Wühlen im Wespenest

UNGARN Die Regierung Orbán beklagt fehlende »Beitrittsdynamik« in Sachen EU
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Wenn es um den Termin für den Beitritt Ungarns zur Europäischen Union geht, kann sich Premier Viktor Orbán schon einmal zu nassforscher Empörung hinreißen lassen, wie sie ansonsten eher seine Attacken gegen die vermeintlich subversive Medienmacht der oppositionellen Sozialisten (MSZP) garniert. Da geizt der Regierungschef nicht mit verbaler Unbotmäßigkeit, wie sie zu Beginn seiner Amtszeit im Frühsommer 1998 noch undenkbar schien: 1989 habe sich Ungarn nicht mehr vor dem bösen Wolf in Moskau gefürchtet, so der Premier, also könne zehn Jahre später auch Brüssel keine Furcht einflößen. Sein Land sehe in den EU-Staaten künftige Partner, aber keine Präzeptoren. Den regierenden Jungdemokraten (FIDESZ) wissen nu