Wie einstmals noch einmal

Fremde Zeichen Gerhard Roths Japan-Roman »Der Plan«
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Mehr als ein Jahrzehnt hat Gerhard Roth an seinem siebenbändigen Zyklus Die Archive des Schweigens gearbeitet, seinem imposanten Versuch, die Geschichte und Gegenwart Österreichs literarisch aufzuarbeiten. Im Roman Der See (1995) hat er daran weitergeschrieben, mit mäßigem Erfolg allerdings, weil er ihm zuviele Themen aufgebürdet hat. Für dieses Scheitern rehabilitiert sich Gerhard Roth in seinem jüngsten Roman Der Plan glanzvoll. Allerdings verläßt er dafür die haßgeliebte Heimat und begleitet seinen Helden Feldt auf Vortragstournee nach Japan.

Feldt, Mitte dreißig, ist ein manischer Bücherwurm. Leser sind für ihn »Künstler ohne Werk«, die dafür die ganze Welt kennen. Dieser Leidenschaft entspricht Fe