Im Autorenkino nichts Neues

Cannes 2011 Autorenfilme, die man getrost vergessen kann, dominierten das Filmfestival Cannes 2011. Auch der Gewinner Terrence Malick erfindet sich mit "Tree of Life" keineswegs neu
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Dass Kirsten Dunst, die in Lars von Triers Melancholia die Hauptrolle spielt, am Ende als beste Schauspielerin ausgezeichnet wurde, befriedete auf eine schon gar nicht mehr für möglich gehaltene Weise die Lage in Cannes, die davor durch den ‚Skandal‘ um den dänischen Regisseur beherrscht wurde (siehe S. 13).

Eine weitere Ironie dabei ist, dass Melancholia der zugänglichste und am wenigsten auf Schock und Quälerei zielende Film von Lars von Trier seit vielen Jahren ist. Auf berückend schöne Weise lässt er darin die Welt untergehen. Davor aber erzählt er in zwei Stunden die Geschichte zweier sehr verschiedener Schwestern. Zuerst die von Justine (Kirstin Dunst) und ihrer Hochzeit, die sie als strahlende, bildhübsche Braut beginnt, u