Offener Brief an die Deutsch Post AG

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Sehr geehrte Damen und Herren,

in meinem Briefkasten fand ich heute am 20.07.2010 ihre Postwurfsendung. In diesem Schreiben werben sie für ihr Untenehmen und suchen gleichzeitig Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die Briefzustellung.

Weiterhin schreiben Sie, dass in ihrem Unternehmen gute Arbeit auch gut bezahlt wird. Sie bieten Tariflohn sowie Urlaubsgeld, einen 13. Monatslohn wie auch einen leistungsbezogen 14. Monatslohn.
Außerdem bieten sie auch Sozialleistungen, welche sich angeblich sehen lassen können, allerdings ohne diese näher zu beschreiben.

Nun zu meiner Frage:
Ich finde es seltsam und auf gewisse Weise sogar befremdlich, dass ein Untenehmen, welches so gute Arbeitsbedingungen anbietet zu dem Mittel einer Postwurfsendung greifen muss, um überhaupt noch genügend Mitarbeiter zu finden. So etwas gab es früher jedenfalls nicht.
Mit Verlaub, wenn Sie tatsächlich so gute Arbeitsbedingungen anbieten würden, dann müssten Ihnen doch eigentlich Arbeitssuchende schlichtweg die Türen einrennen.

Mein Vorschlag:
Sparen sie lieber weiter oben ein – Wasserkopf/Verwaltung etc.pp. – und zahlen sie den Briefträgern die jeden Tag bei Wind und Wetter ihre wirklich beschwerliche Arbeit verrichten einfach mehr Geld. Sollten sie meinen ungefragten Rat befolgen, wovon ich natürlich nicht ausgehe, dann werden sie in Zukunft auch keine Probleme mehr haben mit der Requirierung von Personal für die Zustellung.

Also geben Sie sich einen Ruck und verdoppeln sie am besten das Gehalt ihrer Briefträger. Nur Mut und sie werden sehen mit welch nie für möglich gehaltenen frischem Elan ihre Mitarbeiter in Zukunft Tag für Tag ihre Arbeit verrichten werden.

Salve!

Ps.:
Bitte schließen sie nicht noch mehr Postämter und lassen sie nach Möglichkeit nicht noch mehr Briefkästen abbauen.
Oder könnte es gar sein, dass die Privatisierung am Ende doch ein Fehler war und Sie sich irgendwie verzumwinkelt haben? Bei dem Letztgenannten hat die unselige Privatisierung ja bekanntlich gewisse Verwerfungen hinsichtlich seiner Vermögensverhältnisse hervorgerufen.

15:19 21.07.2010
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Geschrieben von

bambulie

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bambulie

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