RE: Psychoterror | 17.12.2018 | 20:31

IIch habe nicht geschrieben, dass Frau v.d. Leyen eine gute Gesundheitsministerin wäre, sondern dass sie eine bessere Gesundheitsministerin wäre als Spahn, der völlig ungeeignet ist. Man wird bescheiden.

RE: Psychoterror | 13.12.2018 | 17:40

Spahn ist ein arroganter Zyniker und als Gesundheitsminister eine entsetzliche Fehlbesetung. Er sollte Verteidingungsminister werden und Frau v.d. Leyen Gesundheitsministerin.

RE: Wie herzlos ist Hartz IV? | 23.11.2018 | 17:53

Nachbemerkung:

Nur damit niemand meint, das sei ja gaaanz etwas anderes; der Lump im weißen Kragen werde selbstverständlich belangt. Das wird er eben nicht, oder sitzen Ackermann, Jain, Fitschen oder Winterkorn ein? Und selbst wenn sie den lieben langen Tag auf der faulen Haut lägen, würden sie von keinem Sachbearbeiter beim Jobcenter geschurigelt. Grund: Sie haben es nicht nötig, weil sie von ihrem ergaunerten Geld in Saus und Braus leben können, ohne sich verantworten zu müssen. Und sie leben gewiss besser davon, als jeder HartzIV-Empfänger von der Stütze. Ergo: Wenn man schon die Moral bemüht, dann bitte nicht nur gegenüber einem faulen HartzIV-Empfänger, sondern auch gegenüber den Gaunern mit den ersten Adressen. Aber es ist wie so oft: Gegenüber dem kleinen Hühnerdieb greifen wir hart durch und nehmen ihm womöglich noch das bisschen Stütze ab, wenn er nicht pariert - und gegenüber den großen Lumpen sind wir nachsichtig.

RE: Wie herzlos ist Hartz IV? | 23.11.2018 | 17:16

@Blome

Es gibt auf dem Planeten kaum ein krummes Geschäft, bei dem die Deutschen, namentlich die Deutsche Bank und VW, nicht prominent mitgemischt haben. Und da frage ich mich schon, wer dem Land größeren Schaden zufügt: ein Mensch der nichts arbeitet, vielleicht weil er nicht kann, oder ein Lump mit weißem Kragen, der sich auf Kosten Anderer bereichert, dass die Schwarte kracht. M.a.W: Man muss genau hinsehen, wen man schurigelt. Der Sachbearbeiter beim Jobcenter ist dazu gewiss nicht in der Lage.

RE: Sie hätten ja Nein sagen können | 22.11.2018 | 10:53

Wenn ich niemals wieder empfinden kann, was ich beim Eintauchen aus der Julihitze in einen schattigen kühlen Wald empfinde, wozu brauche ich dann noch ein funktionierendes Herz, funktionierende Lungen?

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Die Hand des/der Liebsten zu spüren, kann auch sehr schön sein.

RE: Herbstlyriker | 21.11.2018 | 14:42

Dass Rilke nur unter C und L beiläufig erwähnt wird, ist so betrüblich wie der Herbst. Behalte daher seine beiden großen Herbstgedichte beleidigt für mich und belasses es bei Heine, der auch nicht erwähnt wird:

Verdrossnen Sinn im kalten Herzen hegend,

reis ich verdrießlich durch die kalte Welt

Zu Ende geht der Herbst, ein Nebel hält

feuchteingehüllt die abgestorbne Gegend.

Die Winde pfeifen, hin und her bewegend

das rote Laub, das von den Bäumen fällt

Es seufzt der Wald, es dampft das kahle Feld,

Nun kommt das Schlimmste noch – es regent.

RE: Sie hätten ja Nein sagen können | 21.11.2018 | 14:26

Spahn hat nicht das menschliche Format, die sog. Widerspruchslösung glaubhaft zu vertreten. Dazu ist er als Person zu unglaubwürdig.

RE: Wer hat uns die Fahrverbote eingebrockt? | 17.10.2018 | 17:25

Augstein irrt: Merkel versagt bei der Autoindustrie keineswegs und schon gar nicht komplett. Richtig ist, dass sie der Autoindustrie zu Diensten ist, und zwar sehr erfolgreich, indem sie die moralische Dimension dieses Skandals durch ihr demonstrativ gezeigtes Desinteresse nahezu pulverisiert hat. Ich habe gelernt, dass man einem ganzen Industriezweig durch demonstrative Ignoranz eines Riesenbetruges sehr effizient gefällig sein kann. Wieso kommt eigentlich niemand auf die Idee, dass das etwas mit Korruption zu tun haben könnte?

