Die Regeln des Engagements

IM KINO Zweimal Samuel L. Jackson: »Shaft« von John Singleton und »Rules - Sekunden der Entscheidung« von William Friedkin
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Seit Samuel L. Jackson in Pulp Fiction den Killer spielte, der seinen Beruf bevorzugt mit Hesekiel-Versen auf den Lippen ausübte, ist sein Schauspieler-Image zum Inbegriff der Coolness geworden. Oder anders herum: der Begriff der Coolness hat sich der von ihm kreierten Leinwandfigur angepasst. Bedeutete früher »cool sein«, eine genau austarierte Balance von Erregung und Lockerheit zu halten, die das Geheimnis einer spezifischen Intensität ist, verschob sich das durch Jacksons Killer mit den Bibelzitaten. Die lockere Geste verlor an Attraktivität, statt dessen vermittelt seine Figur zwischen dem Verlangen nach Gerechtigkeit, das durchaus mal in Rachedurst umschlägt, und einer Art resignativ-duldender Zurückhaltung, die dem Realitätsprinzip Tribut