RE: Können wir die Vergänglichkeit überwinden? | 29.12.2020 | 17:18

Alles Bemühen, dem Tod beizukommen, ist vergeblich. Matthias Claudius erklärt es so:

Der Tod steht schon am Orte,Wo sich ein Leben regt.Der Tod steht an der Pforte,Wo man zu Grabe trägt.

Er geht im LeidgefolgeUngesehen mit,Wie er dabei gewesenIm Leben, Schritt für Schritt.

Zum König wie zum BettlerSagt er sein letztes DuUnd schließt mit stummen HändenDie dunkle Pforte zu.

Und geht mit uns nachhauseUnd isst das AbendbrotUnd schweigt und weiß doch alles,Der Herr der Welt, der Tod.

*

So ist es. Der Tod macht seinen Job. Es interessiert ihn nicht, was wir davon und von ihm halten.

RE: Können wir die Vergänglichkeit überwinden? | 29.12.2020 | 16:56

Ich danke Ihnen sehr. Auch für das Thema und Ihren Eingangsbeitrag dazu.

RE: Können wir die Vergänglichkeit überwinden? | 28.12.2020 | 14:52

Weiß jemand, was diese idiotische Verlinkerei hier soll? Geht es darum, ein ernstes Thema zu schreddern?

RE: Können wir die Vergänglichkeit überwinden? | 27.12.2020 | 15:34

Können wir die Vergänglichkeit überwinden?

*

Nein, weil wir sterblich sind und es auch bleiben. Das ist keine Kränkung, sondern eine notwendige Bedingung des Lebens im Allgemeinen und der menschlichen Existenz im Besonderen.

RE: Jakob Augstein im Gespräch mit Alena Buyx | 26.12.2020 | 10:30

Gut, dass Frau Buyx gleich am Anfang des Interviews mit ihren imponierenden akademischen Leistungen vorgestellt wird. Da weiß der Niedriggewachsene gleich wo sein Platz ist. Dennoch erlaube ich mir nach einem langen Berufsleben als Rechtsanwalt den Hinweis, dass die Auffassung, wonach Recht geronnene Ethik sei, zumindest fragwürdig ist. Sie mag mit erheblichen Einschränkungen für das Familienrecht und für das Strafrecht gelten, wobei bei Letzterem dahinstehen mag, ob der darin v.a. maßgebliche Vergeltungsgedanke eine Glanzleistung in Sachen der Ethik ist. Tatsächlich hat Recht v.a. mit Interessen zu tun. Für Ethik ist dabei Platz allenfalls zwischen den Zeilen der Gesetze, die oft nur Spielregeln sind, welche sich die Reichen und Mächtigen geben, damit sie ihren mehr oder weniger unethischen Geschäfte möglichst ungestört nachgehen können. Das sichert zwar den ethisch bedeutsamen sog. Rechtsfrieden, aber weit mehr zu ihren Gunsten als zugunsten derjenigen, die unter ihnen zu leiden haben. Was dies betrifft, hätte der Ethikrat noch ein schönes Betätigungsfeld vor sich. Aber er wird sich da, wie ich fürchte, einen schlanken Fuß machen. Denn die Kreise der Reichen und Mächtigen stört man nicht, zumal wenn sie so schön reden können wie z.B. die Frau Bundeskanzlerin und der Herr Bundespräsident.

RE: Durchregieren per Dekret | 18.11.2020 | 19:52

Die Parlamente könnten sich ihr Recht nehmen, tun es aber nicht.

*

In Zeiten der GroKo ist das schwer vorstellbar. Da ist der Bundestag einfach nur der Pudel der Regierung.

RE: Durchregieren per Dekret | 18.11.2020 | 19:45

Die aktuell herrschende Meinung in der tendenziell eher auf der Seite des Staates stehenden Rechtsprechung der Verwaltungsgerichte scheint der aus dem Preussischen Allgemeinen Landrecht stammende Satz zu sein: "Dulde und Liquidiere." Will heissen: Wenn der Staat klamm wird und Einnahmeausfälle nicht mehr zu 75% ersetzt, wie versprochen, werden die Verwaltungsgerichte hinsichtlich der Frage, ob es verhältnismäßig ist, z.B. Gastronomen und Künstler den Kopf für andere hinhalten zu lassen, zu einer anderen Einschätzung kommen. Aber wohl auch erst dann.

RE: Die im Trüben pitchen | 24.10.2020 | 16:26

Die große Null im Foto, hinter Merz, sagt alles. Oder ist das eine Klobrille von oben gesehen?

RE: Die letzte Ausfahrt eines Postdemokraten | 11.10.2020 | 16:06

Das Foto mit dem militärisch grüßenden Trump ist in Gestik und Mimik für einen Drückeberger wie ihn an Lächerlichkeit schwer zu übertreffen. Jeder Karnevalsprinz wirkt authentischer.

RE: Tanz mit dem Tiger | 07.09.2020 | 21:48

Spahn ist der Minister, der am meisten verspricht und am wenigsten hält. Gleichwohl wird er in den Medien sehr geschätzt. Erstaunlich.