Goethe paßt immer

VOM ZAUBERBAUM ZUM HYPERMAN Der Meister aus Weimar zerkocht zu Bits und Bytes
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Im ersten Buch seiner Romantischen Schule hat Heinrich Heine den »König unserer Literatur« Johann Wolfgang von Goethe mit einer »hundertjährigen Eiche« verglichen, die das dichterische Junggehölz über alle Maßen verschatte und ihm zugleich als erhabenes Vorbild diene. Die Orthodoxen, schreibt Heine, ärgerten sich daran, »daß in dem Stamme des großen Baumes keine Nische mit einem Heiligenbildchen befindlich war, ja, daß sogar die nackten Dryaden des Heidentums darin ihr Hexenwesen trieben«. Deshalb hätten sie ihn wohl am liebsten umgeholzt. Die Liberalen dagegen beklagten, »daß man diesen Baum nicht zu einem Freiheitsbaum und am allerwenigsten zu einer Barrikade benutzen konnte«. Allein, kommt Hei