Die gute alte Zeit

MEDIENTAGEBUCH Chefredakteurswechsel bei einer gediegenen Wochenzeitung
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Die jüngsten kulturpolitischen Ereignisse lassen es angeraten scheinen, schnell noch einmal die Zeit zu lesen, bevor die nächste Blattreform zuschlägt und uns ein weiteres vertrautes Gesicht im Blätterwald erst mal entfremdet. Eigentümlicherweise jedoch erweist sich der Versuch, die "alte" Zeit kurz vor ihrem anstehenden Lifting noch einmal bewusst mit allen Falten wahrzunehmen, als müßig: Was wir in den Händen halten, ist längst nicht mehr die alte Zeit und auch keine neue, sondern ein Kompromiss, an dem erkennbar ist, dass eine Reform stattgefunden hat, an der viele etwas auszusetzen hatten und die deshalb nie zu einem glücklichen Ende geführt wurde. So hinterlässt diese neue Zeit mit ihrem unruhigen Design, das Aufgeregtheit si