Was für ein Glück!

NEOBYZANTIN Boris Jelzins Mitternachtstagebücher
Exklusiv für Abonnent:innen

Mächtige Männer gelten als einsam. Schließlich bedeutet Macht zu haben, befugt zu sein, Entscheidungen allein zu treffen. Diese Einsamkeit steht für eine melancholische Aura, die den Mächtigen über uns erhebt - wir unten wärmen uns an der Stallwärme des Kollektivs, da oben aber ist jemand den eisigen Winden alleinigen Entscheidens ausgesetzt. Vertrauensvoll werfen wir unsere Blicke nachts, wenn bekanntlich die Vernunft schläft, auf die Kathedralen der Macht, und siehe da: "Im Kreml ist noch Licht".

Dort sitzt jemand und arbeitet an seinem Mitternachtstagebuch. So will uns zumindest der Titel des neuesten Jelzin-Buches suggerieren. Nach seinen Aufzeichnungen eines Unbequemen und der Fortsetzung Auf des Messers Schneide beschreibt Boris Jelzin die