Zwischen Wall-Street und Wal-Mart

Schnäppchen In seinem Buch "Superkapitalismus" fordert der ehemalige US-Arbeitsminister Robert Reich das Primat der Politik über die Ökonomie
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Alle reden heute über Ökonomie. Dow Jones, Effizienz und Profit sind längst geläufige Begriffe. Wir sind ökonomisch auf dem Quivive, um täglich die besten Angebote zu prüfen. Nichts ist der guten Laune abträglicher als wenn wir uns rechtfertigen müssen dafür, ein Produkt nicht zum optimalen Preis erstanden zu haben. Denn die Freiheit des Menschen ist heute die Freiheit des Konsumenten. Allerdings hat die Subprime-Krise für Unsicherheit gesorgt. Wer in Aktien investierte, hat Verluste hinnehmen müssen. Einigen dürfte damit die Lust am Börsenspiel vergangen sein.

Wenn alle von Aktien und Konsum reden, wo bleiben da gesellschaftliche Verantwortung und Gemeinwohl? - fragt der Ökonom und ehemalige US-Arbeitsminister Rober