Freundeskreis

IM KINO "Ende August, Anfang September" von Olivier Assayas
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Dieser Film hat etwas, das rar geworden scheint im Kino: eine besondere Stimmung, eine Art Melodie, die im Gedächtnis bleibt. Und das in Verbindung mit einem Reichtum an Geschichten, wie sie kaum eine Doku-Soap einzufangen vermag. Obwohl man fast sagen könnte, dass Assayas mit seinem Film gewissermaßen auf die Struktur dieses modischen Fernsehformats zurückgreift: nämlich eine Gruppe von Menschen über einen längeren Zeitraum hin zu beobachten. Aber er beobachtet eben nicht nur, er erzählt. Auf sehr besondere Weise.

Eigentlich gibt es keine Hauptfiguren in diesem Film - man hat es gleich mit einem ganzen Freundeskreis zu tun. Da ist Gabriel, der sich gerade von seiner langjährigen Freundin Jenny getrennt hat, die erste Festanstellung seines Lebens