei Partnern.

RE: Sag mir, wo du stehst | 19.12.2021 | 10:20

Durch ihre Kommentare hier zieht sich wie ein roter Faden, dass Sie mit Anekdoten gegen Statistiken arbeiten. Es gibt auch arme Lottogewinner. Natürlich ist vieles im Fluss, aber es gibt durchaus einige statistische Wahrheiten und Evidenz bzgl. Corona, Impfungen und Maßnahmen. Ungewissheit ist was anderes als komplettes Unwissen. Sie taten gut daran für sich und ihre Mitmenschen sich drei mal impfen zu lassen.

RE: Sag mir, wo du stehst | 19.12.2021 | 10:19

Das lustige an diesem Kommentar ist ja, dass er mit einem Hobbes-Zitat beginnt und das in einem "linken" Kontext.

Hobbes und sein Leviathan - Kritik und Analogie zum Absolutismus - sind ein Liebling rechtslibertärer, vor allem US-amerikanischer Kreise, die den Staat als primäre lebensweltliche Verkörperung von Zwang und Gewalt charakterisieren und konnotieren wollen.

Alles was der Staat macht, soll irgendwie Scheiße sein. Wen man genug und immer wieder Scheiße schmeißt, dann bleibt auch bestimmt was hängen.

Man lese mal ein paar Texte vom Cato Institute, vom Liberty Fund, von der Wirtschaftsfakultät der George Mason University. Die sind voll von solchen Anspielungen und Vergleichen, die letztendlich versuchen den Staat als eine böse, satan-ähnliche Persönlichkeit oder im Kern misanthropische , antihumanistische Naturgewalt darzustellen (wenn man mit diesen Bildern ein paar gläubige Christen mit einfängt, dann schadet das nicht).

Dazu passt dann natürlich auch, dass man eine Sentenz wie "klugen und fürsorglichen Staat" in Anführungszeichen setzt.

Die Sozialisten gehen den Minarchisten auf den Leim. Und den Nazis gefällt das natürlich, weil es für sie gegen den "falschen" Staat geht und das ist immer gut. Interessante Wahlverwandschaften.

RE: Die Impfpflicht ist eine Bankrotterklärung | 10.12.2021 | 09:20

Der Staat wirkt ständig auf unsere Körper ein. Wenn wir ihn wahrnehmen. Wenn er Recht setzt, Pflichten definiert, mit Vollzug droht oder vollzieht.

Das ist eine komplett subjektive Geschichte, was man dabei wie schlimm findet. Die Knüppel, die den säumigen Mieter vertreiben. Die Fahnder des Finanzamtes. Die Zöllner und Grenzschützer, die Waren und Menschen hindern irgendwo hinzugehen. Die Ärzte, die medizinisch notwendige Operationen verschieben und damit Lebenszeit verkürzen. Die Menschen bei denen staatliche Institutionen Ängste und Depressionen verursachen. Der Pikser in den Oberarm.

Der Staat muss so sein, um Daseinsvorsorge leisten zu können und Bedürfnisse zu koordinieren. Der Text enthält die esoterische Vorstellung, dass das Piksen in den Oberarm und die Injektion eines Serums hier eine Sonderstellung haben sollte. Das ist magisches Denken und wäre nicht mal dann zutreffend, wenn unsere Verfassung die körperliche Unversehrtheit stärker schützen würde, als sie es tut.

RE: Ein kapitaler Holzweg | 27.11.2021 | 12:37

Fink hat recht.

Die Garantien - wie sie in Deutschland und Europa für Kapitalvorsorge reglementiert sind (das ist alles staatliche festgesetzte Regulierung) - bedeuten eine hochgradige Beimischung von von festverzinslichen Anleihen (oder Hedgen auf andere Art und Weise, aber das kostet alles etwas), die häufig Staatsanleihen sind und nicht gut verzinst (das kann sich ggfs. wieder ändern, wenn sich das Zinsniveau ändert, das ist aber unwahrscheinlich).

Der Privatsektor kann solche Garantien, wie sie ein ausgeglichen wirtschaftender Staat aussprechen kann, auch gar nicht geben. Staaten können in gewisser Hinsicht auch pleite gehen, aber das geschieht seltener und sie verschwinden auch nicht so sang- und klanglos wie das bei insolventen Unternehmen der Fall sein kann. Deshalb ist das mit diesen “Garantien” auch ein bisschen ein Etikettenschwindel.

Ich weiß ehrlich gesagt nicht, auf was sie genau hinauswollen, außer diffuser Kritik. Der (National-)Staat kann Ansprüche aus Rentensystem eigentumsähnlich ausgestalten und garantieren. Das kann der Privatsektor nicht. Aber der Privatsektor und das Privateigentum an Produktionsmitteln sind das einzige Vehikel, um an der Produktivität und der Risikostreuung durch ausländische Investments teilzuhaben. Der (National-)Staat sollte dafür sorgen, dass es dabei so gerecht und fair wie möglich zugeht. Und ich denke man sollte sich diese Möglichkeit nicht entgehen lassen.

Vermutlich reden wir einfach komplett aneinander vorbei, aber ich habe versucht mich auf das, was Sie schreiben, einzulassen. Zumindest interpretiere ich das, was Sie über Fink und das, was er sagt, denken und meinen, wenn Sie ihn kommentarlos und faktenreich zitieren, nicht als Zustimmung.