RE: Amoklauf des Ratlosen | 16.06.2018 | 18:25

So Herr Hermann, jetzt bin ich wach! Sie haben recht. Ich first. Das ist das Ergebnis von einigen Jahrzehnten Neoliberalismus! Doch natürlich geht es darum, aus linker Perspektive die Ideologie des Wir gegen die Ideologie des Ich stark zu machen. Das ist dasjenige, was im Grundsatz hinter dem Stichwort "Solidarität" steht.

RE: Es geht um was! | 14.09.2017 | 14:33

Da ich leider nicht herausfinde, wie man Benjamin Zimmermann kontaktieren kann, hier mein Vorschlag:

https://www.freitag.de/autoren/bastian-reichardt/die-gelbe-raute

RE: Ungleichheit linksherum gedacht? | 10.09.2017 | 13:47

Völlig korrekt - sehr Hegelianisch ergänzt.

RE: Wenn liberale Theorie zu linker Politik wird | 09.09.2017 | 18:33

Ein lesenswerter Artikel und auch ein Thema, das mich beschäftigt. Ich habe mir mal erlaubt, eine Replik zu schreiben:

https://www.freitag.de/autoren/bastian-reichardt/ungleichheit-linksherum-gedacht

RE: links der politischen Bedeutsamkeit | 09.09.2017 | 14:40

Vielen Dank für den Kommentar! Die Rolle der Grünen in der gegenwärtigen politischen Landschaft ist hochspannend und es bedürfte, glaube ich, eines eigenen Artikels, um sie zu beleuchten. Besonders interessant finde ich, dass ihnen mittlerweile eine Rolle als Königsmacher zukommt wie sie früher nur die FDP innehatte. Ich habe sie hier nicht in das linke Lager einsortiert, weil sie sich zunehmend selbst aktiv davon verabschieden - eine Entwicklung, die eigentlich sehr schade ist. Aber man müsste das Phänomen Grüne in seiner historischen Entwicklung von Petra Kelly über Joschka Fischer bis hin zu Winfried Kretschmann betrachten, um eine saubere politische Einordnung vorzunehmen.

RE: links der politischen Bedeutsamkeit | 09.09.2017 | 14:35

Sie haben Recht. Gerade die veränderten Bedingungen des politischen Betriebs durch die sozialen Medien sind wirklich einschneidend. Ich denke, dazu bedarf es allerdings eines eigenständigen Artikels. Was die "moralische Hybris" angeht, bin ich allerdings nicht auf ihrer Seite. Sie nennen die Gender-Szene als Beispiel. Dabei haben gerade die Arbeiten von bspw. Michel Foucault und Judith Butler die linke Programmatik stark geprägt und es wäre schade, wenn wir auf die Einsichten dieser Denker verzichten müssten. Dass Machtverhältnisse schon in der Sprache vorentschieden werden, gehört zu den wichtigsten Gedanken, um Missstände durch mehr Aufmerksamkeit auf das eigene (sprachliche) Tun zu überwinden und so verkrustete Strukturen aufzubrechen. Worin sollte moralischer Fortschritt erreicht werden, wenn nicht durch das mahnende Wort, das unsere Aufmerksamkeit auf uns selbst lenkt?!

RE: links der politischen Bedeutsamkeit | 09.09.2017 | 14:30

Vielen Dank! Eigentlich ist der politische Diskurs ja eine gepflegte Streitkultur. Den Streit halte ich also nicht an sich für schlecht. Misslich ist es allerdings, wenn persönlichen Verletzungen mehr Raum gegeben wird als der politischen Auseinandersetzung - wie dies bei SPD und LINKEN oftmals der Fall ist.