Bastian DIetz

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RE: Bloggen, twittern, punkten? | 08.02.2009 | 15:43

Als Blogger von der letzten BDK in Dortmund durfte ich mich auch mit David Schravens aufgewärmter Kritik auseinandersetzen. Ich möchte in diesem Kommentar gar nicht meine ganzen Einschätzungen nochmal wiedergeben, die ich mir hier (http://www.politikmaschine.de/?p=469) schon mal "von der Seele geschrieben" habe.

Allerdings möchte ich hier schon noch mal einen Punkt benennen: Wenn mir David Schraven vorwirft, wegen einer Reisekostenerstattung (die jeder Delegierter erhält und sicher auch jeder Journalist), sei ich "käuflich", ist das eine persönliche Beleidigung und nicht mehr auf dem Boden inhaltlicher Kritik. Da ist er einfach über das Ziel hinaus geschossen.

Die Aussage, dass Berichte auf Basis gesponserter Tickets entstünden, bedeutet, das Pferd von hinten aufzuzuäumen. Hier liegt Schravens Denkfehler. Genau so könnte man JEDE Zeitungsberichterstattung auf Anzeigenschaltungen zurückführen, JEDE frühere WDR-Tätigkeit Schravens mit seinem aktuellen WDR-Interview in Verbindung bringen. Nein, so einfach, so schwarz-weiß, so linear und kausal eindeutig ist das Geschäft nun auch nicht. Auch wenn Schraven die prejudizierten Sachverhalte so öffentlichkeitswirksamer darstellen kann.

Die Medienwelt ist etwas komplizierter und vielschichtiger. Dass das David Schraven für sich selbst erkennt ist richtig, nur sollte er das auch allen anderen Schreibenden zugestehen.