bandidorosso

Studierte Politik-, Medien- und Afrikawissenschaft sowie Fotografie an der Ostkreuzschule, weil er glaubt, "Weltanschauung kommt von Welt anschauen."
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bandidorosso
RE: Habermas und die Heuschrecken oder: Macht Masse Medien | 29.11.2011 | 20:24

das beobachte ich auch schon seit einiger Zeit mit Bauchschmerzen.
Wenigstens gab es heute auf Zeit-Online auch folgendes zu lesen:
www.zeit.de/politik/deutschland/2011-11/guttenberg-vorerst-gescheitert-buch/komplettansicht

RE: Goodbye thinktankboy! | 01.08.2010 | 14:01

die wohl zu Recht beanstandete Karikatur habe ich nun gelöscht. beste Grüße, ihr Community-Moderator daniel seiffert/bandidorosso

RE: Der Kampf gegen Paco | 14.03.2010 | 14:21

Inhaltlich und formal sehr eindrückliche Reportagefotografie. Gerne mehr davon!

RE: Die schönste Zeitung der Welt | 23.02.2010 | 00:51

Den hast Du Dir nun aber redlich verdient! Viel Vergnügen und gute Erholung dabei. Ich freue habe mich auch riesig für Euch gefreut. Da hat sich doch all die Mühe gelohnt.
bis bald,
daniel

RE: So schön können schlechte Nachrichten sein | 07.02.2010 | 17:22

oh mist, funktioniert nicht.
besser: das telefon steht stumm rum???
wohl auch nicht.

RE: So schön können schlechte Nachrichten sein | 07.02.2010 | 17:19

ihre liebe ging
das telefon steht stumm
der winter bleibt kalt

RE: Abschied der Fotografie von ihrem Zeitalter | 09.01.2010 | 16:28

Liebe Herr Keller,

seien Sie nicht so pessimistisch.
Die schon längst tot geweiten Polaroids wird es auch bald wieder geben (www.the-impossible-project.com/).

Bezüglich der sicher einzigartig anmutenden Kodakchrome-Optik: Auch oder gerade in der "digitalen Dunkelkammer" lassen sich Fotografien durchaus mit ästhentischer Intention entsättigen.
Ich fotografiere als Fotograf in Ausbildung noch viel analog, insbesondere Mittelformat. Dennoch scanne ich meine entwickelten Filme später ein und arbeite dann weiter am digitalen Negativ.
Im Farblabor tue ich im Prinzip auch nichts anderes. Nur habe ich dort weit weniger Möglichkeiten kreativ selbst einzuwirken. Die Möglichkeiten in der Reproduktion sind einfach beschränkter.
Und auch ein digital erzeugter Print kann meiner Meinung nach durchaus eine Benjaminsche Aura enthalten. Das hängt sicher am wenigsten von der Wahl des Trägermediums respektive von der Frage Chip oder Film ab.
Auch auf Negativ konnten schon immer unzählige belanglose Bilder "geknipst" werden, es war nur einfach kostenintensiver und damit einfach nicht jedem gegönnt.

Allerdings ist es doch gerade die editorische Arbeit mit den eigenen Bildern, die aus der Masse etwas Einzigartiges entstehen lässt. Und diese schon immer mühselige Selektion und Reduktion des Gesehenen auf den Punkt ist heute sicher nicht leichter.

Bildauswahl, Ausschnitt, Gradation, Farbtemperatur etc. sind noch immer zu fällende Entscheidungen, die jeder Fotograf selber treffen muss. Das war bei Robert Frank oder Stephen Shore so und ist es heute trotz digital arbeitender Fotografen nicht weniger.
Zu viele und durchaus oft zu bunte aussagearme Bilder sind, denke ich, dennoch kein Grund für den Meinung nach viel zu einseitig und zu häufig angebrachten und selten kenntnisreich reflekierenden Fotokultur-Pessimismus.
Lassen Sie sich den Spass am Fotografieren bzw. das Weltanschauen durch eine Linse nicht verdriessen.
mit besten Grüßen,
daniel

RE: Esst erst mal was! | 15.08.2009 | 14:10

Lieber meisterfalk,

ich bekenne! In meinem jugendlichen Elan als momentaner Bildpraktikant in der Freitagsredaktion habe ich dieses Bild mit ausgewählt. Wobei die letzte Entscheidung traf freilich die Chefredaktion. Und ja, auch mir ist die Serie von Werner Mahler - übrigens seine Diplomarbeit an der Leipziger HGB- wohl bekannt, bin ich doch einer seiner Schüler an der Ostkreuzschule für Fotografie und Gestaltung und kenne daher schon seit längerem die umfassende Arbeit über diesen kleinen Ort als beeindruckende Barytprints.

Dass die BU dem Bild durchaus seinen aus meiner Sicht doch sehr unschuldigen und augenzwinkernden Charme, wenn man sie denn so kritisch lesen will, nimmt, und mit einem buchstäblichen Dreh neu konnotiert, sehe ich ähnlich. Das passiert leider generell sehr oft, wenn Bilder flott betextet werden. Das ist durchaus eine Diskussion, die es zu führen aus meiner Sicht absolut wert ist. Wie Bildern durch knappe Worte ein neuer Duktus eingehaucht werden kann, hat schon Bertolt Brecht kongenial mit seiner "Kriegsfibel" illustriert.
Für alle die Werner Mahlers wunderbar einfühlsame Serie über ein vitales Dorf im "fernen" Osten, das längst nicht mehr so existieren dürfte ohne störende Untertitel sehen möchte, der begebe sich ab heute in das "Haus der Kulturen der Welt" im altberliner Westen. Dort gab es am Donnerstag die Vernissage zur großen Retrospektive "Ostzeit" (www.hkw.de/de/programm2009/ostzeit/projekt-detail_3.php) mit Fotografien der renommierten Ostkreuz-Fotografen Sybille Bergemann, Werner und Ute Mahler, Harald Hauswald sowie Maurice Weiss. In der schwangeren Auster nun sprechen einzig und allein die Bilder. In stillen und doch sehr kraftvollen Schwarz-Weiß-Fotografien erzählen sie von einer anderen Kultur der Welt und all den Widersprüchen in diesem kleinen vergangenen Land zwischen Bergen, Berlin und Berka.

mit sonnigen Grüßen,

daniel seiffert (einer der letzten Tälmanhalstuchträger, nur ohne Eierlikör und Cabinett, denn Mädchen in blauen Röckchen waren für mich auch damals schon attraktier;)