bamuse

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RE: Volkes Stimmbruch | 28.07.2012 | 20:01

@AQUA-JEDI: Sie haben etwas zu sagen und Ihr Kommentar ist lesenswert. Umso bedauerlicher finde ich Ihren persönlichen Angriff gegen Frau Krieg. Den finde ich ziemlich anmaßend. Sowas zu lesen macht keinen Spaß.

Von einem „Züchtigungs-, Zurichtungs- und Umerziehungsprozess“ zu reden, halte ich für zu einfach. Hört sich für mich so an, als gäbe es einen kleinen Kreis Mächtiger, der gemeinsam diesen Prozess steuert. Auf der anderen Seite stünde dann der Rest der deutschen Bevölkerung, der sich mehr oder weniger bereitwillg umerziehen lässt. Beides sehe ich nicht.

Gerade die gebildete und gut verdienende obere Mittel- und Oberschicht schlägt sich zu einem großen Teil sehr bewusst auf die Seite der Mächtigen. Man möchte dazugehören und sich gleichzeitig vom ärmeren Teil der Bevölkerung abgrenzen. Natürlich hat das Ursachen in zunehmender Verunsicherung und Angst vor sozialem Abstieg. Aber warum nutzen diese Menschen nicht ihren zweifellos vorhandenen Grips und entlarven die Lügen von Schröder, Merkel und Bild? Warum gehen diese Menschen nicht auf die Straße? Warum wollen sie nicht verstehen, dass Solidarität mit Schwächeren eine Gesellschaft für alle lebenswerter macht?

Nur eine Folge von Zurichtung und Umerziehung? Das reicht mir nicht. Damit macht man es denen zu einfach, die versuchen, ihr Selbstwertgefühl durch Abgrenzung und Ausgrenzung zu steigern.

RE: Tatort Toyota | 30.06.2012 | 08:11

@Herakleuschi: Nicht der Spot ist gebührenfinanziert, sondern das Image von Prahl und Liefers. Die beiden machen das, weil sie die die beliebtesten Tatortkommissare sind und der Tatort ist eben gebührenfinanziert. Ich finde den Spot auch gelungen und habe bislang gerne den Tatort mit den beiden Streithanseln gesehen. Gute Unterhaltung ohne viel Tiefsinn, aber warum nicht. Ich fürchte jedoch, wenn ich die beiden jetzt noch im Tatort sehe, werde ich immer an den Toyota-Spot denken. Vom Tatortkommissar zum Werbeträger und kein Weg zurück. Image ruiniert.

RE: Günter Grass als Mephisto | 05.04.2012 | 18:21

Ach Menno. Zum Mitschreiben: Kritik an Israel ist selbstverständlich möglich, ohne dass es gleich "Antisemit" zurückschallt. Kritik an der israelischen Politik ist regelmäßig in allen Medien zu finden. Es gibt genug Beispiele im Web, ich habe jetzt aber keine Lust, danach zu suchen.

Der Punkt ist, siehe Artikel: "Fast alle haben gesagt: So geht das nicht, Grass, man kann nicht Ursache und Wirkung verwechseln. Nicht Israel bedroht den Iran, sondern der Iran respektive sein Machthaber will Israel von der Landkarte tilgen."

Dazu kommt dieses hochnäsig-jämmerliche "ich muss jetzt mal die Wahrheit sagen, auch wenn ihr mich dann als Antisemiten beschimpft".

Das Argument, jede Kritik an der Politik Israels würde als Antisemitismus gebrandmarkt, sagt nur über einen etwas aus: Über den, der es aussspricht.

RE: Gut konsumiert, schlecht bezahlt | 01.03.2012 | 09:01

"nur Augenwischerei" ist nicht der Tenor dieses Artikels, ganz im Gegenteil. Siehe zum Beispiel den letzten Satz.

RE: Wie man's auch macht, ist's verkehrt... | 19.02.2012 | 15:30

Wulffs musste seinen Rücktritt irgendwie so begründen, dass die Ursachen nicht in seiner Person liegen. Sonst hätte er die Sache mit dem Ehrensold gleich vergessen können. Schacherei bis über das Ende hinaus.