Sieger und Besiegte?

FESTIVAL DES OSTEUROPÄISCHEN FILMS IN COTTBUS Mafiageschichten als Vehikel für popkulturelle Strategien und weitere Erzählungen über »low-life losers«
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Warum sind die Filme aus Osteuropa heutzutage so viel weniger populär als früher? Diese Frage stellte sich zum Abschluss des zehnten Cottbuser Festivals des osteuropäischen Films auch dessen Ehrenpräsident Istvan Szabo. Da er selbst gerade in Berlin einen neuen Film dreht, wurde sein Statement per Video während der feierlichen Preisverleihung eingespielt. Die Antwort des Altmeisters der Regie aus Ungarn war so einfach wie traurig: Das heute populäre Kino handle bevorzugt von Siegern, während die Filme aus dem östlichen Europa eher den Besiegten oder Verlierern gewidmet seien. So holzschnittartig diese These sofort anmutet, so vorschnell man die Klischees vom Hollywoodkino als dem »Siegerkino« und dem »Besiegtenkino« des ehemaligen