RE: Auf schmalem Grat | 07.09.2018 | 08:37

kann eine Front eröffnet zwischen denen, die im Siechenbett liegend auf ein Spenderorgan warten und jenen, die auf der Unversehrtheit des hirntoten Körpers bestehen. Wer wirft dann den ersten Stein?

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Was mich selbst anbetrifft, so bin ich "fein raus," denn meine Organe sind zu alt, um noch begehrt zu werden - und woraus sich eine weitere ungelöste Frage ergibt: Es wird ja auch diskutiert, dass jemand, der nicht als Spender zur Verfügung steht, auch kein Organ gespendet bekommen soll. Was aber ist mit Leuten, deren Organe man nicht will? Sollen die auch dann kein Organ empfangen dürfen, wenn sie ihre Organe gerne spenden würden? Und scheiden dann alte Menschen, der Organe für eine Verpflanzung nicht in Betracht kommen, als Empfänger sowieso aus? Fragen über Fragen, die alle ethisch ungelöst sind. Aber man haut, wie Sphan, Montgomery und Lauterbach eine angebliche Lösung raus, zu Fragen über Leben und Tod, ohne auch nur entfernt alles bedacht zu haben.

Ich bin nicht grundsätzlich gegen Organspenden. Aber das Mindeste ist, alle ethischen Gesichtpunkte zu bedenken und sich bewusst zu sein, dass in den Kliniken medizinisch rein praktisch und pragmatisch entschienden und gehandelt wird und ethische Fragen den Stellenwert von "Gedöns" haben.

Für Spahn und Konsorten ist das offenbar kein Problem!

RE: Auf schmalem Grat | 06.09.2018 | 20:01

Man muß eben nur »widersprechen«. Wer Deutschland und seine furiose Bürokratie kennt, dürfte ahnen, dass von »Einfachheit« da kaum die Rede sein kann

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Ich fürchte, dass die Bürokratie bei Einführung der Widerspruchslösung sogar ganz ausgezeichnet funktioniert, schlicht, weil sie so gut wie außer Kraft gesetzt wird.

Stellen Sie sich vor, ihr geliebter Angehöriger kommt infolge eines Fahrradunfalles mit einem Schädel-Hirn-Trauma ins Krankenhaus. Ein Papier des Inhalts, dass er seine Organe nicht spenden möchte, wird bei ihm nicht gefunden, sei es, weil er es zu Hause vergessen hat oder weil es bei dem Unfallgeschehen abhanden kam oder unleserliche beschädigt wurde. Sie werden, weil es früher angeblich nicht möglich war, 3 Stunden später ins Krankenhaus gerufen und finden ihren Angehörigen ohne innere Organe vor. Ein fremder Arzt erklärt ihnen, dass zwei andere Ärzte aus demselben Haus völlig unabhängig voneinander den Hirntod festgestellt hätten, worauf hin man die Organe Ihres Angehörigen entnommen habe.

Das können Sie jetzt nur glauben oder nicht. Sie haben insbesondere nicht mehr die Möglichkeit, den angeblichen Hirntod von einem Arzt ihres Vertrauens überprüfen zu lassen, weil das wegen der bereits erfolgten der Organentnahme sinnlos wäre. Mit dem Zweifel, ob man bei der Feststellung des Hirntodes lege artis vorgegangen ist, müssen Sie leben, ebenso mit dem bösen Verdacht, dass es vielleicht mehr um die Organe Ihres Angehörigen gegangen sei, als darum, medizinisch alles für ihn getan zu haben. Für die Ärzteschaft ist das natürlich kein Problem, weil Ärzte bekanntlich immer alles richtig machen und über jeden Zweifel an ihrer Lauterkeit erhaben sind, weshalb es auch noch nie einen Organspendeskandal gegeben hat. Und wenn doch, dann waren das sämtlich kriminelle Einzefälle.

Dafür, dass es für einen Angehörigen einen Riesenunterschied macht, ob er sich von einem hirntoten Menschen verabschieden kann, oder von einem regelrecht ausgeweideten Körper, haben die Spahns und die Montgomerys und die Lauterbachs sowieso kein Organ.