Traum vom Überleben

IM KINO "Zug des Lebens" von Radu Mihaileanu ist eine Komödie, die erzählt, wie ein Dorf der Deportation entkommt, indem es sich selbst deportiert
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Das Lachen als Tätigkeit genießt im allgemeinen wenig kulturelles Prestige. Es sei denn, es bleibt einem im Halse stecken - das ist dann das kulturell wertvolle Lachen. Kein Wunder, wird doch an Radu Mihaileanus Film Zugdes Lebens vor allem der Schluss gelobt, mit dem die 100 Minuten dauernde Komödie davor aufgehoben wird. So hat man nicht einfach gelacht, gar sich amüsiert, nein, am Ende wird klar vor Augen geführt, dass es zum Lachen in diesem Kontext - ein osteuropäisches Schtetl versucht, der Deportation durch die Nazis zu entkommen, indem es sich kurzerhand selbst deportiert - gar keinen Grund gibt. Das Lachen, das einem im Halse stecken bleibt, stellt eine Figur der Selbstreflexion dar und genießt deshalb so hohes Ansehen: einsetzendes Bewusstsein &