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Weihnachten Woher kommt die Weihnachtsgans
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„Vor der 40-tägigen Fastenzeit, die der christliche Kalender früher vor Jesus’ Geburtstag bestimmte, wurde noch einmal richtig gespachtelt. Das war meist das Fest des Heiligen Martin. Gänse boten sich für diesen Termin an, weil es sich kaum lohnte, das Großgeflügel durch den Winter zu füttern. Viele Knechte und Mägde wurden damit auch nach der Erntezeit entlohnt. Und in Zeiten, als es noch möglich war, Steuern in Naturalien zu entrichten, nahm der Finanzbeamte am besten einen Gänsehirten mit. Das Geflügel war eine beliebte Währung.“ Jörn Kabisch

Lieder hat die Weihnachtsgans mit der Martinsgans am 11.November rein gar nichts zu tun. Auch haben die Knechte und Mägde denen man den Lohnvorenthielt und sie mit Naturalien zusätzlich in Armut hielt nichts mit dieser Tradition zu tun. Das Sprichwort zu viel zum Sterben zu wenig zum Leben stammt aus dieser Zeit der Unterdrückung. Soviel Linkes Bewusstsein hätte ich wenigstens erwartet.

Die Weihnachtsgans entstand im Zuge der Industrialisierung als es der Mittelschicht zunehmend möglich war auf das Fette aber günstige Mettemahl, meist bestehend aus Mettwürsten, Leberwürsten sowie Blutwürsten und Kartoffelsalat zu Verzichten und sich Großgeflügel leisten zu können. Als der Europäische Vorreiter dieses veränderten Brauches gilt Charles Dickens der mit seiner Geschichte „Christmas Carol“ in England und Frankreich einen wahren Gänse Boom auslöste der über das Rheinland bis nach Deutschland schwappte.

Die Martinsgans war zur Zeit des Fron und Lehnsdienstes ein gefürchtetes Geschenk. Oftmals wurde der Letzte Arbeitsmonat mit einer Gans abgegolten was dem Fronherren 4 Wochen Lohn sparte, die Menschen aber aufgrund Ihrer Steuerpflicht in Existenz Nöte brachte. Viele Vögte die für das eintreiben der Steuern zuständig waren Akzeptierten mit dem Hinweis auf die bevorstehende Fastenzeit nur Fische. Da die Gänse zumeist am 11.11 übergeben wurden, mussten sie entweder am selbigen Tag Verkauft werden. Dies wieder zu einem sehr niedrigen Preis wie gehabt mit Hinweis auf die bevorstehende Fastenzeit. Da es in der Zeit keine Nachfrage für Gänse gab.

Die Kirchenfürsten, Vögte und Lehnsherren hingegen Profitierten von dieser Art der Bezahlung konnten sie doch nach 11.00 Uhr am 11.11 das Unverkäufliche Vieh also die „Dummen Gänse“ billig erwerben und zu Martinsgänsen verarbeiten.

Lieber Herr Kabisch fällt Ihnen etwas auf bei wem waren Gänse wohl eine Beliebte Währung? Ich bin nicht amüsiert in einem Linken Blatt solch eine von der Obrigkeit Inszenierte Geschichtsfälschung zu lesen wie die, die sie verfasst haben. Erinnern wir uns hier einmal an die Worte der Konkret Kolumnistin Ulrike Meinhof "alles ist Politisch".

08:55 26.12.2012
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Geschrieben von

Baphomed

Die Geschlossenen Augen der Politik heute, Sind das Kreuz der Bürger von Morgen.
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