Social Media Wut (eine Abrechnung)

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1. Social Media ist eine Erfindung wie die Schöpfungsgeschichte, der Weihnachtsmann oder Steve Jobs und genauso überflüssig. Wenn wir groß sind, werden wir uns zurück erinnern und darüber lachen; oder hirntot sein.

2. Social Media ist nicht mehr als ein Phantasiegebilde, das Pseudorelevanz suggeriert. Sie lebt, weil (Achtung: doppeldeutig) darüber gesprochen wird – und nicht, weil es interessant ist.

3. Social Media ist der Hund, der sich location based die Eier leckt. Warum tut er das? Weil er es kann. Nennt es Interaktion, Dialog oder LOL Cat, dann klingt es wissenschaftlicher.

4. Social Media verhindert sich selbst, ist nicht greifbar. Twitter, Digg, Jappy, Flickr, manchmal auch MySpace oder YouTube (HeMan war leider schon vergeben). Hauptsache es kann alles und nichts bedeuten.

5. Social Media macht Interpretation wichtiger als Interaktion. Eitelkeit ersetzt Dialog. Frei nach dem Motto: 'Du interessierst mich nicht. Du hast dich für mich zu interessieren.'

6. Social Media ist charakterloser Monolog; geliked, gefavt, geshared, gefollowed wird nur, um selbst geliked, gefavt, geshared, gefollowed zu werden. Es ist kein Zufall, dass es wie 'gefi**t' klingt. Das ist der wahre Circle of social Life.

Da beißt sich die LOL Katze in den Schwanz und die Maus keinen Faden ab. Erst wenn der letzte Friend unfriended, der letzte Fan weiter gezogen und der letzte Follower des Failwhale überdrüssig ist, werdet ihr merken, dass … ach, was sag ich, ihr werdet es definitv nicht merken. Aber schreiben werdet ihr trotzdem darüber. Ungelesen.

*Alle Welt redet über dieses Social Media, aber keiner kennt es persönlich. Das macht mich rasend." via Social Media Wut (Facebook Gruppe)

18:23 09.03.2010
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Geschrieben von

bastiankbx

künstler, kaufmann, koenig
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